Gesundheitspolitik in Berlin: DRK warnt vor Einsparungen
Berlin () – Bevor eine Expertenkommission zur Gesetzlichen Krankenversicherung am Montag ihren Bericht und Reformvorschläge vorstellt, warnt das Deutsche Rote Kreuz (DRK) vor Einsparungen, die höhere Kosten nach sich zögen.
„Natürlich werden wir uns auch an der Diskussion über Veränderungen im Gesundheitswesen deutlich einbringen“, sagte DRK-Präsident Hermann Gröhe dem „Tagesspiegel“. „Wir warnen vor Maßnahmen, die kurzfristig zu Einsparungen, längerfristig aber zu Mehrausgaben führen“, so Gröhe. „Wir brauchen etwa mehr und nicht weniger Prävention, um Erkrankungen möglichst zu vermeiden.“
Wer die Pflege zu Hause schwäche, müsse mit mehr Menschen rechnen, die auf eine frühere, dauerhafte Pflege in einer Pflegeeinrichtung angewiesen sind. „Unser Sozialstaat steht vor wachsenden Herausforderungen“, sagte Gröhe, „etwa durch die steigende Zahl älterer und auch pflegebedürftiger Menschen, durch die weiter um sich greifende Einsamkeit vieler Menschen, durch die bleibende Aufgabe der Integration Zugewanderter.“
Zugleich seien gerade in einer Zeit anhaltender Wirtschaftsschwäche die finanziellen Mittel begrenzt. „Deshalb muss unser Sozialstaat zielgenauer und dadurch auch wirtschaftlicher werden, auch durch Bürokratieabbau und Digitalisierung“. Gröhe begrüßte, dass die Sozialstaatskommission bereits Forderungen der Wohlfahrtsverbände aufgegriffen habe.
„Im Gespräch mit dem Bundeskanzler haben wir als Wohlfahrtsverbände deutlich gemacht, dass wir an den Beratungen über eine umfassende Reform des Sozialstaates angemessen beteiligt werden müssen“, sagte Gröhe. „Denn wir gestalten den Sozialstaat vor Ort ganz wesentlich.“ Bei ganz grundlegenden Veränderungen reiche die übliche Anhörung im Kabinettsverfahren oder im Bundestag nicht aus, sagte der DRK-Präsident.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Hermann Gröhe
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Tagesspiegel, Sozialstaatskommission, Wohlfahrtsverbände, Bundeskanzler, Bundestag
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Das Deutsche Rote Kreuz warnt vor Einsparungen in der Gesetzlichen Krankenversicherung, die kurzfristig Kostensenkungen bringen, aber langfristig zu höheren Ausgaben führen könnten, und fordert mehr Prävention sowie eine umfassende Beteiligung an Sozialreformdiskussionen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Warnung des Deutschen Roten Kreuzes vor Einsparungen im Gesundheitswesen
- Anstehende Präsentation von Reformvorschlägen zur Gesetzlichen Krankenversicherung
- Aufforderung nach mehr Prävention zur Vermeidung von Erkrankungen
- Herausforderungen durch steigende Zahl älterer, pflegebedürftiger Menschen
- Problematik der Einsamkeit und Integration Zugewanderter
- Begrenzte finanzielle Mittel in Zeiten wirtschaftlicher Schwäche
- Bedarf an zielgenauer und wirtschaftlicher Gestaltung des Sozialstaates
- Forderung nach ausreichender Beteiligung der Wohlfahrtsverbände an Reformberatungen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Die Politik, Öffentlichkeit oder Medien haben nicht reagiert.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Höhere Kosten durch Einsparungen
- Mehr Bedarf an früherer, dauerhafter Pflege in Einrichtungen
- Wachsende Herausforderungen für den Sozialstaat
- Zunehmende Zahl älterer und pflegebedürftiger Menschen
- Steigende Einsamkeit vieler Menschen
- Notwendigkeit der Integration Zugewanderter
- Begrenzte finanzielle Mittel in Zeiten wirtschaftlicher Schwäche
- Sozialstaat muss wirtschaftlicher und zielgenauer werden
- Bürokratieabbau und Digitalisierung notwendig
- Angemessene Beteiligung der Wohlfahrtsverbände an Reformen erforderlich
- Übliche Anhörungen im Kabinettsverfahren oder Bundestag nicht ausreichend
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme einer Person zitiert. DRK-Präsident Hermann Gröhe warnt vor Einsparungen, die langfristig zu höheren Kosten führen könnten.
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