Sudan-Konferenz: Grüne wollen mehr Druck auf Konfliktparteien

Sudan-Konferenz: Grüne wollen mehr Druck auf Konfliktparteien

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Sudan: Politische Handlung und humanitäre Krise

Berlin () – Im Rahmen der Sudan-Konferenz in Berlin fordert die Berichterstatterin der Grünen-Bundestagsfraktion für den Sudan, Luise Amtsberg, konsequentes Handeln von der Bundesregierung.

„Um einen Waffenstillstand und ein Ende des Krieges zu erreichen, muss gezielt auf die Unterstützerstaaten der Konfliktparteien Druck ausgeübt werden“, sagte sie der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe).

Es brauche eine politische Lösung. „Die Unterstützung des Krieges mittels Geld, Handel und Waffenlieferungen durch Drittstaaten, wie den Vereinigten Arabischen Emiraten, Ägypten oder Saudi-Arabien muss unverzüglich beendet werden“, fuhr Amtsberg fort. „Sollten die Unterstützerstaaten der Kriegsparteien nicht einlenken, muss die Bundesregierung unverzüglich Konsequenzen innerhalb ihrer eigenen bilateralen Beziehungen, etwa bei Rüstungsfragen, ziehen.“

Nach Angaben der UN-Flüchtlingsagentur UNHCR mussten seit Beginn des Konflikts zwischen den sudanesischen Streitkräften (SAF) und den paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) im April 2023 rund 14 Millionen Menschen, also ein Viertel der Bevölkerung, fliehen. 9 Millionen sind demnach weiterhin innerhalb des Sudans auf der Flucht, 4,4 Millionen haben das Land verlassen und sich vor allem im Tschad, im Südsudan und in Ägypten niedergelassen. Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) sind derzeit 21 Millionen Sudanesen von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen sind. 6,3 Millionen von ihnen befinden sich in einer besonders prekären Notlage. In den drei Jahren des Krieges hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mehr als 200 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen dokumentiert, die 2.052 Todesopfer forderten.

Ein UN-Bericht war im Februar zu dem Schluss gekommen, dass es Anzeichen für einen Völkermord in Al-Faschir gibt. Dort sind nach Angaben der Koordinatorin für humanitäre Hilfe der Vereinten Nationen im Sudan, Denise Brown, innerhalb von drei Tagen mindestens 6.000 Menschen ermordet worden.

Die humanitären Mittel für den Sudan lagen zuletz weit unter dem Bedarf. Im Jahr 2025 war der Hilfsplan der Vereinten Nationen nur zu 35 Prozent finanziert. Für das Jahr 2026 wird mit einem Bedarf von 2,8 Milliarden Dollar gerechnet.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Luise Amtsberg (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Luise Amtsberg, Denise Brown

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Grüne-Bundestagsfraktion, Bundesregierung, Vereinigte Arabische Emirate, Ägypten, Saudi-Arabien, UN-Flüchtlingsagentur (UNHCR), sudanesische Streitkräfte (SAF), Rapid Support Forces (RSF), Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), Weltgesundheitsorganisation (WHO), Vereinte Nationen.

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Ereignisse finden in folgenden Orten statt oder sind damit verbunden: Berlin, Sudan, Al-Faschir, Tschad, Südsudan, Ägypten.

Worum geht es in einem Satz?

Luise Amtsberg fordert auf der Sudan-Konferenz in Berlin ein konsequentes Handeln der Bundesregierung, um Druck auf die Unterstützerstaaten der Konfliktparteien auszuüben und den Krieg in Sudan zu beenden, während über 14 Millionen Menschen durch den Konflikt weggerissen wurden und die humanitären Hilfsmittel stark unterfinanziert sind.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Ausbruch des Konflikts zwischen sudanesischen Streitkräften (SAF) und paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) im April 2023
  • Unterstützung der Kriegsparteien durch Drittstaaten (Vereinigte Arabische Emirate, Ägypten, Saudi-Arabien)
  • Akute humanitäre Krise mit massiven Flüchtlingsströmen
  • Anzeichen für Völkermord in Al-Faschir
  • Unterfinanzierung humanitärer Mittel für den Sudan
  • Hohe Zahl an Vertriebenen und akuter Ernährungsunsicherheit

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Luise Amtsberg fordert von der Bundesregierung konsequentes Handeln
  • Druck auf Unterstützerstaaten der Konfliktparteien gefordert
  • Unterstützung des Krieges durch Drittstaaten muss beendet werden
  • Konsequenzen bei bilateralen Beziehungen, insbesondere Rüstungsfragen, angekündigt
  • 14 Millionen Menschen flohen seit Beginn des Konflikts
  • 21 Millionen Sudanesen von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen
  • WHO dokumentiert über 200 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen
  • UN-Bericht weist auf Anzeichen für Völkermord hin
  • Humanitäre Mittel für den Sudan weit unter Bedarf

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Druck auf Unterstützerstaaten der Konfliktparteien erhöhen
  • Beendigung der Unterstützung des Krieges durch Drittstaaten
  • Unverzügliche Konsequenzen in bilateralen Beziehungen der Bundesregierung
  • Flucht von rund 14 Millionen Menschen aus dem Sudan
  • 9 Millionen Menschen innerhalb Sudans auf der Flucht
  • 4,4 Millionen Menschen haben das Land verlassen
  • 21 Millionen Sudanesen von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen
  • 6,3 Millionen in besonders prekären Notlagen
  • Über 200 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen dokumentiert
  • 2.052 Todesopfer durch Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen
  • Anzeichen für einen Völkermord in Al-Faschir
  • Mangelnde humanitäre Mittel für den Sudan
  • Hilfsplan der UN nur zu 35 Prozent finanziert
  • Erwarteter Bedarf von 2,8 Milliarden Dollar für 2026

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Luise Amtsberg, der Berichterstatterin der Grünen-Bundestagsfraktion für den Sudan, zitiert. Sie fordert konsequentes Handeln von der Bundesregierung, um Druck auf die Unterstützerstaaten der Konfliktparteien auszuüben.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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