Reservistenverband kritisiert Sicherheitsüberprüfung von Soldaten

Militärreform und Reservisten in Berlin

() – Wegen der deutlich gestiegenen Nachfrage nach neuen Reservisten fordert der Reservistenverband den Verzicht auf umfangreiche Sicherheitsüberprüfungen, mit denen zum Beispiel extremistische Einstellungen von Soldaten offengelegt werden sollen.

„Wir brauchen viel zu lange, um die Interessierten in den Dienst zu bringen. Wir müssen darüber nachdenken, ob eine Sicherheitsüberprüfung weiter die Voraussetzung sein muss“, sagte Verbandschef Patrick Sensburg der „Süddeutschen Zeitung“.

„Wir hatten bei der früheren Wehrpflicht auch keine Sicherheitsüberprüfung für jeden, der eingezogen wurde. Wir reden nun von 200.000, vielleicht sogar 800.000 Reservisten, die wir nie durch eine so langwierige Sicherheitsüberprüfung bekommen“, sagte Sensburg weiter. Zurzeit brauche die Überprüfung, die benötigt werde, damit jemand an der Waffe ausgebildet werden kann, über ein Jahr. „Das dauert viel zu lange, weshalb wir die Sicherheitsüberprüfung hinterfragen müssen.“ Zudem müsse es mehr Anreize für geben, um Reservisten öfter für Übungen freizustellen.

Sensburg äußerte Zweifel, ob allein mit dem neuen Wehrdienst das Ziel von mindestens 460.000 Soldaten und Reservisten erreicht werden kann. „Das scheint mir sehr ambitioniert und wird schwierig werden.“ Wehrdienstleistende, die sich nicht als Berufs- oder Zeitsoldaten weiterverpflichten, sind automatisch Reservisten.

Aus seiner Sicht sei „ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr, ob bei der , bei der Feuerwehr, beim THW oder im Zivilschutz, der beste Ansatz, um unsere Ziele zu erreichen“, sagte Sensburg.

4,1/5 (23 Bewertungen)

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Soldaten der Bundeswehr (Archiv)

💬 Zu den Kommentaren

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Reservistenverband, Bundeswehr, Feuerwehr, THW, Zivilschutz, Süddeutsche Zeitung

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Der Reservistenverband fordert angesichts steigender Anfragen nach Reservisten, die umfangreichen Sicherheitsüberprüfungen zu überdenken, um die Rekrutierung zu beschleunigen und mehr Reservisten für den Dienst zu gewinnen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Anstieg der Nachfrage nach neuen Reservisten
  • Forderung des Reservistenverbands nach Verzicht auf umfangreiche Sicherheitsüberprüfungen
  • Lange Dauer der Sicherheitsüberprüfungen (über ein Jahr)
  • Vergleich mit der früheren Wehrpflicht ohne umfassende Sicherheitsüberprüfung
  • Bedarf an 200.000 bis 800.000 Reservisten
  • Zweifel an der Erreichung des Ziels von 460.000 Soldaten und Reservisten
  • Vorschlag für ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr in verschiedenen Bereichen

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Reservistenverband fordert Verzicht auf umfangreiche Sicherheitsüberprüfungen
  • Sicherheitsüberprüfungen werden als langwierig kritisiert (über ein Jahr)
  • Verbandschef Patrick Sensburg äußert Zweifel an der Erreichung der Zielzahlen von Soldaten und Reservisten
  • Notwendigkeit von mehr Anreizen für Arbeitgeber, Reservisten für Übungen freizustellen
  • Vorschlag für ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr in verschiedenen Bereichen als Lösungsansatz

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Forderung nach Verzicht auf umfangreiche Sicherheitsüberprüfungen
  • Verkürzung der Zeit, um neue Reservisten in den Dienst zu bringen
  • Zweifel an der Erreichung des Ziels von mindestens 460.000 Soldaten und Reservisten
  • Notwendigkeit, Anreize für Arbeitgeber zu schaffen
  • Vorschlag für ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr als Lösung

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Patrick Sensburg, dem Verbandschef des Reservistenverbands, zitiert. Er fordert den Verzicht auf umfangreiche Sicherheitsüberprüfungen für Reservisten und äußert seine Bedenken hinsichtlich der Erreichung der angestrebten Soldaten- und Reservistenzahl.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert