Erzbischof befürchtet Judenhass in Berlin

Erzbischof befürchtet Judenhass in Berlin

News - Vermischtes - aktuelle Entwicklungen und Hintergründe

Gesellschaft in Berlin

() – Der Berliner Erzbischof Heiner Koch hat die Situation von Juden in der Hauptstadt als besorgniserregend beschrieben. Es sei ein „großer Skandal“, dass Juden sich nicht mehr trauten, „in der U- Ivrit zu sprechen oder in der Öffentlichkeit die Kippa zu tragen“, sagte Koch der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe).

Besonders berühre ihn, dass Juden überlegten, „nach Israel zu gehen beziehungsweise zurückzukehren, weil es dort für sie sicherer“ sei. „Ich sehe die Anstrengungen der Sicherheitskräfte, aber das kann – so fürchte ich – die Stimmung nicht drehen. Der terroristische Überfall der Hamas auf Israel und die Folgen haben alles verändert“, so der Berliner Erzbischof weiter.

Antisemitismus komme „in unterschiedlichen Farben daher, darf aber nie unwidersprochen bleiben“, mahnte Koch. Judenhass verurteilte der Theologe zugleich deutlich. „Antisemitismus ist Sünde, sage ich – gemeinsam mit Bischof Stäblein für die evangelische Kirche – den Gläubigen, Antisemitismus ist ein Verbrechen, sage ich zu allen anderen“, so der Berliner Erzbischof.

Mit Blick auf die Novemberpogrome 1938 sagte er, der 9. November sei „noch immer ein unübersehbarer Termin im Jahreskalender“ mit vielen Gedenkveranstaltungen. „Viel stärker müssen wir aber auch auf aktuelle besorgniserregende Entwicklungen nicht nur in Berlin eingehen, ohne damit die Verbrechen der NS-Zeit zu relativieren“, mahnte Koch.

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Text-/Bildquelle:
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis:
Fernsehturm in Berlin (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Worum geht es in einem Satz?

Berlins Erzbischof Heiner Koch beklagt die unsichere Lage vieler Juden in der Hauptstadt, verurteilt Antisemitismus als Sünde und Verbrechen und fordert, ihm entschieden entgegenzutreten.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Terroristischer Überfall der Hamas auf Israel und die Entwicklungen danach
  • Antisemitismus und Judenhass in unterschiedlichen Erscheinungsformen
  • Gedenken an die Novemberpogrome von 1938 am 9. November

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Juden trauen sich teilweise nicht mehr, in der U-Bahn Ivrit zu sprechen oder in der Öffentlichkeit eine Kippa zu tragen
  • Einige Juden erwägen, nach Israel zu gehen oder zurückzukehren, weil sie sich dort sicherer fühlen
  • Die Stimmung hat sich aus Sicht des Erzbischofs grundlegend verändert
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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