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Familiennachzug: Integrationsbeauftragte Pawlik gibt Union kontra
Berlin () – Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Natalie Pawlik (SPD), hält das von der Regierung auf Betreiben der Union beschlossene Aussetzen des Familiennachzugs für falsch.
Der „Frankfurter Rundschau“ (Dienstagsausgabe) sagte Pawlik: „Aus integrationspolitischer Perspektive halte ich das Aussetzen der Familienzusammenführung für nachteilig. Menschen, die ihre Liebsten bei sich haben, die sich nicht Sorgen um ihre Kinder oder Angehörigen drüben machen müssen, integrieren sich besser. Das zeigen uns wissenschaftliche Studien und das kann ich aus meiner persönlichen Erfahrung berichten. Ich sehe diese Vereinbarung daher sehr kritisch, aber wir setzen das um, weil es ein Kompromiss mit den Koalitionspartnern ist.“
Das schwarz-rote Kabinett hatte sich auf Drängen der Union verständigt, für zunächst zwei Jahre den Familiennachzug für subsidiär Schutzberechtigte auszusetzen. Der Bundestag muss die Regelung noch beschließen.
Pawlik wandte sich weiter dagegen, Menschen abzuschieben, die in Deutschland arbeiten oder zur Schule gehen. „Grundsätzlich halte ich es für falsch, Menschen, die hier zur Schule gehen oder arbeiten, abzuschieben“, sagte die Integrationsbeauftragte der „Frankfurter Rundschau“. „Diejenigen, die hier arbeiten, sich einbringen, sich in Ausbildung befinden, sollten die Möglichkeit haben, hierzubleiben. Auch daran arbeite ich.“
In den hessischen Osterferien war eine aus Afghanistan stammende Familie nach Indien abgeschoben worden, was Protest auslöste. Die beiden Söhne der Familie gingen in Frankfurt zur Schule. Pawlik bezog ihre Aussage jedoch nicht konkret auf diesen Fall. „Es sind am Ende immer individuelle Fälle, die die zuständigen Behörden prüfen und bewerten müssen“, sagte sie der „Frankfurter Rundschau“.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Flüchtlingslager (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Natalie Pawlik
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind: Bundesregierung, SPD, Frankfurter Rundschau, Union, Bundestag.
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin, Frankfurt, Indien
Worum geht es in einem Satz?
Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Natalie Pawlik, kritisiert das von der Regierung beschlossene Aussetzen des Familiennachzugs für subsidiär Schutzberechtigte als nachteilig für die Integration und spricht sich gegen Abschiebungen von Menschen aus, die in Deutschland arbeiten oder zur Schule gehen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Der Hintergrund für das beschriebene Ereignis ist die Entscheidung der Bundesregierung, auf Drängen der Union den Familiennachzug für subsidiär Schutzberechtigte für zunächst zwei Jahre auszusetzen. Dies wurde als Teil eines Kompromisses innerhalb der Koalition getroffen und stieß auf Kritik von Integrationsbeauftragten Natalie Pawlik, die die negativen Auswirkungen auf die Integration und das Wohlbefinden der Betroffenen anprangerte.
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Die Integrationsbeauftragte Natalie Pawlik kritisierte die Entscheidung der Regierung, den Familiennachzug für subsidiär Schutzberechtigte auszusetzen, und betonte, dass dies die Integration der Betroffenen erschwere. Zudem äußerte sie ablehnende Meinung zu Abschiebungen von Menschen, die in Deutschland arbeiten oder zur Schule gehen, und wies darauf hin, dass solche Entscheidungen immer individuell geprüft werden müssen.
Welche Konsequenzen werden genannt?
Die im Artikel erwähnten Folgen oder Konsequenzen sind:
Aussetzung des Familiennachzugs, nachteilige Auswirkungen auf die Integration, Sorgen um Angehörige, schlechtere Integrationschancen für Menschen ohne ihre Liebsten, kritische Sicht auf die Vereinbarung, mögliche Abschiebung von arbeitenden oder schulpflichtigen Menschen, Protest gegen Abschiebungen, individuelle Fallprüfungen durch zuständige Behörden.
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Natalie Pawlik, der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, zitiert. Sie bezeichnet das Aussetzen des Familiennachzugs für subsidiär Schutzberechtigte als nachteilig aus integrationspolitischer Perspektive, da es die Integration Menschen erschwere, die ihre Angehörigen nicht bei sich haben. Außerdem äußert sie sich kritisch zu Abschiebungen von Personen, die arbeiten oder zur Schule gehen, und fordert, dass diese Menschen die Möglichkeit haben sollten, hierzubleiben.
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