Rotes Kreuz kritisiert Defizite beim Bevölkerungsschutz

Rotes Kreuz kritisiert Defizite beim Bevölkerungsschutz

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Bevölkerungsschutz in Deutschland: DRK Kritik

Berlin () – Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) sieht erhebliche Defizite im deutschen Bevölkerungsschutz. Trotz wachsender Sicherheitsrisiken und jüngster Krisen wie Hochwasser oder Stromausfällen sei der Bevölkerungsschutz „völlig unterfinanziert“, sagte DRK-Präsident Hermann Gröhe dem „Tagesspiegel“ (Donnerstagausgabe).

Es passe nicht zusammen, „mit markigen Worten eine zeitnahe Herstellung der `Kriegstüchtigkeit` anzumahnen, wenn nicht mit gleicher Entschlossenheit der Schutz der Bevölkerung vorangetrieben wird“, sagte Gröhe. Der DRK-Präsident sieht „einen gewaltigen Nachholbedarf“. Ohne Bevölkerungsschutz gebe es keine Verteidigungsfähigkeit.

Gröhe forderte mindestens eine Milliarde Euro zusätzlich für den Bevölkerungsschutz und warnte, dass ohne bessere Vorsorge keine echte Verteidigungsfähigkeit bestehe. Besonders Krankenhäuser müssten krisenfester werden. Zudem brauche es mehr Wissen über die Einsatzbereitschaft von Ehrenamtlichen sowie bundesweit klare Regelungen und Unterstützung.

„Jetzt verlangt die völlig veränderte Sicherheitslage einen nachhaltigen echten Kraftakt auf allen politischen Ebenen“, sagte Gröhe. „Für Zuständigkeitsstreitereien zwischen Bund und Ländern haben wir keine Zeit“, dabei gehe es auch um Katastrophenvorsorge. „Tritt der Krisenfall erst ein, ist es für Vorsorge zu spät.“

Der DRK-Präsident forderte, erheblich mehr Mittel für Erste-Hilfe-Kurse mit Selbstschutzinhalten im Bundeshaushalt zur Verfügung zu stellen. „Wenn in jedem zehnten Haushalt jemand lebt, der im Ernstfall weiß, was zu tun ist, stärkt das die Widerstandskraft der Gesellschaft insgesamt deutlich“, sagte Gröhe. „Denn niemand kann so schnell helfen wie ein Nachbar.“

Zusätzliche Mittel für den Bevölkerungsschutz seien bisher vor allem Bundesbehörden oder dem Technischen Hilfswerk zugutegekommen, das dem Innenministerium unterstellt ist. „Die anerkannten Hilfsorganisationen wie das DRK wurden aber bislang nicht ausreichend berücksichtigt“, kritisierte Gröhe. Dabei müssten dessen Ehrenamtliche im Ernstfall einen Großteil der Arbeit leisten. „Da kann es nicht sein, dass sie an Gerät üben, das aus der Zeit der Eltern oder gar der Großeltern stammt.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: DRK-Logistikzentrum (Archiv)

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Rotes Kreuz kritisiert Defizite beim Bevölkerungsschutz

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Hermann Gröhe

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Deutsches Rotes Kreuz, DRK, Tagesspiegel, Bundesbehörden, Technisches Hilfswerk, Innenministerium

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Der DRK-Präsident Hermann Gröhe kritisiert die unzureichende Finanzierung des deutschen Bevölkerungsschutzes und fordert zusätzlich mindestens eine Milliarde Euro, um die Krisenbewältigung und die Widerstandsfähigkeit der Gesellschaft zu stärken.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Wachsendes Sicherheitsrisiko
  • Jüngste Krisen (Hochwasser, Stromausfälle)
  • Unterfinanzierung des Bevölkerungsschutzes
  • Mangelnde Entschlossenheit im Bevölkerungsschutz
  • Forderung nach Verbesserung der Kräftigung der Krankenhäuser
  • Unklare Regelungen und Unterstützung für Ehrenamtliche
  • Zeitdruck aufgrund veränderter Sicherheitslage
  • Notwendigkeit von Investitionen in Erste-Hilfe-Kurse

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Politik, Öffentlichkeit und Medien wurden nicht beschrieben.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Erhebliche Defizite im Bevölkerungsschutz
  • Bevölkerungsschutz unterfinanziert
  • Nachholbedarf im Bevölkerungsschutz
  • Fehlende Verteidigungsfähigkeit ohne Bevölkerungsschutz
  • Forderung nach zusätzlichen Mitteln für den Bevölkerungsschutz
  • Krankenhäuser müssen krisenfester werden
  • Notwendigkeit von mehr Wissen über Einsatzbereitschaft von Ehrenamtlichen
  • Bedarf an klaren Regelungen und Unterstützung
  • Dringlichkeit eines nachhaltigen Kraftakts auf politischer Ebene
  • Keine Zeit für Zuständigkeitsstreitereien
  • Erhöhter Bedarf an Mitteln für Erste-Hilfe-Kurse
  • Stärkung der gesellschaftlichen Widerstandskraft durch Know-how in Haushalten
  • Unzureichende Berücksichtigung der anerkannten Hilfsorganisationen
  • Ehrenamtliche müssen im Ernstfall einen Großteil der Arbeit leisten
  • Veraltetes Übungsgerät für Ehrenamtliche

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Hermann Gröhe, dem Präsidenten des Deutschen Roten Kreuzes, zitiert. Er äußert, dass der Bevölkerungsschutz "völlig unterfinanziert" sei und fordert zusätzlich eine Milliarde Euro für den Bevölkerungsschutz.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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