Polizeigewerkschaft sieht keine Versäumnisse bei CSD-Anschlag

Polizeigewerkschaft sieht keine Versäumnisse bei CSD-Anschlag

News - Politik - aktuelle Entwicklungen und Hintergründe

Berlin: Sicherheitslage nach CSD-Anschlag

Berlin () – Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) sieht im Fall des Anschlags auf den CSD in Berlin keine Versäumnisse bei Polizei und Verfassungsschutz. Der mutmaßliche Attentäter sei den Sicherheitsbehörden bekannt gewesen und habe unter Beobachtung gestanden, sagte DPolG-Bundesvorsitzender Heiko Teggatz der „Rheinischen Post“. Sämtliche rechtlich zulässigen Befugnisse zur Gefahrenabwehr seien angewendet worden.

Stattdessen müsse bei Gesetzen und Ausstattung der Polizei nachgebessert werden. Für weitergehende Maßnahmen wie die elektronische Fußfessel oder eine längerfristige Präventivhaft fehlten in Berlin die erforderlichen gesetzlichen Grundlagen. Zudem verfügten Polizei und Verfassungsschutz nicht über die personellen Ressourcen, um sämtliche Gefährder rund um die Uhr zu überwachen.

Teggatz kritisierte hingegen die Politik und Justiz. Die Politik hätte längst ein modernes Polizeigesetz mit umfassenden präventiven Befugnissen auf den Weg bringen müssen, so der Gewerkschaftsvorsitzende. Dazu gehörten aus seiner Sicht insbesondere Befugnisse wie die Präventivhaft, die elektronische Fußfessel, die Online-Durchsuchung, die Quellen-Telekommunikationsüberwachung sowie der Einsatz automatisierter Gesichts- und Verhaltenserkennung mittels Videotechnik und KI an öffentlichen Plätzen.

Die Entscheidung des Berliner Gerichts, eine sogenannte Vorbewährung anzuordnen, habe nun eine Tote und zahlreiche Verletzte zur Folge gehabt, fuhr Teggatz fort. Sollte das Gericht rechtlich keine andere Entscheidungsmöglichkeit gehabt haben, müsse das Jugendstrafrecht dringend angepasst werden, damit sich so etwas in Zukunft nicht wiederhole.

Am Dienstag fand eine Sondersitzung des Innenausschusses zum Anschlag auf den CSD in Berlin statt, in der es um die Arbeit der Sicherheitsbehörden im Vorfeld des Anschlags ging.

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du gut in Tic Tac Toe? 👍

Captcha wird geladen ...
Bitte Spielernamen, geheimes Wort und Captcha eingeben und Spiel starten.

Spielername und geheimes Wort gehören zusammen. Das Captcha wird nur beim ersten autorisierten Spiel für diese Kombination in diesem Browser abgefragt.

Top 3

Platz Name Punkte Siege
Lade Rangliste ...

Zur Tic Tac Toe 100 Topliste

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Tatort nach Todesfahrt beim CSD (Archiv)

💬 Zu den Kommentaren

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Heiko Teggatz

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG), Heiko Teggatz, Rheinische Post, Polizei, Verfassungsschutz, Berliner Gericht, Innenausschuss

Wann ist das Ereignis passiert?

Zeitraum/Datum:Am Dienstag (genaueres Datum nicht erwähnt).

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Die Deutsche Polizeigewerkschaft bestreitet im Fall des Anschlags auf den CSD in Berlin Versäumnisse von Polizei und Verfassungsschutz, fordert aber strengere und modernere gesetzliche sowie personelle Voraussetzungen (z. B. präventive Maßnahmen) und kritisiert zudem Politik und Justiz wegen der gerichtlichen Entscheidung.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Der mutmaßliche Attentäter sei den Sicherheitsbehörden bekannt gewesen und habe unter Beobachtung gestanden.

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • DPolG kritisiert vor allem Politik und Justiz
  • Politik hätte nach Ansicht der DPolG längst ein modernes Polizeigesetz mit präventiven Befugnissen schaffen müssen
  • Entscheidung des Berliner Gerichts über Vorbewährung wird von der DPolG als Folge eines Todesfalls und zahlreicher Verletzter kritisiert
  • Empfehlung zur Anpassung des Jugendstrafrechts, falls rechtlich keine andere Entscheidung möglich gewesen sei
  • Innenausschuss tagte zu einer Sondersitzung zum Anschlag und zur Arbeit der Sicherheitsbehörden im Vorfeld

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Eine Tote und zahlreiche Verletzte
  • Anpassungsbedarf im Jugendstrafrecht, damit sich der Vorfall künftig nicht wiederholt
  • Bedarf an einem modernen Polizeigesetz mit umfassenden präventiven Befugnissen
  • Fehlende rechtliche Grundlagen in Berlin für weitergehende präventive Maßnahmen
  • Personelle Unterdeckung bei Polizei und Verfassungsschutz, um Gefährder rund um die Uhr zu überwachen
  • Erfordernis, bei Gesetzen und Ausstattung der Polizei nachzubessern

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja—es wird eine Stellungnahme von Heiko Teggatz (DPolG-Bundesvorsitzender) zitiert („sagte … der „Rheinischen Post“).

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert