Gesellschaftliche Debatte über Wehrdienst in Deutschland
Berlin () – Die Frauen-Union fordert, den neuen Wehrdienst-Fragebogen inhaltlich zu erweitern und auch Frauen zum Ausfüllen zu verpflichten.
In einem Antrag für den CDU-Bundesparteitag, über den die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ berichten, verlangen die Unions-Frauen, das gerade beschlossene Modell der Freiwilligkeit beim Wehrdienst „umgehend weiterzuentwickeln“ und Frauen mehr einzubinden. Perspektivisch wollen sie, dass auch Frauen einen Pflichtdienst beim Militär oder im sozialen Bereich leisten.
„Sowohl Frauen als auch Männer sollten den Fragebogen verpflichtend ausfüllen“, heißt es in dem Antrag mit Blick auf den neuen Brief der Bundeswehr. Außerdem solle der Fragebogen erweitert werden: Wenn jemand antworte, dass er keinen Wehrdienst leisten wolle, dann solle abgefragt werden, ob sich die Person stattdessen eine Tätigkeit im sozialen Bereich oder im Zivil- und Katastrophenschutz vorstellen könne. Diese Daten sollten dann an Wohlfahrtsverbände und Zivil- und Katastrophenschutzorganisationen wie das Technische Hilfswerk (THW) oder das Deutsche Rote Kreuz gehen, damit diese Interessierte gezielt ansprechen könnten.
Die CDU-Frauen sprechen sich außerdem für ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr in Deutschland aus – und für eine Grundgesetzänderung, um das zu ermöglichen. Die Idee ist, dass alle jungen Leute eines Jahrgangs einen Pflichtdienst absolvieren müssten: entweder bei der Bundeswehr oder im sozialen Bereich. Laut Grundgesetz ist es bislang nur möglich, Männer für eine Wehrpflicht einzuziehen oder zum Zivildienst zu verpflichten.
In Deutschland wurde zum 1. Januar 2026 ein neuer und zunächst freiwilliger Wehrdienst eingeführt. Vorerst werden alle Männer und Frauen ab dem Jahrgang 2008 angeschrieben und aufgefordert, einen Fragebogen zu ihrer Eignung und Befähigung für einen Dienst in den Streitkräften auszufüllen. Männer müssen antworten, Frauen nicht. Gelingt es nicht, auf dem nun beschlossenen Weg genug Freiwillige für die Bundeswehr zu gewinnen, behält sich die schwarz-rote Koalition die Einführung einer „Bedarfswehrpflicht“ vor.
Mit Blick darauf fordern die CDU-Frauen, die Anreize für den neuen Wehrdienst sollten dann auch für den Ersatzdienst gelten. Beim neuen Wehrdienst liegt der Sold bei 2.600 Euro brutto im Monat, hinzu kommen mögliche Zuschüsse für den Erwerb des Führerscheins.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Bundeswehr-Soldaten (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Im Artikel kommen keine vollständigen Namen von Personen vor. Es wird allgemein von "Frauen-Union", "CDU-Frauen" und anderen Gruppen gesprochen, jedoch werden keine spezifischen individuellen Namen genannt.
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Frauen-Union, CDU, Bundeswehr, Technisches Hilfswerk (THW), Deutsches Rotes Kreuz, schwarz-rote Koalition
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Datum oder der Zeitraum, in dem das beschriebene Ereignis stattfand, ist nicht erwähnt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Der Ort, an dem das beschriebene Ereignis stattfindet, ist Deutschland, insbesondere Berlin.
Worum geht es in einem Satz?
Die Frauen-Union der CDU fordert, den Wehrdienst-Fragebogen für alle Geschlechter verpflichtend zu machen, Frauen in den Dienst einzubeziehen und ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr einzuführen, um die Wehrpflicht in Deutschland zu reformieren.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Forderung der Frauen-Union zur Erweiterung des Wehrdienst-Fragebogens
- Verpflichtung für Frauen, den Fragebogen auszufüllen
- Ziel: Einbindung von Frauen in den Wehrdienst
- Entscheidung über neuen Wehrdienst ab 1. Januar 2026
- Einführung eines freiwilligen Wehrdienstes
- Aktuelle Regelung bezieht nur Männer in die Pflicht ein
- Diskussion über gesellschaftlichen Pflichtdienst für alle jungen Menschen
- Möglichkeit der Einführung einer "Bedarfswehrpflicht" bei niedrigem Interesse
- Anreize für Wehrdienst sollen auch für Ersatzdienst gelten
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Frauen-Union fordert Erweiterung des Wehrdienst-Fragebogens
- Frauen sollen ebenfalls zum Ausfüllen des Fragebogens verpflichtet werden
- Freiwilligkeitsmodell beim Wehrdienst soll umgehend weiterentwickelt werden
- Lobby für Pflichtdienst für Frauen im Militär oder sozialen Bereich
- Pflichtdienstjahr für alle jungen Leute gefordert
- Grundgesetzänderung zur Umsetzung eines verpflichtenden Gesellschaftsjahrs angestrebt
- Fragebogen soll auch reflektieren, ob Interesse an sozialer oder ziviler Tätigkeit besteht
- Daten sollen an Wohlfahrtsverbände weitergegeben werden
- Anreize für Wehrdienst sollen auch für Ersatzdienst gelten
- Neuer freiwilliger Wehrdienst startet am 1. Januar 2026
- Männer müssen Fragebogen ausfüllen, Frauen nicht
- Einführung einer "Bedarfswehrpflicht" wird in Aussicht gestellt, falls keine Freiwilligen vorhanden sind
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Erweiterung des Wehrdienst-Fragebogens
- Verpflichtung von Frauen zur Ausfüllung des Fragebogens
- Perspektivische Einführung eines Pflichtdienstes für Frauen
- Verpflichtung zur Angabe von Alternativen wie sozialer Dienst
- Datenweitergabe an Wohlfahrtsverbände und Katastrophenschutzorganisationen
- Forderung nach einem verpflichtenden Gesellschaftsjahr
- Notwendigkeit einer Grundgesetzänderung für die Umsetzung
- Einführung einer Bedarfswehrpflicht bei unzureichenden Freiwilligen
- Anreize für Ersatzdienst ähnlichen wie für Wehrdienst
- Höhe des Soldes (2.600 Euro brutto) und mögliche Zuschüsse für den Führerschein
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme aus dem Antrag der Frauen-Union zitiert, die fordert, dass sowohl Frauen als auch Männer den Wehrdienst-Fragebogen verpflichtend ausfüllen sollten.
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