Schnitzer warnt vor Tankrabatt und Preisdeckel

Schnitzer warnt vor Tankrabatt und Preisdeckel

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Wirtschaft: Energiepreise und Entlastungspolitik in Deutschland

() – Die Chefin der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, warnt vor Spritpreis-Hilfen, die die diskutiert. Ein erneuter Tankrabatt oder pauschale Preisdeckel wären aus ökonomischer Sicht der falsche Weg, weil sie das Knappheitssignal hoher Ölpreise abschwächen und den Staat viel kosten können, sagte Schnitzer der „Rheinischen Post“.

Auch eine „Übergewinnsteuer“ sei kein einfacher Ausweg: Übergewinne seien schwer sauber abzugrenzen, und eine schlecht ausgestaltete Steuer könne Investitionsanreize beeinträchtigen. Die geopolitische Lage habe sich in den vergangenen Tagen noch einmal verschärft, sodass die Unsicherheit und Knappheit am Ölmarkt hoch bleiben dürften, so Schnitzer. Keine der derzeit diskutierten Maßnahmen ändere etwas an diesem grundlegenden Problem.

Auch von einer Senkung der Mehrwertsteuer hält die Münchner Ökonomin wenig. Die Idee, zusätzliche Mehrwertsteuereinnahmen zurückzugeben, sei fiskalisch weniger problematisch als ein Tankrabatt, sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Staat insgesamt kein großer Gewinner hoher sei.

Schnitzer mahnte: „Wir befinden uns in einer Krise, deren wirtschaftliche Belastungen sich nicht vollständig wegsubventionieren lassen. Entscheidend ist deshalb, kurzfristig mit diesen höheren Preisen umzugehen und uns zugleich strukturell unabhängiger von Öl- und Gasimporten und geopolitischen Risiken zu machen. Auch der Blick auf unsere Nachbarländer zeigt, dass breite Entlastungsmaßnahmen keineswegs der Regelfall sind und einzelne Länder wie Polen ihre temporären Maßnahmen inzwischen wieder auslaufen lassen.“

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Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Monika Schnitzer (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Monika Schnitzer, Monika Schnitzer

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Monika Schnitzer, Bundesregierung, Wirtschaftsweisen, Rheinischen Post

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin, München

Worum geht es in einem Satz?

Monika Schnitzer, die Chefin der Wirtschaftsweisen, warnt vor Spritpreis-Hilfen wie Tankrabatt oder Preisdeckeln, weil diese das Knappheitssignal hoher Ölpreise abschwächen und den Staat viel Geld kosten könnten, und betont zugleich, dass die Krise strukturell nur durch kurzfristiges Abfedern sowie langfristige Unabhängigkeit von Öl- und Gasimporten zu bewältigen sei.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Die Bundesregierung diskutiert Spritpreis-Hilfen wie erneuter Tankrabatt oder pauschale Preisdeckel

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Monika Schnitzer warnt vor Spritpreis-Hilfen wie Tankrabatt oder pauschalen Preisdeckeln, nennt sie ökonomisch den falschen Weg und kritisiert die möglichen Folgen für Knappheitssignal und Staatsausgaben
  • Sie spricht sich auch gegen eine einfache Lösung über eine Übergewinnsteuer aus und betont Probleme bei Abgrenzung von Übergewinnen sowie mögliche Auswirkungen auf Investitionsanreize
  • Sie hält wenig von einer Senkung der Mehrwertsteuer, auch wenn deren Rückgabe fiskalisch weniger problematisch sein könne
  • Sie weist darauf hin, dass die geopolitische Lage verschärft sei und die Unsicherheit am Ölmarkt hoch bleiben dürfte
  • Sie fordert kurzfristigen Umgang mit höheren Preisen sowie strukturelle Unabhängigkeit von Öl- und Gasimporten und geopolitischen Risiken
  • Sie nennt als Beispiel, dass Nachbarländer wie Polen ihre temporären Entlastungsmaßnahmen wieder auslaufen lassen

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Abschwächung des Knappheitssignals hoher Ölpreise durch Tankrabatte oder pauschale Preisdeckel
  • Hohe Kostenbelastung für den Staat bei solchen Hilfsmaßnahmen
  • Schwierigkeiten bei der sauberen Abgrenzung von Übergewinnen bei einer Übergewinnsteuer
  • Risiko einer schlecht ausgestalteten Steuer, die Investitionsanreize beeinträchtigt
  • Fortbestehende Unsicherheit und Knappheit am Ölmarkt trotz der diskutierten Maßnahmen
  • Fehlende echte Lösung grundlegender Probleme durch die derzeit diskutierten Maßnahmen
  • Fiskalisch weniger problematische Rückgabe zusätzlicher Mehrwertsteuereinnahmen, aber keine vollständige Verdeckung der Gesamtbelastung des Staates
  • Strukturielle Notwendigkeit, kurzfristige Anpassung zu leisten und gleichzeitig von Öl- und Gasimporten sowie geopolitischen Risiken unabhängiger zu werden
  • Begrenzte Wirksamkeit breiter Entlastungsmaßnahmen, da diese in anderen Ländern nicht dauerhaft durchgängig sind

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja. Monika Schnitzer äußert sich mit mehreren Aussagen und Warnungen in dem Artikel, darunter zur Abwendung von Tankrabatt- oder Preisdeckelmaßnahmen und zu einer möglichen Übergewinnsteuer.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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