Gesundheitspolitik in Niedersachsen: Notfallreform
Hannover () – Der niedersächsische Gesundheitsminister Andreas Philippi begrüßt die vom Bundestag beschlossene Notfallreform, sieht aber offene Fragen bei der Umsetzung.
Philippi sagte am Donnerstag, die Reform sei ein überfälliger und richtiger Schritt, um die bestehenden Überlastungen im System zu beheben und die Versorgung zukunftsfest aufzustellen. Der Gesetzentwurf enthalte wichtige und zielführende Ansätze bei der Patientensteuerung, der Digitalisierung und der sektorenübergreifenden Zusammenarbeit, etwa die von den Krankenkassen organisierte Terminvermittlung und Telesprechstunde über die Nummer 116 117. Unklar bleibe jedoch, wie die Rettungsdienste konkret ausfinanziert werden sollen.
Außerdem sollten die Länder viel stärker in die Zuteilung der Integrierten Notfallzentren eingebunden werden, da diese Teil des Krankenhausplans und damit Ländersache seien.
Hintergrund ist die deutlich gestiegene Inanspruchnahme von Rettungstransporten und Notaufnahmen in den vergangenen Jahren. Das führt vielerorts zu erheblichen Belastungen der Notaufnahmen, zu verlängerten Wartezeiten und Versorgungsengpässen.
Auf Bundesebene werden deshalb seit mehreren Jahren Reformansätze verfolgt, um durch eine bessere Steuerung der Patienten eine bedarfsgerechte, hochwertige und zugleich effiziente Versorgung medizinischer Notfälle sicherzustellen und die Notaufnahmen nachhaltig zu entlasten. Auch die niedersächsische Enquetekommission zur medizinischen Versorgung hatte in ihrem Bericht aus 2021 Missstände betont und einen dringenden Handlungsbedarf angemahnt.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Andreas Philippi
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Andreas Philippi, Bundestag, niedersächsische Gesundheitsminister, Bundesregierung, Krankenkassen, Länder, Integrierte Notfallzentren, 116 117, Rettungsdienste, Rettungstransporte, Notaufnahmen, Enquetekommission, Krankenhausplan, dts Nachrichtenagentur
Wann ist das Ereignis passiert?
Zeitraum/Datum: Donnerstag (ohne konkretes Datum)
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Hannover, Deutschland
Worum geht es in einem Satz?
Der niedersächsische Gesundheitsminister Andreas Philippi begrüßt die vom Bundestag beschlossene Notfallreform grundsätzlich als überfälligen Schritt zur Entlastung der Notaufnahmen, sieht jedoch bei der konkreten Umsetzung – insbesondere der Ausfinanzierung der Rettungsdienste sowie der stärkeren Einbindung der Länder bei der Zuteilung der Integrierten Notfallzentren – noch offene Fragen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- deutlich gestiegene Inanspruchnahme von Rettungstransporten und Notaufnahmen in den vergangenen Jahren
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- keine Reaktionen von Politik Öffentlichkeit oder Medien beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Entlastung der Notaufnahmen durch bessere Steuerung der Patienten
- Verringerung von Wartezeiten in der Versorgung
- Reduzierung von Versorgungsengpässen in der Notfallversorgung
- Unterstützung einer bedarfsgerechten, hochwertigen und zugleich effizienten medizinischen Versorgung medizinischer Notfälle
- Verbesserung der sektorenübergreifenden Zusammenarbeit
- Stärkere Einbindung der Länder bei der Zuteilung der Integrierten Notfallzentren
- Klärungsbedarf bei der konkreten Finanzierung der Rettungsdienste
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja: Gesundheitsminister Andreas Philippi begrüßt die Notfallreform und kritisiert dabei offene Fragen zur Umsetzung.
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