Litauen mahnt europäischen "Plan B" für Sicherheit an

Litauen mahnt europäischen "Plan B" für Sicherheit an

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Sicherheitspolitik in Litauen und EU

Vilnius () – Laut Litauens Ministerpräsidentin Inga Ruginiene betreibt ihr Land trotz aller Bündnistreue der Nato bereits Vorsorge für den Ernstfall. „Man weiß nie, was passieren kann“, sagte Ruginiene der „Welt am Sonntag“. Deshalb müsse die „absolute Top-Priorität“ darin liegen, „die EU zu stärken“.

Angesichts möglicher Veränderungen der US-Sicherheitsgarantien setzt Litauen auf Abschreckung und Eigenvorsorge. „Ich hoffe, dass wir die US-Streitkräfte in Litauen behalten werden. Wir glauben an ein starkes Nato-Bündnis“, sagte Ruginienė.

Zugleich machte sie deutlich, dass ihr Land auch alternative Szenarien mitdenkt: „Wir müssen also sehr hart daran arbeiten, dass die Nato stark bleibt. Aber wir müssen gleichzeitig hart daran arbeiten, die EU zu stärken.“ Europa müsse in der Lage sein, „Verantwortung“ zu übernehmen, falls Washington seine Rolle verändere.

Konkret bereitet sich Litauen auch auf den Fall vor, dass Bündnishilfe nicht sofort greift. „Auch wenn wir ein starkes Bündnis haben und Artikel 5 gilt, wissen wir, dass wir für eine kurze Zeit zunächst allein wären“, sagte Ruginiene mit Blick auf mögliche Angriffsszenarien. In dieser Phase müsse Litauen die Lage stabilisieren, „bis unsere Partner eintreffen“. Deshalb sei die Präsenz europäischer Truppen zentral: „Wenn jemand unser Land angreift, dann attackiert er nicht Litauen, sondern die EU.“

Ruginiene verwies auf eine Reihe hybrider Bedrohungen aus Weißrussland und Russland, darunter gezielte Luftraumverletzungen. „Wir registrieren unterschiedliche Angriffe. Aktuell zum Beispiel Ballons, die von Belarus aus gezielt in unseren Luftraum eindringen“, sagte sie. Dabei handle es sich um „eine Mischung aus Schmuggel, weil damit etwa Zigaretten zu uns geschickt werden, und hybridem Angriff“. Hybride Angriffe und Provokationen seien aus ihrer Sicht die größte Gefahr. „Grundsätzlich behandeln wir alle Bedrohungen aus Belarus oder Russland als Fragen der nationalen Verteidigung“, erklärte die Regierungschefin.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Inga Ruginiene (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Inga Ruginiene

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind: NATO, EU, US-Streitkräfte, Litauen, Belarus, Russland.

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Vilnius, Litauen; Belarus; Russland.

Worum geht es in einem Satz?

Litauens Ministerpräsidentin Inga Ruginiene betont, dass das Land trotz der NATO-Bündnistreue auf mögliche zukünftige Bedrohungen vorbereitet ist und die EU stärken sowie auch eigene Verteidigungsmaßnahmen ergreifen muss, um nationale Sicherheit und Stabilität zu gewährleisten.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Unsicherheit über die US-Sicherheitsgarantien
  • Notwendigkeit der europäischen Verteidigungsstärke
  • Hybride Bedrohungen aus Weißrussland und Russland
  • Zielgerichtete Luftraumverletzungen
  • Ängste vor möglichen Angriffsszenarien
  • Abhängigkeit von schnellem Bündnisschutz
  • Erwägung alternativer Verteidigungsstrategien
  • Stärkung der NATO und EU als Priorität
  • Geopolitische Spannungen in der Region

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Litauen prepares for emergencies despite NATO commitments
  • Emphasis on strengthening the EU as a top priority
  • Concerns about changes in US security guarantees
  • Desire to keep US troops in Lithuania
  • Need for the EU to take responsibility if US role changes
  • Preparation for scenarios where NATO assistance is delayed
  • Importance of European troop presence in case of attack
  • Recognition of hybrid threats from Belarus and Russia
  • Ongoing incidents of airspace violations and hybrid provocations
  • Treating all threats from Belarus and Russia as national defense issues

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Vorsorge für den Ernstfall
  • Stärkung der EU als Top-Priorität
  • Fokus auf Abschreckung und Eigenvorsorge
  • Beibehaltung der US-Streitkräfte in Litauen
  • Stärkung des Nato-Bündnisses
  • Berücksichtigung alternativer Szenarien
  • Verantwortung Europas bei veränderten US-Sicherheitsgarantien
  • Vorbereitung auf mögliche mangelnde Bündnishilfe
  • Stabilisierung der Lage bis zum Eintreffen der Partner
  • Zentrale Präsenz europäischer Truppen
  • Umgang mit hybriden Bedrohungen aus Weißrussland und Russland
  • Behandlung aller Bedrohungen als Fragen der nationalen Verteidigung

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Litauens Ministerpräsidentin Inga Ruginiene zitiert, die betont, dass ihr Land trotz der Bündnistreue zur NATO Vorsorge für den Ernstfall trifft und die EU gestärkt werden muss.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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