Gesundheitspolitik: Telemedizin in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein
Schwerin () – Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein wollen gemeinsam ein länderübergreifendes Telemedizin-Netz für die Gesundheitsversorgung aufbauen. Das teilte das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport in Mecklenburg-Vorpommern am Dienstag mit.
Einen entsprechenden Letter of Intent haben Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) und Schleswig-Holsteins Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken (CDU) gemeinsam mit den Krankenhausgesellschaften beider Länder sowie der Universitätsmedizin Rostock und dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein unterzeichnet.
Das Netz mit dem Namen Telemedizin-Netz Nord-Ost (TENNO) soll zunächst die Krankenhäuser beider Länder digital miteinander verbinden und später auch ambulante Versorgung, Rettungsdienst und weitere Gesundheitsbereiche einbeziehen.
Im ersten Schritt sollen die stationären Leistungserbringer beider Länder vernetzt werden. Geplant sind unter anderem Telekonsile und Televisiten.
Erste konkrete Anwendungen können insbesondere in der Kinder- und Jugendmedizin sowie der Not- und Unfallversorgung liegen. Dadurch können Ärzte unabhängig vom Standort schnell zusätzliche Expertise hinzuziehen.
Das Netz soll allen Krankenhäusern offenstehen, unabhängig von Trägerschaft, Versorgungsstufe oder Standort.
Alle Krankenhäuser beider Länder sollen verbindlich einbezogen werden. Vorhandene telemedizinische Angebote sollen gebündelt und weiterentwickelt, neue Insellösungen oder parallele Einzelsysteme vermieden werden.
Die Universitätskliniken Schleswig-Holstein und Rostock sollen eine koordinierende und operative Rolle beim Aufbau übernehmen, die Krankenhausgesellschaften beider Länder werden von Beginn an einbezogen.
Für den Aufbau wollen beide Länder Mittel aus dem Krankenhaustransformationsfonds für länderübergreifende Projekte nutzen. Ein entsprechender Antrag beim Bundesamt für Soziale Sicherung ist für das vierte Quartal vorgesehen.
Wird das Vorhaben angenommen, soll die Umsetzung 2027 beginnen. In den kommenden Monaten sollen die technischen und organisatorischen Voraussetzungen konkretisiert, erste Anwendungsfälle festgelegt und die künftige Governance des Netzwerks aufgebaut werden.
Beide Ministerinnen erklärten, dass TENNO nicht bei einzelnen Pilotprojekten stehen bleiben soll. Das Netzwerk werde von Beginn an so angelegt, dass weitere Bereiche und Leistungserbringer integriert werden können.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Stefanie Drese, Kerstin von der Decken
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport (Mecklenburg-Vorpommern), Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD), Schleswig-Holsteins Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken (CDU), Krankenhausgesellschaften (beider Länder), Universitätsmedizin Rostock, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Telemedizin-Netz Nord-Ost (TENNO), Bundesamt für Soziale Sicherung, Universitätskliniken Schleswig-Holstein und Rostock, Krankenhausgesellschaften (beider Länder)
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Ereignis fand am Dienstag statt (genaueres Datum wird im Text nicht genannt).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Schwerin, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein
Worum geht es in einem Satz?
Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein wollen gemeinsam mit dem Telemedizin-Netz Nord-Ost (TENNO) Krankenhäuser länderübergreifend digital vernetzen, Telekonsile und Televisiten ermöglichen und das Projekt über 2027 hinaus schrittweise auf weitere Bereiche ausweiten.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Unterzeichnung eines Letter of Intent zum Aufbau eines länderübergreifenden Telemedizin-Netzes namens Telemedizin-Netz Nord-Ost (TENNO) durch die Gesundheitsministerinnen sowie weitere beteiligte Akteure und Krankenhausgesellschaften
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Im Artikel wird keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Länderübergreifende Digitalisierung der Gesundheitsversorgung durch den Aufbau eines gemeinsamen Telemedizin-Netzes
- Schnellere ärztliche Unterstützung durch Telekonsile und Televisiten unabhängig vom Standort
- Ausbau der Expertise-Zugriffsmöglichkeiten insbesondere in der Kinder und Jugendmedizin sowie in der Not und Unfallversorgung
- Einbindung aller Krankenhäuser beider Länder unabhängig von Trägerschaft Versorgungsstufe oder Standort
- Bündelung und Weiterentwicklung bestehender telemedizinischer Angebote statt neuer Insellösungen oder paralleler Einzelsysteme
- Koordinierende und operative Rolle der Universitätskliniken Schleswig-Holstein und Rostock beim Aufbau
- Verbindliche Integration aller Krankenhäuser durch Abstimmung mit den Krankenhausgesellschaften
- Nutzung von Mitteln aus dem Krankenhaustransformationsfonds für länderübergreifende Projekte
- Geplante Umsetzung ab 2027 bei Annahme des Vorhabens
- Konkretisierung technischer und organisatorischer Voraussetzungen sowie Festlegung erster Anwendungsfälle in den kommenden Monaten
- Aufbau einer Governance-Struktur für das Netzwerk ab Beginn des Projekts
- Erweiterbarkeit des Netzes über den Startbereich hinaus durch Integration weiterer Bereiche und Leistungserbringer
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja – im Artikel wird eine Stellungnahme/Reaktion von Gesundheitsministerinnen Stefanie Drese (SPD) und Kerstin von der Decken (CDU) zitiert (“erklärten, dass TENNO nicht bei einzelnen Pilotprojekten stehen bleiben soll”).
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