Justizministerin will Scheinvaterschaften bekämpfen

Justizministerin will Scheinvaterschaften bekämpfen

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Berlin () – Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) will sogenannte Scheinvaterschaften stärker bekämpfen.

„Aus Gesprächen weiß ich: In einigen Städten ist das ein wirkliches Problem“, sagte sie der „Welt am Sonntag“. „Es gibt Männer, die Kinder von fremden Frauen gezielt und gerade zu dem Zweck anerkennen, um Mutter und Kind den Aufenthalt in Deutschland zu ermöglichen.“

„Missbräuchliche Anerkennungen sind teilweise zu einem `Geschäftsmodell` geworden. Das können wir nicht dulden. Deshalb haben wir im Koalitionsvertrag vereinbart, missbräuchliche Anerkennungen der Vaterschaft besser zu verhindern.“

Zugleich konkretisierte sie Pläne, verbale sexuelle Belästigungen unter Strafe stellen zu wollen. „Es geht um verbale Gewalt, wie sie sich niemand gefallen lassen muss. Wir reden nicht von missglückten Komplimenten. Wir sprechen von vulgären und drastischen Zurufen, die die Betroffenen erheblich beeinträchtigen“, sagte die SPD-Politikerin.

„Wenn Frauen Dinge hinterhergeschrien werden, die sie in erheblichem Maße einschüchtern, bedrängen oder herabwürdigen – solche Verhaltensweisen wollen wir sanktionieren. Aber natürlich ist nicht alles, was die Grenzen des Anstands verletzt, auch strafwürdig.“ So solle das „Hinterherpfeifen“ nicht sanktioniert werden.

Hubig plädierte auch dafür, lesbischen Paaren eine sogenannte Co-Mutterschaft zu ermöglichen. „Das Familienrecht ist an vielen Stellen reformbedürftig und nicht unbedingt auf der Höhe der gesellschaftlichen Realität“, sagte sie der „Welt am Sonntag“.

„Ich werbe zum Beispiel für Reformen im Abstammungsrecht. Derzeit ist es ja so: Wenn eine Frau in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft ein Kind bekommt, muss ihre Partnerin das Kind adoptieren, um Mutter zu sein.“ Das gelte selbst dann, wenn der Samenspender gar nicht Verantwortung für das Kind übernehmen wolle. „Ich halte es für richtig, dass wir das ändern.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Stefanie Hubig am 30.09.2025

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Stefanie Hubig

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen in dem Text sind:

Bundesjustizministerium, SPD (Sozialdemokratische Partei Deutschlands), Koalitionsvertrag, "Welt am Sonntag".

Wann ist das Ereignis passiert?

30.09.2025

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin.

Worum geht es in einem Satz?

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig plant Maßnahmen zur Bekämpfung von Scheinvaterschaften, will verbale sexuelle Belästigungen unter Strafe stellen und fordert Reformen im Familienrecht, um lesbischen Paaren eine Co-Mutterschaft zu ermöglichen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Zunehmende Fälle von Scheinvaterschaften
  • Männer erkennen gezielt Kinder fremder Frauen an
  • Ziel: Aufenthalt von Mutter und Kind in Deutschland ermöglichen
  • Missbräuchliche Anerkennungen teils als Geschäftsmodell
  • Notwendigkeit der Reform im Abstammungsrecht
  • Verbal sexuelle Belästigung als weiteres Thema

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Im Artikel wird nicht beschrieben, wie Politik, Öffentlichkeit oder Medien reagiert haben.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Stärkere Bekämpfung von Scheinvaterschaften
  • Missbräuchliche Anerkennungen der Vaterschaft sollen besser verhindert werden
  • Einführung von Strafen für verbale sexuelle Belästigungen
  • Verbesserung des Familienrechts
  • Möglichkeit der Co-Mutterschaft für lesbische Paare
  • Reformen im Abstammungsrecht angestrebt

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig zitiert, in der sie die Bekämpfung von Scheinvaterschaften und die Notwendigkeit von Reformen im Familienrecht fordert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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