Politik in Sachsen-Anhalt: Streit um Ministerpräsidentenwahl
Magdeburg () – In der CDU-Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt gibt es Widerspruch zur Forderung eines früheren CDU-Abgeordneten, den AfD-Politiker Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten zu wählen. „Wir sollten Siegmund definitiv nicht zum Ministerpräsidenten wählen“, sagte der CDU-Abgeordnete Tobias Krull dem Nachrichtenportal T-Online. Wenn Siegmund gewählt werden wolle, „muss er sich seine Mehrheit mit anderen suchen.“ Der CDU-Abgeordnete Marco Tullner sagte: „Wir als CDU sollten Ulrich Siegmund auf keinen Fall zum Ministerpräsidenten wählen. Wir sind Opposition und keine AfD-Hilfstruppe.“ Der CDU-Abgeordnete Chris Schulenburg sagte: „Jedem aufrichtigen Demokraten würde in der Wahlkabine die Hand abfaulen, wenn er einen AfD-Ministerpräsidenten wählen würde, der einer gesichert rechtsextremen Partei angehört.“
Zuvor hatte der frühere CDU-Landtagsabgeordnete Alexander Räuscher sich im „Tagesspiegel“ für die Wahl Siegmunds ausgesprochen. „Das Wahlergebnis verlangt, dass Herr Siegmund Ministerpräsident wird. Die CDU sollte seine Wahl ermöglichen“, sagte er. Die CDU solle für Siegmund votieren, „nicht, weil wir seine Fans wären, sondern, weil es das Wahlvolk will“. Räuscher sagte: „Ich hätte Bauchschmerzen, Siegmund im Landtag zu wählen, aber ich würde es tun. Da müssen wir jetzt durch.“
Siegmund will sich im Dezember im Landtag als Ministerpräsident zur Wahl stellen. Für die nötige Mehrheit braucht er mindestens drei Stimmen mehr, als die AfD im Landtag hat. Die AfD rechnet nach eigenen Angaben mit Stimmen aus der CDU-Fraktion.
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Text-/Bildquelle: |
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Ulrich Siegmund am 06.10.2026
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Tobias Krull, Marco Tullner, Chris Schulenburg, Alexander Räuscher, Ulrich Siegmund
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
CDU, AfD, Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt, Ministerpräsident, Landtag Sachsen-Anhalt, CDU-Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt
Wann ist das Ereignis passiert?
Das beschriebene Ereignis fand am 06.10.2026 statt (Fotoangabe: „Ulrich Siegmund am 06.10.2026 …“).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Magdeburg (Landtag von Sachsen-Anhalt, Halle (Saale))
Worum geht es in einem Satz?
In Sachsen-Anhalt widerspricht die CDU-Landtagsfraktion der Forderung, den AfD-nahe Politikern Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten zu wählen, während ein früherer CDU-Abgeordneter argumentiert, das Wahlergebnis mache seine Wahl erforderlich.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Widerspruch innerhalb der CDU-Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt gegen die Forderung eines früheren CDU-Abgeordneten, den AfD-Politiker Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten zu wählen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- CDU-Abgeordnete Tobias Krull widerspricht der Forderung und lehnt ab, Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten zu wählen
- CDU-Abgeordneter Marco Tullner betont, die CDU sei Opposition und keine AfD-Hilfstruppe
- CDU-Abgeordneter Chris Schulenburg sagt, demokraten würden in der Wahlkabine einen AfD-Ministerpräsidenten nicht wählen
- Der frühere CDU-Landtagsabgeordnete Alexander Räuscher spricht sich im Tagesspiegel für die Wahl Siegmunds aus
- Räuscher begründet das mit dem Wahlergebnis und fordert, dass die CDU seine Wahl ermöglichen solle
- Hinweis dass die AfD nach eigenen Angaben mit Stimmen aus der CDU-Fraktion rechnet
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Keine Einigung innerhalb der CDU-Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt über die Unterstützung von Ulrich Siegmund
- Öffentliche Ablehnung der Forderung, Siegmund zum Ministerpräsidenten zu wählen
- Fortsetzung der CDU-Position als Opposition statt Zusammenarbeit mit der AfD
- Erwartbarer politischer Konflikt innerhalb der CDU über die Frage des Ministerpräsidenten
- Zusätzlicher Abstimmungs- und Mehrheitsdruck für Siegmund im Dezember
- Möglichkeit, dass Stimmen aus der CDU-Fraktion für eine Mehrheit herangezogen werden müssen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja: Im Artikel werden Reaktionen der CDU-Abgeordneten Tobias Krull, Marco Tullner und Chris Schulenburg sowie des früheren CDU-Landtagsabgeordneten Alexander Räuscher zitiert.
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