Union dämpft Erwartungen an Long-Covid-Forschungsförderung

Gesellschaftliche Herausforderungen durch postinfektiöse Erkrankungen in Deutschland

Berlin () – Der forschungspolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Florian Müller (CDU), hat vor zu hohen Erwartungen an die 500 Millionen Euro umfassende Forschungsförderung für postinfektiöse Erkrankungen wie Long Covid gewarnt.

„Grundlagenforschung braucht Zeit und Ausdauer“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Freitagausgaben). „Wir können nicht fest davon ausgehen, dass schon in ein oder zwei Jahren konkrete Ergebnisse vorliegen, die den Betroffenen sofort helfen können.“ Auch die Pharmaindustrie benötige zunächst die Ergebnisse aus der , um entsprechende Medikamente entwickeln zu können.

Schon allein durch die Ankündigung der Forschungsförderung erwartet Müller aber einen Mentalitätswechsel in der . „Wir zeigen ganz klar, dass wir das Leid der Betroffenen ernst nehmen und nun als Bund alle Kräfte in Wissenschaft und bündeln, um postinfektiöse Erkrankungen wie Long Covid und ME/CFS behandeln zu können“, sagte er. Das habe auch eine gewisse Signalwirkung für die Anerkennung dieser in der Gesellschaft.

„Postinfektiöse Erkrankungen verursachen unfassbares Leid“, so Müller. „Besonders schlimm ist die extreme Hilfslosigkeit der Betroffenen, weil die Erkrankung oft nicht ernst genommen wird und psychische Probleme unterstellt werden“, sagte er. Da sei auch viel Vertrauen in die Institutionen des Staates zerstört worden. Das Vertrauen wolle man zurückgewinnen.

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) will am Freitag Details der „Nationalen Dekade gegen Postinfektiöse Erkrankungen“ vorstellen. An Long Covid und Myalgischer Enzephalomyelitis (ME/CFS) leiden in Deutschland schätzungsweise zwei bis drei . Betroffene lehnen die häufig synonym benutzten Begriffe „Chronisches Erschöpfungssyndrom“ und „Chronisches Müdigkeitssyndrom“ teilweise ab, weil sie als verharmlosend empfunden werden.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Kampagnenplakat des Bundesgesundheitsministeriums (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Unions-Bundestagsfraktion, Florian Müller (CDU), Redaktionsnetzwerk Deutschland, Pharmaindustrie, Bund, Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU), Nationale Dekade gegen Postinfektiöse Erkrankungen, Myalgische Enzephalomyelitis (ME/CFS)

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin, Deutschland

Worum geht es in einem Satz?

Florian Müller, forschungspolitischer Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, warnt vor zu hohen Erwartungen an die 500 Millionen Euro Forschungsförderung für postinfektiöse Erkrankungen wie Long Covid, betont die Notwendigkeit langfristiger Grundlagenforschung und signalisiert einen Wandel in der gesellschaftlichen Wahrnehmung dieser Krankheiten.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Ankündigung der 500 Millionen Euro Forschungsförderung für postinfektiöse Erkrankungen
  • Hohe Anzahl von Menschen mit Long Covid und ME/CFS in Deutschland
  • Zunehmendes Leid und Hilflosigkeit der Betroffenen
  • Mangelnde Ernstnahme der Erkrankungen in der Gesellschaft
  • Zerstörtes Vertrauen in staatliche Institutionen
  • Bedarf an Grundlagenforschung für effektive Therapien
  • Branchenübergreifendes Bündeln von Ressourcen in Wissenschaft und Industrie
  • Wunsch nach Anerkennung und Unterstützung für betroffene Patienten

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Florian Müller warnt vor zu hohen Erwartungen an die Forschungsförderung für postinfektiöse Erkrankungen
  • Betont, dass Grundlagenforschung Zeit benötigt
  • Erwarte Mentalitätswechsel in der Gesellschaft durch die Ankündigung der Fördermittel
  • Betonung auf der Ernsthaftigkeit des Leids der Betroffenen
  • Vertrauen in staatliche Institutionen soll zurückgewonnen werden
  • Dorothee Bär wird Details zur "Nationalen Dekade gegen Postinfektiöse Erkrankungen" vorstellen
  • Zwei bis drei Millionen Menschen in Deutschland betroffen
  • Betroffene lehnen verharmlosende Begriffe ab

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Warnung vor zu hohen Erwartungen an Forschungsergebnisse
  • Grundlagenforschung benötigt Zeit und Ausdauer
  • Pharmaindustrie ist auf wissenschaftliche Ergebnisse angewiesen
  • Erwarteter Mentalitätswechsel in der Gesellschaft
  • Ernstnahme des Leids der Betroffenen durch den Bund
  • Bündelung von Kräften in Wissenschaft und Industrie
  • Signalwirkung für die Anerkennung postinfektiöser Erkrankungen
  • Wiederherstellung des Vertrauens in staatliche Institutionen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Florian Müller (CDU) zitiert. Er warnt vor zu hohen Erwartungen an die Forschungsförderung für postinfektiöse Erkrankungen und betont, dass Grundlagenforschung Zeit benötigt.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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