Ministerium will Finanzierung von unabhängiger Asylberatung stoppen

Gesellschaftliche Auswirkungen der Asylberatung in Berlin

() – Das Bundesinnenministerium will die Finanzierung der behördenunabhängigen Asylverfahrensberatung ab 2027 streichen. Das Ministerium habe diesen Schritt den zuständigen Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege in einem offiziellen Termin mitgeteilt, berichtet das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Samstagausgaben).

Die betroffene Arbeiterwohlfahrt (AWO) übte scharfe Kritik. Der Schritt sei „ein schwerer politischer “, sagte der Präsident des AWO-Bundesverbandes, Michael Groß, den Zeitungen. „Nach all den Angriffen auf das Recht auf Asyl wird nun auch noch aktiv die Zivilgesellschaft aus der Unterstützung Geflüchteter zurückgedrängt.“

Haushaltsauschuss-Mitglied Leon Eckert () bestätigte die Information über den Finanzierungsstopp der Asylberatungen. „Das beruft sich in seiner Entscheidung auf angebliche Sparzwänge im Einzelplan sowie ein Evaluierungsergebnis, das es gleichzeitig unter Verschluss hält“, sagte Eckert.

Innenminister (CSU) setze mit dem Schritt „seinen migrationspolitischen und humanitären Blindflug fort“. Es würde ein Verfahren beendet, das die Rechte und Bedarfe von Schutzsuchenden stärke und das Bamf entlaste, so Eckert.

Pro Asyl zeigt sich schockiert. „Unabhängige Asylverfahrensberatung ist kein Luxus, sondern eine zentrale rechtsstaatliche Absicherung im Asylverfahren“, sagte Geschäftsführer Karl Kopp dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. In einem hochkomplexen Verfahren bräuchten Schutzsuchende Orientierung, die unabhängig von der Behörde ist, die über ihr Schicksal entscheidet.

Das Innenministerium wollte das forcierte Finanzierungs-Aus nicht bestätigen. „Entscheidungen über Mittelvergaben finden im Rahmen der Haushaltsverhandlungen statt“, erklärte ein Sprecher auf Anfrage. Die Haushaltsberatungen für das Jahr 2027 stünden erst noch bevor.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Flüchtlingsfamilie in einer „Zeltstadt“ (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Michael Groß, Leon Eckert, Alexander Dobrindt, Karl Kopp

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Bundesinnenministerium, Arbeiterwohlfahrt (AWO), Redaktionsnetzwerk Deutschland, Leon Eckert, Grüne, Alexander Dobrindt, CSU, Pro Asyl, Karl Kopp

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin.

Worum geht es in einem Satz?

Das Bundesinnenministerium plant, ab 2027 die Finanzierung für unabhängige Asylverfahrensberatung zu streichen, was als schwerer politischer Fehler kritisiert wird, da dies die Unterstützung für Geflüchtete und deren Rechte gefährdet.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Ankündigung des Finanzierungsstopps durch das Bundesinnenministerium für behördenunabhängige Asylverfahrensberatung
  • Mitteilung an Verbände der Freien Wohlfahrtspflege
  • Argumentation des Ministeriums über angebliche Sparzwänge im Haushaltsplan
  • Verweis auf ein unter Verschluss gehaltenes Evaluierungsergebnis
  • Scharfe Kritik aus dem politischen Umfeld, insbesondere von der AWO und den Grünen
  • Einschätzung, dass der Schritt die Rechte von Schutzsuchenden einschränkt

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Bundesinnenministerium plant Finanzierungsstopp für Asylverfahrensberatung ab 2027
  • AWO kritisiert Schritt als "schweren politischen Fehler"
  • AWO-Präsident fordert mehr Unterstützung für Geflüchtete
  • Leon Eckert (Grüne) bestätigt Finanzierungsstopp und kritisiert geheim gehaltene Evaluierungsergebnisse
  • Eckert beurteilt Schritt als migrationspolitischen und humanitären "Blindflug"
  • Pro Asyl zeigt sich schockiert und betont Bedeutung der unabhängigen Asylverfahrensberatung
  • Innenministerium äußert sich zurückhaltend und verweist auf bevorstehende Haushaltsverhandlungen

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Streichung der Finanzierung der Asylverfahrensberatung
  • Rückdrängung der Zivilgesellschaft in der Unterstützung von Geflüchteten
  • Beendigung eines Verfahrens, das die Rechte von Schutzsuchenden stärkt
  • Belastung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf)
  • Fehlen von unabhängiger Beratung für Schutzsuchende
  • Mangelnde Orientierung für Schutzsuchende im Asylverfahren
  • Politische Kritik seitens der Arbeiterwohlfahrt und anderer Verbände

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Michael Groß, dem Präsidenten des AWO-Bundesverbandes, zitiert, der den Schritt als "ein schwerer politischer Fehler" bezeichnet.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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