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Caritas bemängelt geplante Solderhöhung für Wehrdienstleistende
Freiburg im Breisgau () – Die Pläne für einen neuen, attraktiveren Wehrdienst stoßen auf Widerstand bei sozialen Trägern, die dadurch ihre Angebote benachteiligt sehen. „Herr Pistorius vergisst die zivilen Freiwilligendienste“, sagte Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa dem „Tagesspiegel“ (Donnerstagausgabe) mit Blick auf die vom Verteidigungsministerium geplante Solderhöhung. „Der Wehrdienst kann und darf nicht gegen die Freiwilligendienste attraktiv werden, sondern mit ihnen gemeinsam.“
Aus ihrer Sicht müssen junge Menschen die Wahl zwischen freiwilligen Dienst an der Waffe, freiwilligem Zivilschutz und einem klassischen Freiwilligenjahr haben. „Alle drei Dienste müssen als gleichwertig beworben und gleichberechtigt ausgestaltet werden.“ Sie seien auch „gleich zu honorieren“. Der neue freiwillige Wehrdienst braucht nach Ansicht von Welskop-Deffaa daher „unverzüglich eine gute Flankierung in einem Freiwilligendienstestärkungsgesetz“, in dem ein „Rechtsanspruch auf einen Freiwilligendienst für alle“ und die „Übernahme der Taschengeld- und Soldzahlungen durch die öffentliche Hand“ verankert werde.
Ihren Angaben zufolge leisten heute rund 100.000 junge Menschen nach dem Schulabschluss einen Freiwilligendienst. „Diese Zahl ließe sich nach unseren Einschätzungen leicht verdoppeln und mit ihr die Zahl der Freiwilligen im Wehrdienst“, so Welskop-Deffaa weiter. Dies könne aber nur gelingen, wenn „die Wehrpflicht als Auffanglösung nicht gebraucht wird, sondern das schwedische Modell eines Freiwilligen Gesellschaftsjahrs erfolgreich umgesetzt wird“.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Die vollständigen Namen der Personen im Artikel sind: Eva Welskop-Deffaa, Herr Pistorius.
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Caritas, Verteidigungsministerium, Herr Pistorius, Tagesspiegel, Welskop-Deffaa, Freiwilligendienstestärkungsgesetz, öffentliche Hand
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Freiburg im Breisgau
Worum geht es in einem Satz?
Der Caritas-Präsidentin zufolge könnte die geplante Attraktivitätssteigerung des Wehrdienstes durch die Bundesregierung die zivilen Freiwilligendienste benachteiligen, weshalb alle drei Dienste (Wehrdienst, Zivilschutz und klassisches Freiwilligenjahr) gleichwertig beworben und unterstützt werden sollten.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Der Hintergrund des beschriebenen Ereignisses ist die geplante Stärkung des Wehrdienstes durch das Verteidigungsministerium, die auf Widerstand bei sozialen Trägern stößt. Diese befürchten, dass die Attraktivität des Wehrdienstes zulasten zivilgesellschaftlicher Freiwilligendienste geht. Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa fordert eine Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung aller Dienste sowie eine gesetzliche Regelung, um die Zahl der Freiwilligen im zivilen und militärischen Bereich zu erhöhen.
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Die Pläne für einen attraktiveren Wehrdienst stoßen auf Widerstand bei sozialen Trägern, die befürchten, benachteiligt zu werden. Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa fordert eine gleichwertige Ausgestaltung von Wehrdienst und freiwilligen Zivildiensten sowie eine gesetzliche Regelung zur Stärkung der Freiwilligendienste.
Welche Konsequenzen werden genannt?
Hier sind die im Artikel erwähnten Folgen oder Konsequenzen, getrennt durch Kommas:
Widerstand bei sozialen Trägern, Benachteiligung sozialer Angebote, junge Menschen verlieren die Wahlfreiheit zwischen verschiedenen Freiwilligendiensten, Notwendigkeit der gleichwertigen Bewerbung und Gestaltung aller Dienste, Forderung nach einem Freiwilligendienstestärkungsgesetz, Rechtsanspruch auf einen Freiwilligendienst, Übernahme der Taschengeld- und Soldzahlungen durch die öffentliche Hand, mögliche Verdopplung der Freiwilligen im Wehrdienst, erfolgreiche Umsetzung des schwedischen Modells eines Freiwilligen Gesellschaftsjahrs.
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme der Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa zitiert. Sie kritisiert, dass "Herr Pistorius die zivilen Freiwilligendienste vergisst" und fordert, dass der Wehrdienst nicht attraktiver als die Freiwilligendienste werden sollte. Alle drei Dienste müssten gleichwertig und gleichberechtigt gestaltet und honoriert werden.
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