Außenminister drängt auf mehr Haushaltsmittel für humanitäre Hilfe

Außenminister drängt auf mehr Haushaltsmittel für humanitäre Hilfe

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Außenpolitik: Humanitäre Hilfe in Deutschland

Berlin () – Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) drängt auf zusätzliche Mittel für die humanitäre Hilfe im Bundeshaushalt für das kommende Jahr und verweist dabei auf große Chancen für Deutschland.

„Unsere Interessen in der Welt zu wahren, hat einen Preis“, sagte Wadephul den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Der Preis, das nicht zu tun, ist aber viel höher.“ Es sei Gegenstand der Haushaltsberatungen zu prüfen, ob wir „mehr in unsere weltweiten Interessen investieren können.“

Wadephul fügte hinzu: „Humanität und deutsche Interessen sind zwei Seiten der gleichen Medaille. Die Gefahrenabwehr und das Verhindern von weiteren Flüchtlingsströmen ebenso. Wir können diese Punkte miteinander verbinden, wenn wir unser Interesse an umfassender Zusammenarbeit deutlich machen.“

Der Außenminister erklärte, die Vereinten Nationen litten darunter, dass sich andere zurückzögen, insbesondere die USA. „Das darf Deutschland als zweitgrößter Geber nicht auch noch machen. Wir werden die USA nicht ersetzen können, aber wir sollten schauen, wo es sinnvoll ist, eine Schippe draufzulegen“, erklärte Wadephul.

Aus deutscher Sicht sei es gut angelegtes Geld, in die regelbasierte Ordnung zu investieren. Es eröffneten sich auch große Chancen für Deutschland, eben weil sich andere aus ihrem Engagement zurückzögen. „Diese Chancen müssen wir ergreifen, etwa durch Zusammenarbeit in der Sicherheitspolitik, aber auch wirtschaftlich, bei der Versorgung unserer Unternehmen mit Rohstoffen, etwa mit seltenen Erden“, sagte der CDU-Politiker. „Oder indem wir neue Handelspartner gewinnen und neue Absatzmärkte erschließen.“

Der von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) vorgelegte Etatentwurf sieht für das Auswärtige Amt im nächsten Jahr Ausgaben in den Bereichen humanitäre Hilfe und Krisenprävention von 1,4 Milliarden Euro vor, etwas weniger als in diesem Jahr. Auch die Ausgaben für „Leistungen an die Vereinten Nationen und im internationalen Bereich“ sollen mit rund 961 Millionen Euro um rund 84 Millionen Euro geringer ausfallen als 2025.

Zugleich wurden bereits im laufenden Haushalt die Gelder für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe, die dem Entwicklungsministerium zur Verfügung stehen, deutlich gekürzt. Der Etat des Entwicklungsministeriums sinkt in diesem Jahr um knapp eine Milliarde Euro auf 10,3 Milliarden Euro, für das kommende Jahr ist eine weitere Kürzung um mehr als 300 Millionen Euro vorgesehen.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Johann Wadephul am 30.09.2025

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Johann Wadephul, Lars Klingbeil

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

CDU, Funke-Mediengruppe, Vereinte Nationen, USA, SPD, Entwicklungsministerium

Wann ist das Ereignis passiert?

Das beschriebene Ereignis fand am 30. September 2025 statt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) fordert im Rahmen der Haushaltsberatungen zusätzliche Mittel für die humanitäre Hilfe, um Deutschlands internationale Interessen zu wahren und die Chancen durch eine stärkere Rolle in der globalen Zusammenarbeit zu nutzen, während er auf die Notwendigkeit hinweist, die knappen Mittel für das Auswärtige Amt und Entwicklungszusammenarbeit zu überprüfen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Dringlichkeit humanitärer Hilfe
  • Rückzug anderer Geberstaaten, insbesondere der USA
  • Bedeutung der UN als Geber
  • Notwendigkeit der Wahrung deutscher Interessen
  • Zusammenhang zwischen Humanität und deutschen Interessen
  • Kürzungen im Etat für Entwicklungszusammenarbeit
  • Bedarf an mehr Mitteln im Bundeshaushalt
  • Chancen für Deutschland in der internationalen Zusammenarbeit
  • Ziel der Vermeidung weiterer Flüchtlingsströme
  • Strategische Absicherung durch Rohstoffversorgung und Handelspartner

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Johann Wadephul drängt auf zusätzliche Mittel für humanitäre Hilfe im Bundeshaushalt
  • Betonung der Bedeutung deutscher Interessen im globalen Kontext
  • Warnung vor den hohen Kosten des Nicht-Handelns
  • Verbindung von Humanität und deutschen Interessen
  • Kritik an Rückzug anderer Länder, insbesondere der USA, aus der globalen Verantwortung
  • Hinweise auf Chancen für Deutschland durch verstärktes Engagement
  • Aktueller Etatentwurf sieht Kürzungen in der humanitären Hilfe und für die Vereinten Nationen vor
  • Geplante weitere Kürzungen im Etat des Entwicklungsministeriums

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Dringlichkeit, mehr in humanitäre Hilfe zu investieren
  • Höhere Kosten bei Nicht-Handeln
  • Verknüpfung von Humanität und nationalen Interessen
  • Gefahrenabwehr gegen Flüchtlingsströme
  • Notwendigkeit, international engagiert zu bleiben
  • Eröffnung neuer Chancen für Deutschland
  • Verbesserung der Sicherheitspolitik
  • Entwicklung neuer Handelspartner und Absatzmärkte
  • Kürzungen im Etat für humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit
  • Reduzierung des Budgets des Entwicklungsministeriums

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Bundesaußenminister Johann Wadephul zitiert, der betont, dass "Humanität und deutsche Interessen zwei Seiten der gleichen Medaille" seien.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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