Gesellschaftliche Positionen zur Gleichstellung in Berlin
Berlin () – Der CDU-Politiker Philipp Amthor hat seine Partei dazu aufgerufen, Feminismus nicht den Linken zu überlassen.
„Das ist kein exotisches und kein ausschließlich linkes Anliegen, sondern eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft“, sagte Amthor dem „Stern“. „Frauen werden zu oft an anderen Kriterien gemessen: Männer an Argumenten, bei Frauen rückt das Äußere in den Vordergrund. Dafür braucht es ein Sensorium – und auch Männer, die sich keinen schlanken Fuß machen. Darin sind wir übrigens auch in der CDU und in der Unionsfraktion sehr klar und brauchen keine Nachhilfe von linker Seite.“
Amthor erklärte, Errungenschaften in der Gleichstellung auch gegen die AfD verteidigen zu wollen. „Wenn ich von der Regierungsbank sehe und höre, was für ein Unsinn aus der ganz rechten Ecke kommt – biologistische Argumente und völlig stereotype Rollenbilder, ein Verständnis von Frauen als `schwaches Geschlecht` -, dann braucht es offensichtlich nicht nur ein Verändern nach vorn, sondern auch schon ein Verteidigen von bisherigen gesellschaftlichen Errungenschaften“, sagte Amthor. „Das erfordert Gegenreaktionen. Einige haben dabei dann vielleicht eine Vorliebe für ein Basteln von Schildern und für ein Organisieren von Demos. Mir erscheint hingegen die Alltagsdimension unterbelichtet.“
Amthor hatte in der Vergangenheit klassischen feministischen Forderungen widersprochen. So sprach er sich 2019 dafür aus, am Abtreibungsverbot im Strafrecht und am sogenannten „Werbeverbot“ für Abtreibungen festzuhalten. Im selben Jahr bezeichnete er das Vorhaben, eine hälftige Aufteilung der Listenplätze an Frauen und Männer bei Wahlen festzuschreiben, um den Frauenanteil in Parlamenten zu erhöhen, als verfassungswidrig. 2023 warb er für ein Genderverbot für staatliche Stellen.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Philipp Amthor (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Philipp Amthor
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind: CDU, Unionsfraktion, AfD, Stern.
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
CDU-Politiker Philipp Amthor fordert, dass Feminismus nicht nur ein Anliegen der Linken sein sollte, sondern als gesamtgesellschaftliche Aufgabe betrachtet wird, während er gleichzeitig eigene, kritische Positionen zu feministischen Forderungen einnimmt.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Aufruf zur Einbeziehung des Feminismus in die CDU
- Wahrnehmung von Geschlechterdiskriminierung in der Gesellschaft
- Verteidigungsbedarf gegen rechte Ansichten zur Geschlechterrolle
- Differenzierung zwischen männlichen und weiblichen Beurteilungskriterien
- Bisherige feministischen Errungenschaften in der Gesellschaft
- Amthors vorherige kritische Haltung zu klassischen feministischen Forderungen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Amthor fordert CDU auf, Feminismus nicht den Linken zu überlassen
- Betont, dass Feminismus Aufgabe der gesamten Gesellschaft ist
- Kritisiert, dass Frauen oft nach Aussehen, Männer nach Argumenten bewertet werden
- Strebt an, Gleichstellungsfortschritte auch gegen AfD zu verteidigen
- Verurteilt biologistische Argumente und stereotype Rollenbilder der Rechten
- Empfiehlt, gesellschaftliche Errungenschaften zu verteidigen statt nur Veränderungen zu suchen
- Hinweis auf mangelnde Alltagsdimension im feministischen Diskurs
- Hat in der Vergangenheit gegen klassische feministischen Forderungen positioniert
- 2019: Befürwortung des Abtreibungsverbots und Werbeverbots für Abtreibungen
- 2019: Ablehnung einer hälftigen Aufteilung der Listenplätze für Frauen
- 2023: Forderung nach einem Genderverbot für staatliche Stellen
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Aufruf an die CDU, Feminismus als gesellschaftliche Aufgabe anzuerkennen
- Forderung nach klaren Positionen gegen rechte stereotype Rollenbilder
- Verteidigung von Errungenschaften in der Gleichstellung
- Notwendigkeit von Gegenreaktionen gegen biologistische Argumente
- Betonung der Alltagsdimension der Gleichstellung
- Abgrenzung zu klassischen feministischen Forderungen
- Kritische Haltung gegenüber Abtreibungsrecht und Geschlechterquoten in Parlamenten
- Werbung für ein Genderverbot für staatliche Stellen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Philipp Amthor zitiert, in der er betont, dass Feminismus eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft und nicht nur ein Anliegen der Linken sei.
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