Bundespräsidentenwahl: Einigungskurs gefordert
Berlin () – Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) hat eine gemeinsame Kandidatin von Union, SPD und Grünen für die Bundespräsidentenwahl gefordert. „Mein Vorschlag wäre, dass CDU, CSU, SPD und Grüne sich auf eine gemeinsame Kandidatin oder einen Kandidaten verständigen, damit die Person die Amtszeit gestärkt führen kann“, sagte Özdemir dem „Tagesspiegel“ (Donnerstagausgabe).
Özdemir spricht sich zudem für eine Frau als Nachfolgerin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier aus. Nach insgesamt zwölf Bundespräsidenten werde es aus seiner Sicht Zeit für eine Frau an der Spitze des Staates, sagte er. Es brauche eine Persönlichkeit, die das Land in diesen schwierigen Zeiten zusammenhalte. Einen Namen nannte er nicht.
Die Wahl für die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier soll am 30. Januar 2027 stattfinden. Union und SPD haben in der Bundesversammlung eine komfortable Mehrheit. Aufgrund der Sitzverhältnisse dürfte die CDU/CSU als klar stärkste Fraktion das Vorschlagsrecht beanspruchen. Der CSU-Vorsitzende Markus Söder hat sich mehrfach für Bayerns Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) ausgesprochen. Die frühere Agrarministerin, die zudem als mögliche Söder-Nachfolgerin gehandelt wurde, genießt auch in der SPD Sympathien. Özdemir hatte im August Aigner als „einen sehr interessanten Vorschlag“ bezeichnet.
In Unionskreisen waren in den vergangenen Wochen auch die Namen von Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) oder des früheren Verfassungsrichters Udo di Fabio als mögliche Kandidaten gefallen. Mehrere SPD-Politiker und Vertreter der Frauen-Union haben aber schon vor geraumer Zeit für eine erste Frau als Staatsoberhaupt geworben.
Mit Spannung wird erwartet, inwieweit sich Söder und Kanzler Friedrich Merz (CDU) auf dem CSU-Parteitag am Wochenende zu Aigner als möglicher Nachfolgerin Steinmeiers äußern werden. Mit einer offiziellen Nominierung Aigners aus dem CSU-Parteitag wird in CSU-Kreisen laut „Tagesspiegel“ nicht gerechnet. Die Entscheidung über die Kandidatur dürfte im November fallen, wird laut Bericht in CDU/CSU-Kreisen vermutet.
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Cem Özdemir (Archiv)
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Cem Özdemir, Frank-Walter Steinmeier, Ilse Aigner, Markus Söder, Boris Rhein, Udo di Fabio, Friedrich Merz
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
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Wann ist das Ereignis passiert?
Das Ereignis fand in folgendem Zeitraum statt:
- Donnerstagausgabe (Aus dem Text: „… sagte Özdemir dem „Tagesspiegel“ (Donnerstagausgabe).“)
- Wahltermin für die Nachfolge: 30. Januar 2027
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Cem Özdemir fordert, dass CDU/CSU, SPD und Grüne sich für die Bundespräsidentenwahl am 30. Januar 2027 auf eine gemeinsame Kandidatin bzw. einen gemeinsamen Kandidaten einigen, bevorzugt dabei ausdrücklich eine Frau als Nachfolgerin von Frank-Walter Steinmeier.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Forderung nach einer gemeinsamen Kandidatin oder einem gemeinsamen Kandidaten von CDU, CSU, SPD und Grünen für die Bundespräsidentenwahl
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Özdemir fordert eine gemeinsame Kandidatin oder einen gemeinsamen Kandidaten von Union, SPD und Grünen
- Union und SPD werden als erwartbar mit komfortabler Mehrheit in der Bundesversammlung beschrieben
- Es wird erwartet, dass die CDU/CSU als stärkste Fraktion das Vorschlagsrecht beanspruchen dürfte
- Markus Söder äußert sich laut Bericht mehrfach für Ilse Aigner als mögliche Nachfolgerin
- In Unionskreisen werden als mögliche Kandidaten auch Boris Rhein oder Udo di Fabio genannt
- Mehrere SPD-Politiker und Vertreterinnen der Frauen-Union werben für eine erste Frau als Staatsoberhaupt
- Mit Spannung wird erwartet, wie Söder und Kanzler Friedrich Merz sich auf dem CSU-Parteitag zu Aigner äußern werden
- Eine offizielle Nominierung Aigners aus dem CSU-Parteitag wird in CSU-Kreisen laut Bericht nicht erwartet
- Die Entscheidung über die Kandidatur soll im November fallen
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Einigung von Union SPD und Grünen auf eine gemeinsame Kandidatin oder einen gemeinsamen Kandidaten zur Stärkung der Amtsführung
- Zeit für eine Frau als Nachfolgerin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier
- Beitrag zur politischen Stabilisierung in schwierigen Zeiten durch eine Persönlichkeit die das Land zusammenhält
- Einfluss auf die Kandidaten- und Nominierungsentscheidungen innerhalb von Union und CSU insbesondere zur Rolle möglicher Kandidatinnen
- Festlegung bzw. Erwartung eines Entscheidungsprozesses für die Kandidatur spätestens im November
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja — Cem Özdemir wird mit einer Stellungnahme zitiert („Mein Vorschlag wäre, dass CDU, CSU, SPD und Grüne sich auf eine gemeinsame Kandidatin oder einen Kandidaten verständigen…“, sagte Özdemir dem „Tagesspiegel“).
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