Gesellschaft: Reformvorschlag zur Altersversorgung in Berlin
Berlin () – Im Zuge der geplanten Rentenreform schlägt der Deutsche Gewerkschaftsbund als zusätzliche Altersversorgung eine verpflichtende Betriebsrente vor, in die die Arbeitgeber einzahlen sollten.
Der DGB sei dafür, „dass es eine verpflichtende betriebliche Alterssicherung für alle gibt, und zwar mit uns als Tarifvertragsparteien“, sagte die DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Diese Alterssicherung müsse zusätzlich sein und von den Arbeitgebern mindestens mitfinanziert werden.
Fahimi zufolge verfügen rund 20 Millionen Beschäftigte in diesem Land nicht über eine betriebliche Altersvorsorge – in der Regel, weil sie in Betrieben ohne Tarifbindung beschäftigt seien. „Wir stehen als Gewerkschaften bereit, das kollektiv für alle Beschäftigten zu regeln, und zwar auf der Basis von Tarifverträgen. Und bei jenen Unternehmen, die nicht tarifgebunden sind, wäre denkbar, die Beschäftigten unter bestimmten Bedingungen niederschwellig in die bestehenden Modelle aufzunehmen“, sagte sie dem RND.
Konkrete Eckpunkte kündigte Fahimi für Ende des Monats an. Sie ließ noch offen, wer genau für die Altersvorsorge bezahlen soll. Klar ist aber, dass die Arbeitgeber in die Pflicht genommen werden sollen. „Die betriebliche Altersvorsorge darf nicht einseitig zulasten der Arbeitnehmer gehen. Deswegen würde es auch nichts nützen, die Beschäftigten dazu einseitig zu verpflichten und sie in die Arme der Versicherungswirtschaft zu treiben“, sagte Fahimi.
Fahimi nahm den zu erwartenden Protest vor dem Hintergrund der angespannten Finanz- und Wirtschaftslage gleich vorweg. „Ich kann mir vorstellen, dass da der Aufschrei groß sein wird und die Kritik kommt, dass noch mehr Beiträge fällig werden“, sagte sie dem RND. Aber in den meisten Ländern Europas liege der verpflichtende Rentenbeitragssatz bei 20 Prozent oder mehr und damit deutlich über unseren Sätzen. „Oft ist der Arbeitgeberanteil dabei sogar höher als das, was die Arbeitnehmer zahlen. Ganz irrsinnig kann dieser Ansatz also nicht sein“, sagte die DGB-Chefin.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Yasmin Fahimi
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND)
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Der Deutsche Gewerkschaftsbund schlägt im Rahmen der Rentenreform eine verpflichtende Betriebsrente vor, die von Arbeitgebern mitfinanziert werden soll, um die Altersversorgung für rund 20 Millionen Beschäftigte ohne betriebliche Altersvorsorge zu verbessern.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Geplante Rentenreform
- Fehlende betriebliche Altersvorsorge für 20 Millionen Beschäftigte
- Mangel an Tarifbindung in vielen Betrieben
- Forderung nach zusätzlicher Altersversorgung
- Verpflichtung zur Mitfinanzierung durch Arbeitgeber
- Vergleich zu europäischen Rentenbeiträgen
- Anstehende Regelungen durch Tarifvertragsparteien
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Deutscher Gewerkschaftsbund schlägt verpflichtende Betriebsrente vor
- DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi äußert sich zur Rentenreform
- Ungefähr 20 Millionen Beschäftigte haben keine betriebliche Altersvorsorge
- Tarifvertragsparteien sollen in die Regelung einbezogen werden
- Vorschlag für Niedrigschwelligkeit bei nicht tarifgebundenen Unternehmen
- Konkrete Eckpunkte sollen Ende des Monats angekündigt werden
- Arbeitgeber sollen in die Pflicht genommen werden
- Fahimi erwartet Protest und Kritik aufgrund angespannter Finanzlage
- Vergleich mit höheren Rentenbeitragssätzen in anderen europäischen Ländern
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Einführung einer verpflichtenden Betriebsrente
- Mitfinanzierung der Betriebsrente durch Arbeitgeber
- Kollektive Regelung für alle Beschäftigten durch Gewerkschaften
- Aufnahme der Beschäftigten in bestehende Modelle unter bestimmten Bedingungen
- Erwarteter Protest aufgrund der finanziellen Belastung
- Vergleich mit höheren Rentenbeitragssätzen in anderen europäischen Ländern
- Möglicher höherer Arbeitgeberanteil im Vergleich zu Arbeitnehmerbeiträgen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird die DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi zitiert, die sich für eine verpflichtende betriebliche Altersvorsorge ausspricht und erklärt, dass die Arbeitgeber mitfinanzieren sollen.
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