Gesellschaft: Schutz vor digitaler Gewalt in Berlin
Berlin () – Die Präsidentin des Kinderschutzbundes, Sabine Andresen, fordert angesichts des Berichts der Bundesmissbrauchsbeauftragten Kerstin Claus mehr Einsatz gegen sexuelle Gewalt im Internet. „Dass die Aufarbeitungskommission nun erstmals einen eigenen Bericht direkt an Bundestag, Bundesrat und Bundesregierung vorlegt, ist ein wichtiger Schritt“, sagte Andresen dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Die Erfahrungen der Betroffenen dürften nicht länger nur dokumentiert werden, sondern müssten politische Konsequenzen haben.
Mehr als 3.000 Menschen hätten der Kommission in den vergangenen zehn Jahren ihre Geschichte anvertraut. Daraus erwachse eine Verantwortung für die Politik, aber auch für die Institutionen, in denen Kinder und Jugendliche sexualisierte Gewalt erfahren hätten. Die Bundesmissbrauchsbeauftragte Claus hatte den ersten Bericht nach der gesetzlichen Verankerung ihres Amtes im vergangenen Jahr am Dienstag zusammen mit der unabhängigen Kommission des Bundes zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs präsentiert.
Die Kinderschutzbund-Präsidentin fügte hinzu, besonders dringlich sei dabei der Blick auf den digitalen Raum. Sexualisierte Gewalt gegen Kinder finde längst auch über Chats, soziale Netzwerke und digitale Plattformen statt. Durch künstliche Intelligenz entstünden zusätzliche Gefahren, etwa wenn aus harmlosen Kinderfotos sexualisierte Darstellungen erzeugt würden. Man dürfe die Verantwortung für den Schutz davor nicht allein Kindern und Eltern überlassen. Die Anbieter müssten verpflichtet werden, ihre Plattformen von vornherein sicher zu gestalten und konsequent gegen sexualisierte Gewalt vorzugehen, forderte sie. „Kinder haben ein Recht darauf, sich auch im digitalen Raum sicher bewegen und an ihm teilhaben zu können.“
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Sabine Andresen, Kerstin Claus
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bundesmissbrauchsbeauftragte, Kerstin Claus, Bundestag, Bundesrat, Bundesregierung, Kinderschutzbund, Sabine Andresen, Redaktionsnetzwerk Deutschland, Kommission, unabhängige Kommission des Bundes zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs, Bundesmissbrauchsbeauftragte Claus, dts Nachrichtenagentur
Wann ist das Ereignis passiert?
Zeitraum/Datum: „im vergangenen Jahr“; außerdem findet die Präsentation „am Dienstag“ statt (ohne konkretes Datum).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Sabine Andresen, Präsidentin des Kinderschutzbundes, fordert angesichts des Berichts der Bundesmissbrauchsbeauftragten Kerstin Claus mehr politische Konsequenzen gegen sexuelle Gewalt – insbesondere im digitalen Raum, wo sie durch Chats, Plattformen und zunehmend durch KI zusätzliche Risiken sieht und Anbieter zu präventiv sicheren, konsequenten Maßnahmen verpflichten will.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Vorlage eines Berichts der Bundesmissbrauchsbeauftragten Kerstin Claus direkt an Bundestag, Bundesrat und Bundesregierung
- Bericht zur gesetzlichen Verankerung des Amts der Bundesmissbrauchsbeauftragten und der Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs
- Erwartung, dass Erfahrungen Betroffener nicht nur dokumentiert, sondern politisch wirksam aufgegriffen werden
- Zunehmende sexuelle Gewalt gegen Kinder im digitalen Raum über Chats, soziale Netzwerke und digitale Plattformen
- Zusätzliche Gefahren durch künstliche Intelligenz, insbesondere das Erzeugen sexualisierter Darstellungen aus Kinderfotos
- Forderung, dass Anbieter Plattformen von vornherein sicher gestalten und konsequent gegen sexualisierte Gewalt vorgehen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Politik als Adressat von Konsequenzen gefordert aufgrund der Erfahrungen der Betroffenen
- Institutionen in denen Kinder sexualisierte Gewalt erfahren hätten, sollen Verantwortung übernehmen
- Öffentlichkeit/öffentliche Debatte indirekt angestoßen durch Berichtsvorlage im Bundestag, Bundesrat und Bundesregierung
- Medien nicht ausdrücklich als Reaktionsakteur beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Politischer Handlungsdruck und Notwendigkeit politischer Konsequenzen
- Verantwortung der Politik aus den Erfahrungen der Betroffenen
- Verantwortung der beteiligten Institutionen für den Schutz von Kindern und Jugendlichen
- Erhöhter Fokus auf Maßnahmen gegen sexualisierte Gewalt im digitalen Raum
- Verpflichtung der Anbieter zur sicheren Gestaltung ihrer Plattformen
- Konsequentes Vorgehen gegen sexualisierte Gewalt durch Plattformen und digitale Dienste
- Zusätzliche Risiken durch KI erfordern spezifische Schutzmaßnahmen
- Forderung, Verantwortung nicht allein Kindern und Eltern zu überlassen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Sabine Andresen, die Präsidentin des Kinderschutzbundes, wird mit einer Stellungnahme zitiert.
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