Politik Berlin: Linke kämpft gegen Mietenmissbrauch
Berlin () – Die Linke will weiter gegen den selbst ausgerufenen Mieten-Notstand vorgehen und startet dafür ein neues Portal. Dort sollen Vonovia-Mieter Mängel und Verstöße melden.
„Mein Eindruck ist, bei Vonovia ist das kein Fehler, kein Zufall, sondern das ist systematisch. Die machen falsche, illegale Mieterhöhungen, falsche Heizkostenabrechnung, um Geld zu machen, um die Miete auszupressen. Ich finde das nicht richtig“, sagte Linken-Chef Jan van Aken am Freitag den Sendern RTL und ntv.
Falls sich die Meldungen aus einer Siedlung der Vonovia häuften, werde die Partei dann mit den Leuten vor Ort sprechen, sich das genau anschauen „und dann werden wir Vonovia aufs Dach steigen“, so van Aken. In Leipzig sei es beispielsweise gelungen, durch Druck der Landtagsabgeordneten Rückzahlungen der Vonovia an die Mieter zu erwirken. „Am Ende musste Vonovia zugeben, sie haben gelogen, und die Menschen kriegen am Ende bares Geld zurück“, erklärte van Aken. Am Ende müsse Vonovia seine Geschäftspraktiken ändern, für van Aken seien das „fast mafiöse Strukturen“.
Die Partei strebt an, dem Konzern die Wohnungen abzunehmen und zu vergesellschaften. Die Entschädigungskosten von 36 Milliarden Euro, die der Berliner Senat dafür veranschlagt, hält van Aken für „wirklich aus der Luft gegriffen“. Man dürfe für die Überführung nicht mit „irren Marktpreisen“, sondern mit den realen Preisen für Bau und Instandhaltung kalkulieren. „Da kommen Sie auf viel niedrigere Summen und das Geld kommt am Ende natürlich durch die Mieten wieder rein. Das ist ja ein ganz normales Geschäft“, so van Aken.
In Berlin will die Linke der Vonovia alle ca. 138.000 Wohnungen abnehmen. „Hier wird im September gewählt und ich gehe davon aus, dass wir dann eine Bürgermeisterin der Linken haben, und dann wird Rot-Rot-Grün in Berlin genau das tun“, sagte van Aken.
Darüber hinaus fordert der Linken-Chef einen Mietendeckel für alle, der sei der beste Schutz. „Das muss der Bundestag entscheiden und dafür brauchen wir Druck auf die SPD und auf die CDU. Und ich glaube, solche Aktionen helfen auch“, sagte er. Auch wenn die CDU aktuell noch ablehnt, ist sich van Aken sicher: „Natürlich müssen die irgendwann den Mietendeckel einführen, und das weiß die CDU auch.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Vonovia (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Die vollständigen Namen der Personen im Artikel sind: Jan van Aken.
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Die Linke, Vonovia, RTL, ntv, der Berliner Senat, Rot-Rot-Grün, die SPD, die CDU
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die beschriebenen Ereignisse finden in den folgenden Orten statt: Berlin, Leipzig.
Worum geht es in einem Satz?
Die Linke startet ein neues Portal für Vonovia-Mieter, um Mängel und Verstöße zu melden, um gegen systematische illegale Mietpraktiken vorzugehen und strebt an, die Wohnungen des Unternehmens zu vergesellschaften sowie einen Mietendeckel einzuführen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Selbst ausgerufener Mieten-Notstand
- Systematische Mängel und Verstöße bei Vonovia
- Falsche Mieterhöhungen und Heizkostenabrechnungen
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- Vorwürfe von "mafiösen Strukturen"
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Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Linke startet neues Portal für Vonovia-Mieter zur Meldung von Mängeln und Verstößen
- Jan van Aken äußert systematische Probleme bei Vonovia
- Rückzahlungen von Vonovia an Mieter in Leipzig durch Druck von Landtagsabgeordneten
- Forderung nach Vergesellschaftung aller 138.000 Wohnungen von Vonovia in Berlin
- Van Aken kritisiert Entschädigungskosten von 36 Milliarden Euro als überzogen
- Vorhaben, Mietendeckel per Druck auf SPD und CDU einzuführen
- Hoffnung auf Bürgermeisterin der Linken nach den Wahlen im September in Berlin
Welche Konsequenzen werden genannt?
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- Notwendigkeit von Änderungen der Geschäftspraktiken von Vonovia
- Möglichkeit der Vergesellschaftung von Wohnungen
- Abnahme von ca. 138.000 Wohnungen durch die Linke geplant
- Einführung eines Mietendeckels gefordert
- Erhöhung des Drucks auf SPD und CDU
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Linken-Chef Jan van Aken äußert sich kritisch über die Geschäftspraktiken von Vonovia und fordert eine Änderung der Mietendiskussion.
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