Energiepolitik in Deutschland: Chancen und Herausforderungen
Potsdam () – Der Chefökonom am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), Ottmar Edenhofer, hält den Vorstoß von Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) zur Reaktivierung der jüngst in Deutschland abgeschalteten Atomkraftwerke für betriebswirtschaftlichen Unsinn.
„Ich bin nicht ideologisch gegen Kernenergie“, sagte Edenhofer dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Er sehe aber nicht, wer die alten Meiler reaktivieren oder neue bauen solle. Angesichts der hohen Kosten wäre das betriebswirtschaftlicher Unsinn, auch volkswirtschaftlich gebe es dafür keine ausreichenden Gründe.
Edenhofer stimmte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) zu, neue Gaskraftwerke zu bauen. „In Kombination mit dem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien ist das der richtige Weg.“ Dabei seien große Solaranlagen hilfreicher als private Solardachanlagen. Der private Klimaschutz in Form von immer mehr privaten Dachanlagen könne sinnvoll sein, aber die gegenwärtige Regulierung erzeuge massive Fehlanreize.
„Die privaten Betreiber speisen den Strom meistens dann ein, wenn sowieso schon viel Strom im Netz ist, und beanspruchen das Netz hingegen dann, wenn der Strom knapp ist“, so Edenhofer. Einen zu jeder Tages- und Nachtzeit einheitlichen und unterm Strich subventionierten Cent-Betrag für erneuerbare Erzeugung zu erstatten, sei kein Ausdruck von kluger Klimapolitik. Die Solarstromvergütung müsse sich an den Börsenpreisen orientieren. Nur so hätten die Leute Anreize, beispielsweise ihre Heimbatterien sinnvoll zu betreiben.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Atomkraftwerk (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Ottmar Edenhofer, Jens Spahn, Katherina Reiche
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), Jens Spahn (CDU), Katherina Reiche (CDU), Redaktionsnetzwerk Deutschland
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Potsdam
Worum geht es in einem Satz?
Der Chefökonom Ottmar Edenhofer hält den Vorschlag zur Reaktivierung abgeschalteter Atomkraftwerke für wirtschaftlich unsinnig und plädiert stattdessen für den Bau neuer Gaskraftwerke und den Ausbau großer Solaranlagen, während er die aktuelle Regulierung privater Solaranlagen kritisiert.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Vorstoß von Jens Spahn zur Reaktivierung abgeschalteter Atomkraftwerke
- Hohe Kosten für Reaktivierung oder Neubau von Atomkraftwerken
- Mangelnde betriebswirtschaftliche und volkswirtschaftliche Gründe
- Zustimmung zu neuen Gaskraftwerken und Ausbau erneuerbarer Energien
- Fehlanreize durch aktuelle Regulierung bei privaten Solaranlagen
- Ineffiziente Einspeisung privater Betreiber ins Stromnetz
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Nein.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Reaktivierung alter Atomkraftwerke wird als betriebswirtschaftlicher Unsinn angesehen
- Hohe Kosten für Reaktivierung und Neubau
- Mangelnde ausreichende volkswirtschaftliche Gründe
- Zustimmung zur Errichtung neuer Gaskraftwerke
- Kombination mit Ausbau erneuerbarer Energien als richtiger Weg
- Großflächenanlagen hilfreicher als private Solardachanlagen
- Aktuelle Regulierung erzeugt Fehlanreize
- Private Betreiber speisen Strom zu ungünstigen Zeiten ein
- Forderung nach Anpassung der Solarstromvergütung an Börsenpreise
- Anreize für sinnvolle Nutzung von Heimbatterien notwendig
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Ottmar Edenhofer, dem Chefökonom am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, zitiert, in der er den Vorstoß zur Reaktivierung abgeschalteter Atomkraftwerke als betriebswirtschaftlichen Unsinn bezeichnet.
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