Deutschland lehnt mehr Forschungsvisa aus China ab

Deutschland lehnt mehr Forschungsvisa aus China ab

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Politik: Deutschland erhöht China-Visumablehnungen

Berlin () – lehnt im Verhältnis zu anderen Ländern deutlich mehr Visumanträge von Wissenschaftlern und Studenten aus ab. Das berichten die „Süddeutsche Zeitung“, NDR und WDR unter Berufung auf eigene Recherchen.

Demnach lehnte das für die Vergabe zuständige Auswärtige Amt allein im vergangenen Jahr etwa 200 Anträge von Nachwuchsforschern (Post-Docs) ab. Rund ebenso vielen normalen Studierenden wurde 2025 ein Visum verweigert. Aus keinem anderen Herkunftsland würden Bewerber in dieser Größenordnung abgelehnt, so die Recherche. Insgesamt hätten im vergangenen Jahr rund 2.100 Forscher und Wissenschaftler sowie 8.800 Studierende aus China ein Visum für einen akademischen Aufenthalt in Deutschland erhalten.

Das Auswärtige Amt wollte die Ablehnungsquoten einzelner Länder „zum Schutz der internationalen Beziehungen“ nicht kommentieren. Es handele sich immer um Einzelfallentscheidungen.

Deutschland ist unter Nachwuchsforschern aus China ein beliebtes Ziel. Allein die Anzahl der Post-Docs hat sich den Recherchen zufolge in den vergangenen Jahren fast verdoppelt. Der Schwerpunkt liegt bei jenen Fächern, die die chinesische in ihrem jüngsten Fünf-Jahres-Plan als relevant für die identifiziert hat – und wo sie Nachholbedarf sieht: Luft- und Raumfahrt, Automationstechnik, Halbleiter, Biotechnologie, Quantenforschung, Präzisionsmaschinenbau und jedwede Form von Militärtechnologie. Es seien die Visumsanträge in diesen Forschungsfeldern, die das Auswärtige Amt am häufigsten ablehne.

Den Recherchen zufolge ist es mittlerweile Standard, Sicherheitsbehörden wie das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) in die Prüfung der chinesischen Bewerbungen einzubinden. Das liege nicht zuletzt am „Nationalen -Gesetz“, das seit 2017 in China gilt. Danach ist jeder chinesische Bürger verpflichtet, mit den Geheimdiensten des Landes zu kooperieren, wenn diese es verlangen. Ein Beamter sagte, selbst wenn Forscher nicht direkt mit dem Auftrag nach Deutschland geschickt würden, Technologien auszuforschen, bestehe „immer die Gefahr“, dass sie nach ihrer Rückkehr über ihre gewonnenen Erkenntnisse von den Diensten befragt würden.

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Text-/Bildquelle:
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Chinesische Fahne (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Im gegebenen Artikeltext werden keine vollständigen Namen von Personen genannt.

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Auswärtige Amt, Süddeutsche Zeitung, NDR, WDR, Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV)

Wann ist das Ereignis passiert?

Zeitraum/Datum des Ereignisses (laut Text):

  • „allein im vergangenen Jahr“ (für Post-Docs: ca. 200 abgelehnte Anträge)
  • „2025“ (für Studierende: rund ebenso viele Visumverweigerungen)

Falls du eine konkrete Jahreszahl für „vergangenes Jahr“ brauchst: Der Text nennt mindestens 2025 ausdrücklich, aber „vergangenes Jahr“ wird ohne Bezug zu einem konkreten Veröffentlichungsdatum im Ausschnitt nicht eindeutig zuordenbar.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin (Deutschland)

Worum geht es in einem Satz?

Deutschland lehnt laut Recherchen von Süddeutsche Zeitung, NDR und WDR im Vergleich zu anderen Ländern deutlich mehr Visumanträge chinesischer Wissenschaftler und Studenten ab, wobei vor allem Nachwuchsforscher und Studierende sowie bestimmte technologie- und sicherheitsrelevante Forschungsfelder betroffen sind.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Einbindung von Sicherheitsbehörden wie dem Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) in die Prüfung chinesischer Bewerbungen
  • Verpflichtung chinesischer Bürger zur Kooperation mit den Geheimdiensten nach dem Nationalen Geheimdienst-Gesetz seit 2017
  • Wahrgenommene Gefahr nach Deutschland unternommener Erkenntnisgewinnung, die nach Rückkehr von Diensten abgefragt werden könnte

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Auswärtiges Amt wollte die Ablehnungsquoten nicht kommentieren
  • Begründung war, es handele sich um Einzelfallentscheidungen
  • Begründung für das Nicht-Kommentieren war Schutz der internationalen Beziehungen
  • Sicherheitsbehörden wie Bundesamt für Verfassungsschutz werden laut Recherche in die Prüfung der chinesischen Bewerbungen eingebunden
  • Rückgriff auf das in China seit 2017 geltende Nationale Geheimdienst-Gesetz zur Begründung der Sicherheitsrisiken

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • deutlich erhöhte Ablehnung von Visumanträgen von Nachwuchsforschern und Studierenden aus China
  • verminderte Zahl genehmigter akademischer Aufenthalte von chinesischen Wissenschaftlern und Studierenden in Deutschland
  • stärkere Einflussnahme von Sicherheitsbehörden auf die Prüfung chinesischer Bewerbungen
  • größere Unsicherheiten bei Antragstellern durch Einzelfallentscheidungen und zusätzliche Sicherheitsprüfungen
  • Verzögerungen oder Erschwernisse bei der wissenschaftlichen Zusammenarbeit in den betroffenen Fachbereichen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja – ein Beamter wird mit einer Aussage zitiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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