Wirtschaftliche Spannungen zwischen Deutschland und China
Düsseldorf () – Der steigende Wettbewerbsdruck aus China schreckt die deutsche Politik auf.
Unionsfraktionsvize Norbert Röttgen warnt vor einem aggressiven wirtschaftlichen Expansionskurs Chinas auf Kosten Europas: Durch intransparente Subventionspraktiken und eine gezielte Unterbewertung der eigenen Währung schaffe Peking bewusst ungleiche Wettbewerbsbedingungen und unterlaufe systematisch internationales Handelsrecht, sagte der CDU-Politiker dem „Handelsblatt“. Dieser staatlich gesteuerten Verdrängung durch chinesische Unternehmen müsse man entschieden entgegentreten, auch indem man den europäischen Markt schütze.
Auslöser der Debatte ist eine eindringliche Warnung der Denkfabrik Center for European Reform. Deutschland ist demnach das Epizentrum eines neuen China-Schocks. Der Aufstieg Chinas zur industriellen Exportmacht habe Deutschland schon 400.000 Jobs gekostet.
Grünen-Chefin Franziska Brantner fordert daher ein politisches Umlenken. Es brauche eine klare handelspolitische Linie gegen unfaire Wettbewerbspraktiken – etwa durch konsequente Marktüberwachung, wirksame Zollkontrollen und eine harte Durchsetzung europäischer Plattformregeln gegenüber Anbietern wie Temu und Shein, sagte Brantner dem „Handelsblatt“. Wer systematisch gegen europäische Standards verstoße oder sich durch Dumping und Regelumgehung Vorteile verschaffe, dürfe keinen freien Zugang zum europäischen Markt haben.
Die EU diskutiert in den kommenden Wochen über härtere Maßnahmen gegen Chinas Exportschwemme. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will am 29. Mai mit ihren Kommissaren die nächsten Schritte vereinbaren. Nach Informationen des „Handelsblatts“ erwägt die Kommission auch die Entwicklung eines neuen Handelsinstruments, mit dem sie großflächiger Zölle gegen ganze Branchen aus China statt nur gegen einzelne Produkte verhängen könnte.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Chinesische Flagge (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Norbert Röttgen, Franziska Brantner, Ursula von der Leyen
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Norbert Röttgen, CDU, Handelsblatt, Center for European Reform, Franziska Brantner, Grünen, EU, Ursula von der Leyen, Temu, Shein
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Datum oder der Zeitraum, in dem das beschriebene Ereignis stattfand, ist der 29. Mai.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Düsseldorf, Deutschland, Europa.
Worum geht es in einem Satz?
Der steigende wirtschaftliche Wettbewerbsdruck aus China alarmiert die deutsche Politik, insbesondere durch intransparente Subventionen und Währungsunterbewertung, was zu Forderungen nach dringend benötigten Maßnahmen zum Schutz des europäischen Marktes führt.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Steigender Wettbewerbsdruck aus China
- Aggressiver wirtschaftlicher Expansionskurs Chinas
- Intransparente Subventionspraktiken
- Unterbewertung der eigenen Währung
- Ungleiche Wettbewerbsbedingungen
- Verdrängung deutscher Unternehmen
- Warnung der Denkfabrik Center for European Reform
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- Verlust von 400.000 Jobs in Deutschland
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Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Norbert Röttgen warnt vor Chinas aggressivem wirtschaftlichem Expansionismus
- China schafft ungleiche Wettbewerbsbedingungen durch Subventionen und Währungsunterbewertung
- Röttgen fordert Schutz des europäischen Marktes
- Center for European Reform warnt vor einem neuen China-Schock in Deutschland
- 400.000 Jobs in Deutschland durch Chinas Aufstieg als Exportmacht verloren
- Franziska Brantner verlangt eine klare handelspolitische Linie gegen unfaire Praktiken
- Politische Maßnahmen wie Marktüberwachung und Zollkontrollen werden gefordert
- EU plant Diskussion über härtere Maßnahmen gegen Chinas Exportschwemme
- Ursula von der Leyen bringt Entwicklung eines neuen Handelsinstruments ins Spiel
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Warnung vor aggressivem wirtschaftlichen Expansionskurs Chinas
- Ungleiche Wettbewerbsbedingungen durch Subventionen und Währungsunterbewertung
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- Verdrängung durch chinesische Unternehmen erfordert entschlossenes Handeln
- Forderung nach klarer handelspolitischer Linie
- Marktüberwachung und wirksame Zollkontrollen gefordert
- Konsequenzen für Anbieter, die gegen europäische Standards verstoßen
- Diskussion über härtere Maßnahmen gegen Chinas Exportschwemme
- Entwicklung eines neuen Handelsinstruments für Zölle gegen ganze Branchen in Erwägung gezogen
- Verlust von 400.000 Jobs in Deutschland durch den Aufstieg Chinas
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird die Stellungnahme von Unionsfraktionsvize Norbert Röttgen zitiert, der vor den ungleichen Wettbewerbsbedingungen durch China warnt.
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