Außenhandelsverband fürchtet enorme Auswirkungen durch US-Zölle

Außenhandelsverband fürchtet enorme Auswirkungen durch US-Zölle

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Außenhandelsverband fürchtet enorme Auswirkungen durch US-Zölle

Berlin () – Der Bundesverband Groß- und Außenhandel (BGA) befürchtet durch hohe US-Strafzölle „enorme Auswirkungen“ für die deutschen Exporte.

„Höhere Zölle müssten als Preiserhöhungen an die Kunden weitergegeben werden“, sagte der BGA-Präsident Dirk Jandura den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). Waren würden teurer und damit an Wettbewerbsfähigkeit verlieren. Besonders betroffen wären pharmazeutische Erzeugnisse, Fahrzeuge und Fahrzeugteile, Maschinen, Medizintechnik und medizinische Geräte, Elektrizitäts- und Messtechnik.

Doch nicht nur Europa, auch Amerika werde „an seinen hohen Zöllen genauso leiden wie wir“, ist Jandura überzeugt. „Das wirkt sich auch immer inflationstreibend aus.“ Wie konkret sei aktuell noch nicht absehbar. „Präsident Trump hat erstmal nur eine Ankündigung gemacht. Das heißt nicht, dass es am Ende genauso umgesetzt wird.“

Gleichzeitig müssten hohe Zolle aber auch nicht zum Verlust des Marktes führen, da manche Exporteure wie im Bereich Spezialchemikalien oder Medizinprodukte, aber auch Spezialmaschinenbau, eine starke Marktstellung hätten, so Jandura: „Hier wird es am Ende auf die weiteren Preisverhandlungen ankommen.“ Einige Unternehmen weiteten bereits ihre vorhandenen Produktionen in den USA aus, um Strafzölle zu umgehen. „Eine plötzliche Welle von unternehmerischen Neuansiedlungen in den USA sehen wir allerdings nicht.“ Dafür sei die derzeitige US auch „viel zu erratisch“.

DIHK-Außenhandelschef Volker Treier bezeichnete die neue Zollankündigung von US-Präsident Donald Trump unterdessen als „provokante Kehrtwende“. Ein Zollsatz von 50 Prozent treffe deutsche Unternehmen mit voller Wucht und schwäche die Welthandelsordnung weiter, sagte Treier der „Rheinischen Post“ (Samstagsausgabe).

„Die Dialogbereitschaft der EU muss trotz dieser Ankündigung des US-Präsidenten aufrechterhalten werden. Aus Sicht der ist es entscheidend, dass die EU nicht vorschnell einen schlechten Deal eingeht, der langfristig negative Konsequenzen für den Wirtschaftsstandort hat“, sagte der DIHK-Experte.

„Insbesondere nach den positiven Signalen des G7-Finanzministretreffens in Kanada muss die dialogbereite und zugleich selbstbewusste Verhandlungsstrategie der EU in den heutigen Gesprächen zwischen der EU-Kommission und den USA weitergeführt werden.“ Die EU habe der US-Regierung mehrfach fundierte Vorschläge unterbreitet und gezeigt, dass sie bereit ist, den Dialog zum Wohle beider Seiten fortzusetzen. „Denn letztlich schadet diese Handelspolitik den Standorten und Konsumenten in den USA noch stärker als in Europa“, so Treier.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) äußerte ebenfalls scharfe Kritik. „Es gilt weiterhin: Zollkonflikte kennen keine Sieger“, sagte Reiche der „Rheinischen Post“. Man müsse alles dafür tun, dass die Europäische Kommission mit den USA zu einer Verhandlungslösung komme. „Solche hohen Zölle schaden den USA und der EU gleichermaßen. Wir brauchen mehr Handel, nicht weniger. Wir sind in intensivem Kontakt mit der Europäischen Kommission dazu“, so Reiche.

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Text-/Bildquelle:
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis:
Industrieanlagen und Hafen in New York/Brooklyn (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Dirk Jandura, Volker Treier, Donald Trump, Katherina Reiche

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Bundesverband Groß- und Außenhandel (BGA), Dirk Jandura, Funke-Mediengruppe, Donald Trump, DIHK, Volker Treier, Rheinische Post, EU, G7, Katherina Reiche, CDU, Europäische Kommission.

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin, USA, New York, Brooklyn, Kanada

Worum geht es in einem Satz?

Der Bundesverband Groß- und Außenhandel warnt vor massiven Auswirkungen der hohen US-Strafzölle auf deutsche Exporte, betont die Notwendigkeit eines Dialogs zwischen der EU und den USA und kritisiert die Zollankündigungen als bedrohlich für die Wettbewerbsfähigkeit und die Welthandelsordnung.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

Der Auslöser für die beschriebenen Ereignisse sind die von US-Präsident Donald Trump angekündigten hohen Strafzölle auf deutsche Exporte. Diese Zölle könnten die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Produkte beeinträchtigen und sowohl die Europäische als auch die US-amerikanische Wirtschaft negativ beeinflussen. Die Sorge betrifft insbesondere Branchen wie Pharmazeutika, Fahrzeuge und Maschinenbau.

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Der Bundesverband Groß- und Außenhandel (BGA) und andere Wirtschaftsvertreter äußern Besorgnis über die Auswirkungen der hohen US-Strafzölle auf deutsche Exporte, wobei sie sowohl wirtschaftliche Nachteile für Deutschland als auch für die USA befürchten. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche betont die Notwendigkeit, diplomatische Lösungen zu finden, um die negativen Folgen der Zollpolitik für beide Seiten zu vermeiden.

Welche Konsequenzen werden genannt?

Die im Artikel erwähnten Folgen oder Konsequenzen sind: enorme Auswirkungen auf die deutschen Exporte, Preiserhöhungen für Kunden, Verlust an Wettbewerbsfähigkeit für deutsche Waren, Preisanstieg besonders bei pharmazeutischen Erzeugnissen, Fahrzeugen und Fahrzeugteilen, Maschinen, Medizintechnik und medizinischen Geräten, inflationstreibende Effekte in Amerika, mögliche Marktverluste für einige Unternehmen, Auswirkungen auf Preisverhandlungen, keine plötzliche Welle von unternehmerischen Neuansiedlungen in den USA, Schwächung der Welthandelsordnung, langfristig negative Konsequenzen für den Wirtschaftsstandort Deutschland, Schäden für Unternehmensstandorte und Konsumenten in den USA und Europa.

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel werden mehrere Stellungnahmen zitiert. Der BGA-Präsident Dirk Jandura äußert sich besorgt über die möglichen "enormen Auswirkungen" durch hohe US-Strafzölle, da deutsche Waren dadurch teurer und weniger wettbewerbsfähig würden. DIHK-Außenhandelschef Volker Treier beschreibt die Zollankündigung als eine "provokante Kehrtwende", die die Welthandelsordnung schwäche und fordert eine fortdauernde Dialogbereitschaft der EU.

Berlin und die Auswirkungen hoher US-Strafzölle

Die Stadt Berlin, als zentrale Metropole Deutschlands, steht vor Herausforderungen durch die angedrohten hohen US-Strafzölle. Diese Zölle könnten nicht nur die deutschen Exporte beeinträchtigen, sondern auch den wirtschaftlichen Austausch zwischen Europa und Amerika belasten. Besonders betroffen wären Schlüsselindustrien wie die Pharma- und Automobilindustrie, was negative Auswirkungen auf Arbeitsplätze und Innovationen haben könnte. Zudem wird erwartet, dass die für importierte Waren steigen, was die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen stark einschränkt. Dennoch bleibt die Hoffnung, dass durch Dialog und Verhandlungen eine Lösung gefunden werden kann, um die negativen Effekte zu mindern.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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