Politik: SPD-Chefideenkurs Berlin
Berlin () – Der SPD-Politiker Hubertus Heil äußert sich selbstkritisch über seine eigenen Auftritte. „Ich habe früher oft zu bürokratisch und kleinteilig geredet. Aber ich habe daraus für mich Konsequenzen gezogen“, sagte Heil dem „Spiegel“. „Und ich erlebe viel mehr Zuspruch, seitdem ich stärker darüber spreche, welche Überzeugung mich persönlich antreibt.“
Er habe kein Rhetoriktraining gemacht, sagte Heil. „Ich habe mich einfach selbstkritisch gefragt: Was kann ich besser machen?“ Die AfD habe „ein furchtbares Weltbild, aber sie bringt eine politische Leidenschaft mit, die manchen Demokraten derzeit fehlt“.
Heil appellierte auch an seine eigene Partei. „Auch wir Demokraten müssen im digitalen Zeitalter besser kommunizieren. Sozialdemokraten dürfen niemals Populisten sein, aber ihre Leidenschaft und ihre Überzeugung müssen wieder klarer erkennbar sein. Unsere Reden sind tatsächlich oft zu bürokratisch.“
Heil erwägt, für den Parteivorsitz der SPD zu kandidieren. „Das ist möglich“, sagte er dem „Spiegel“ auf die Frage, ob er im Januar antreten werde. „Natürlich muss das in der SPD jetzt alles besprochen werden. Wenn ich dabei den berechtigten Eindruck gewinne, dass ich meinen Beitrag für eine stärkere SPD leisten kann, trete ich an.“
Er werde eine Kandidatur „sorgfältig anhand von zwei Fragen entscheiden. Erstens: Was soll die Richtung der SPD sein? Zweitens: Was ist das Team?“, so Heil weiter. Der SPD-Politiker forderte „einen klaren Kurs für das, was ich eine solidarische Leistungsgesellschaft nenne“. Zudem brauche es „Klarheit in der Außen- und Sicherheitspolitik und eine mutige Politik, die Europas Souveränität wirtschaftlich und politisch stärkt“.
In welchem Team er sich vorstellen könnte, als Teil einer Doppelspitze zu kandidieren, wollte Heil nicht sagen. „Ich werde jetzt kein Namedropping über den `Spiegel` machen. Es gibt eine Reihe von Frauen in der SPD, die das können. Aber sie müssen sich selbst äußern, ob sie dafür zur Verfügung stehen.“
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Hubertus Heil
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
SPD, AfD, Demokraten, Europäischer Union
Wann ist das Ereignis passiert?
Datum/Zeitpunkt des Ereignisses: Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
SPD-Politiker Hubertus Heil sagte im „Spiegel“, er habe seine teils zu bürokratische Kleinteiligkeit selbstkritisch erkannt, fordert bessere Kommunikation im digitalen Zeitalter und würde für den SPD-Parteivorsitz kandidieren, falls er einen Beitrag zu einem klaren Kurs für eine solidarische Leistungsgesellschaft sowie zu Außen- und Sicherheitspolitik und Europas Souveränität leisten kann.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Frühere bürokratische und kleinteilige Reden
- Selbstkritische Frage, was er besser machen kann
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- SPD-Politiker Hubertus Heil äußert sich in dem Interview selbstkritisch zu früher zu bürokratisch und kleinteilig wirkender Kommunikation
- Heil berichtet von mehr Zuspruch, seit er stärker öffentlich macht, welche Überzeugung ihn persönlich antreibt
- Heil kritisiert die Kommunikation der eigenen Partei im digitalen Zeitalter und fordert klar erkennbarere Leidenschaft und Überzeugung
- Heil sagt, Sozialdemokraten dürften niemals Populisten sein und fordert bessere politische Kommunikation ohne Bürokratie-Übergewicht
- Zu Medien oder öffentlicher Reaktion wird im Artikel indirekt auf „mehr Zuspruch“ verwiesen, konkrete Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien werden nicht beschrieben
- Keine konkreten Aussagen dazu, wie andere Parteien, Medien oder die Öffentlichkeit auf Heils Aussagen reagiert haben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Heil zog Konsequenzen aus früheren Auftritten mit zu bürokratischer und kleinteiliger Redeweise
- Seit er stärker über die eigene Überzeugung spricht, erhält er mehr Zuspruch
- Er sieht keinen Bedarf an Rhetoriktraining, sondern Selbstkritik als Verbesserungsgrundlage
- Er fordert bessere Kommunikation der Sozialdemokraten im digitalen Zeitalter
- Er betont, Sozialdemokraten dürften niemals Populisten sein, ihre Leidenschaft und Überzeugung müssten aber klar erkennbar sein
- Er fordert einen klaren Kurs hin zu einer solidarischen Leistungsgesellschaft
- Er fordert Klarheit in der Außen- und Sicherheitspolitik
- Er fordert eine mutige Politik zur Stärkung der europäischen Souveränität wirtschaftlich und politisch
- Er erwägt eine Kandidatur für den Parteivorsitz der SPD, abhängig von Richtung der SPD und passendem Team
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja—Hubertus Heil wird mit mehreren direkten Zitaten (u. a. gegenüber dem „Spiegel“) wiedergegeben.
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