Gesundheitspolitik in Berlin: Risiken für Kliniken
Berlin () – Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) warnt vor einer Pleitewelle und einem massiven Arbeitsplatzabbau in der Branche, sollte das Sparpaket von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) unverändert beschlossen werden.
Eine aktuelle Studie komme zu dem Schluss, dass die Kliniken in diesem Fall zehn Prozent des gesamten Personals entlassen müssten, sagte Verbandschef Gerald Gaß dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Betroffen seien damit rund 140.000 Beschäftigte. Die Experten gingen davon aus, dass 2030 ohne eine Korrektur der Kürzungspläne 49 Prozent aller Krankenhausstandorte eine „hohe Ausfallwahrscheinlichkeit“ bevorstehe, fügte Gaß hinzu: „Übersetzt heißt das: Es ist damit zu rechnen, dass jede zweite Klinik pleitegeht.“ Am Montag ist im Bundestag eine Expertenanhörung zum Sparpaket geplant.
„Kommen die Einsparungen wie geplant, verlieren wir 2027 insgesamt acht Prozent unserer Erlöse. Dann fallen viele Kliniken weit unter die Nulllinie“, sagte Gaß. Das Kürzungsgesetz „zieht den Standorten quasi den Boden unter den Füßen weg“. Viele Kliniken, die im Rahmen der Krankenhausreform eigentlich erhalten, umgewandelt oder ergänzt werden sollten, würden vorher pleitegehen, warnte er. Gaß forderte, die Koalition müsse die Krankenhausreform nun auch wirken lassen. „Die planlosen Kürzungsmaßnahmen gefährden diesen notwendigen Wandel und die gesetzten Ziele.“
Gaß zeigte sich gleichzeitig zu Kompromissen bereit. Die Kliniken seien willens, über eine Begrenzung der zuletzt stark gestiegenen Pflegeausgaben zu sprechen. Hier gebe es Handlungsbedarf, weil eine Obergrenze fehle, sagte er. Zur Kompensation forderte er die Streichung von Personalvorgaben. „Es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafür, ob nun zum Beispiel eine Intensivpflegekraft immer besser für zwei, zweieinhalb oder drei Patienten zuständig sein sollte. Das sind aus abstrakten Berechnungen abgeleitete Zahlen nach dem Prinzip: Viel hilft viel“, beklagte er.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Nina Warken, Gerald Gaß
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:
Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), Gesundheitsministerium, Nina Warken (CDU), Bundestag.
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Der Ort, an dem das beschriebene Ereignis stattfindet, ist Berlin.
Worum geht es in einem Satz?
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft warnt vor einer massiven Pleitewelle und einem Arbeitsplatzabbau von rund 140.000 Beschäftigten, sollten die geplanten Kürzungen im Gesundheitsbereich von Ministerin Nina Warken unverändert durchgesetzt werden.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Warnung vor Pleitewelle in der Krankenhausbranche
- Sparpaket von Gesundheitsministerin Nina Warken
- Studie zur Personalreduktion von zehn Prozent
- Möglicher Arbeitsplatzabbau von rund 140.000 Beschäftigten
- Hohe Ausfallwahrscheinlichkeit von 49 Prozent aller Krankenhausstandorte bis 2030
- Verlust von acht Prozent der Erlöse bis 2027
- Gefährdung der Krankenhausreform durch Kürzungsmaßnahmen
- Bereitschaft zu Kompromissen hinsichtlich Pflegeausgaben
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Deutsche Krankenhausgesellschaft warnt vor Pleitewelle und massivem Arbeitsplatzabbau
- 10% Personalabbau in Kliniken prognostiziert, betrifft ca. 140.000 Beschäftigte
- 49% der Krankenhausstandorte mit hoher Ausfallwahrscheinlichkeit bis 2030
- Expertenanhörung im Bundestag zum Sparpaket geplant
- Gaß: Einsparungen könnten 2027 zu einem Erlösverlust von 8% führen
- Warnung vor Pleiten von Kliniken, die erhalten oder reformiert werden sollten
- Forderung nach Wirkung der Krankenhausreform und Kritik an Kürzungsmaßnahmen
- Bereitschaft zu Kompromissen, z.B. Begrenzung der Pflegeausgaben
- Forderung nach Streichung von Personalvorgaben, keine wissenschaftlichen Belege für aktuelle Vorgaben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Pleitewelle in der Krankenhausbranche
- Massiver Arbeitsplatzabbau
- Entlassung von rund 140.000 Beschäftigten
- Hohe Ausfallwahrscheinlichkeit von 49% aller Krankenhausstandorte bis 2030
- Erwartung, dass jede zweite Klinik pleitegeht
- Verlust von acht Prozent der Erlöse bis 2027
- Vorzeitige Pleiten von Kliniken, die erhalten oder umgewandelt werden sollten
- Gefährdung des notwendigen Wandels und gesetzter Ziele der Krankenhausreform
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Gerald Gaß, dem Verbandschef der Deutschen Krankenhausgesellschaft, zitiert. Er warnt vor einer möglichen Pleitewelle und einem massiven Arbeitsplatzabbau in der Branche, wenn das Sparpaket von Gesundheitsministerin Nina Warken unverändert beschlossen wird.
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