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Prien will jüdisches Leben in Deutschland sichtbar machen
Berlin () – Die neue Bildungs- und Familienministerin Karin Prien will ihren jüdischen Familienhintergrund in ihre Arbeit im Ministerium einbringen. „Ich bin jetzt die erste Frau am Kabinettstisch, deren Familie zu erheblichen Teilen von den Nationalsozialisten verfolgt und ausgelöscht wurde“, sagte Prien den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). Das verbindet sie mit vielen Juden. „Insofern bin ich eine jüdische Ministerin, auch wenn ich keiner jüdischen Gemeinde angehöre und auch nicht bekennend religiös bin.“
Von der jüdischen Community werde sie auch als jüdische Ministerin wahrgenommen, führte die CDU-Politikerin aus. Es sei ihr wichtig, jüdisches Leben sichtbar zu machen, sagte Prien weiter. Es sei ein „echtes Problem“, wenn Juden „primär als Opfer gesehen werden“.
Natürlich müsse man über Antisemitismus reden, den es in vielen Ecken der Gesellschaft gebe. „Aber ich werbe sehr dafür, dass wir uns mehr damit beschäftigen, wie sehr jüdische Kultur, jüdisches Denken, jüdische Kunst unsere deutsche Identität geprägt haben und noch heute prägen.“ Priens Großväter waren beide jüdisch, eine Urgroßmutter wurde in einem Vernichtungslager ermordet.
Die neue Familienministerin ist selbst Mutter von drei Söhnen. Dass sie gleichzeitig Kinder großziehen und Politik machen konnte, führt sie auf eine funktionierende Partnerschaft und unterstützende Netzwerke zurück. „Mein Mann und ich haben uns die Aufgaben grundsätzlich geteilt“, sagte Prien den Funke-Zeitungen. „Wir hatten dazu eine tolle Kita, die mir geholfen hat, zu lernen, wie man Kinder erzieht. Und wir hatten das Glück, viel Unterstützung zu bekommen: Au-Pair, Freunde und Familie. Man braucht zusätzliche Netzwerke, damit es gelingt.“
Anderen Frauen würde sie gern zeigen, „dass es geht“, erklärte die Ministerin, die vor dem Antritt der neuen Regierung Bildungsministerin in Schleswig-Holstein war. „Natürlich habe ich mich immer wieder einmal gefragt, ob ich als Mutter, als Rechtsanwältin, als Politikerin den Aufgaben gerecht geworden bin“, sagte sie. „Das ist vielleicht typisch für Frauen, aber auch Väter sollten sich das ab und zu fragen.“ In jedem Fall aber gelte: „Man muss hartnäckig sein und einen festen Willen haben.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Karin Prien am 15.05.2025 |
Berlin: Eine Stadt mit Geschichte und Wandel
Berlin ist nicht nur die Hauptstadt Deutschlands, sondern auch ein pulsierendes Zentrum für Kultur und Politik. Die Stadt hat eine reiche Geschichte und hat sich von den Wunden des Zweiten Weltkriegs und der Teilung in Ost- und Westberlin erholt. Heute spielt Berlin eine führende Rolle in der Förderung von Vielfalt und Toleranz, unter anderem durch die aktive jüdische Community. Die Stadt ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie Geschichte das heutige Leben prägen kann, was besonders im Kontext von gesellschaftlichem Engagement wichtig ist. Berlin bleibt ein Ort, an dem neue Ideen und Initiativen gedeihen und die Menschen zusammenkommen, um ein besseres Miteinander zu schaffen.
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