Gesundheitspolitik: Streit um Pflegekosten in Berlin
Berlin () – Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) erteilt der SPD-Idee eines Pflegedeckels eine Absage.
„Die Wahrheit ist, man würde 300 Euro sparen, denn die 1.500 Euro werden angesetzt von den Pflegekosten, von den pflegebedingten Kosten, das sind: 1.800 minus 1.500 sind 300. Der Eigenanteil würde aber irgendwo bei zwischen 3.000 und 4.000 Euro liegen, egal wo in Deutschland oder je nachdem, wo sie in Deutschland in der stationären Pflege sind. Das heißt, ziehen Sie mal 300 Euro ab, wir würden das Problem nicht lösen, deshalb plädiere ich für eine Kommission, dass wir jetzt sozusagen nicht nur Pflaster aufkleben, sondern eine erste Hilfe leisten, damit weiter die Leistungen ausgezahlt werden an die Pflegebedürftigen und die die Beiträge stabil halten“, sagte Linnemann am Sonntag dem „Bericht aus Berlin“ der ARD. In einem zweiten Schritt will er Ende Oktober eine Kommission einrichten, die strukturell die Pflegeversicherung fit machen soll für die 30er-Jahre.
Am Freitag hatte die SPD signalisiert, dass sie bei der Pflegereform nachverhandeln will. Die SPD wolle keine Reform mittragen, die Leistungskürzungen für die Patienten enthält. Gesundheitsminister Linnemann sagte zum Thema Kürzungen: „Also keiner will Kürzungen, also wenn Sie mich fragen, möchte ich am liebsten das Geld. Man kann kürzen, man kann aber auch sagen, wir schaffen Bilanzwahrheit, der Staat hat faktisch in die Pflegekasse gegriffen, während Corona, die Pflegeversicherung hat fünf Milliarden dem Staat aus guten Gründen geliehen. Es gab damals die Zusage, dass das Geld zurückkommt, die sogenannten Corona-Hilfen. Wenn das Geld jetzt aus dem Finanzministerium beispielsweise zurückkommt, hätten wir mehr Spielraum, als wir heute haben.“
Zum Streit mit der SPD, die womöglich die Pflegereform am Mittwoch im Kabinett blockieren möchte, sagte Linnemann: „Das ist nichts Ungewöhnliches, ich glaube, bei der gesetzlichen Krankenversicherung, als wir die reformiert haben, kurz vorm Sommer, hat man sich erst zwei Stunden vor der Kabinettsbefassung damit vertraut gemacht und geeint. Trotzdem haben Sie recht, sowas sollte man hinter verschlossenen Türen machen und nicht vor der Tür.“
Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse, sagte dem „Bericht aus Berlin“, es sei nach wie vor nicht sicher, ob das geplante Sparpaket der Bundesregierung ausreiche, um die Krankenkassenbeiträge zu stabilisieren. Bundesgesundheitsminister Linnemann sagte dazu: „Garantieren kann ich es nicht, aber ich arbeite Tag und Nacht dafür. Wir werden jetzt noch mal ein Paket verabschieden, wo wir nochmal 600, 700 Millionen Euro sparen werden, das gehört noch mal zu den Beitragsstabilisierungsgesetz, das ist damals abgemacht worden, weil die Krankenhäuser noch 495 beziehungsweise 550 Millionen bekommen. Ich mache das Tag und Nacht.“
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du gut in Tic Tac Toe? 👍
Spielername und geheimes Wort gehören zusammen. Das Captcha wird nur beim ersten autorisierten Spiel für diese Kombination in diesem Browser abgefragt.
Top 3
| Platz | Name | Punkte | Siege |
|---|---|---|---|
| Lade Rangliste ... | |||
Text-/Bildquelle: |
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
Bildhinweis: |
Carsten Linnemann am 23.09.2026
|
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Carsten Linnemann, Jens Baas
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Carsten Linnemann, Bundesgesundheitsminister, CDU, SPD, ARD, Techniker Krankenkasse, Bundesregierung, Kabinett, gesetzliche Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Pflegebedürftige, Finanzministerium, Corona-Hilfen, „Bericht aus Berlin“, Pflegekasse, Pflegebedingte Kosten, Pflegeleistungen, Beitragsstabilisierungsgesetz, Krankenhäuser, COVID-19, Kommission, Pflegebedürftigen, Jens Baas
Wann ist das Ereignis passiert?
Das beschriebene Ereignis fand statt am Sonntag, 27.09.2026 (Aussage von Carsten Linnemann am Sonntag; außerdem wird der 23.09.2026 nur als Datum des Fotos genannt) und bezieht sich zudem auf Freitag vor dem Sonntag (kein konkretes Datum im Text).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) lehnt die SPD-Idee eines „Pflegedeckels“ ab und setzt stattdessen auf eine Kommission zur strukturellen Weiterentwicklung der Pflegeversicherung, während er zugleich behauptet, Kürzungen zu vermeiden bzw. durch Rückzahlung von Corona-Hilfen und zusätzliche Sparmaßnahmen die Beiträge stabilisieren zu wollen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
SPD signalisiert, dass sie bei der Pflegereform nachverhandeln will, weil sie keine Reform mit Leistungskürzungen für Patienten mittragen will
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- SPD hat signalisiert, dass sie bei der Pflegereform nachverhandeln will und Leistungskürzungen für Patienten nicht mittragen möchte
- SPD könnte die Pflegereform am Mittwoch im Kabinett blockieren
- Linnemann widerspricht der SPD-Idee eines Pflegedeckels und bewertet die Ersparnis als nicht ausreichend zur Problemlösung
- Jens Baas (Techniker Krankenkasse) äußerte, es sei weiterhin nicht sicher, ob das geplante Sparpaket ausreicht, um Krankenkassenbeiträge zu stabilisieren
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Keine Zustimmung zur SPD-Idee eines Pflegedeckels
- Keine Einsparung durch den Pflegedeckel, die das Problem in der stationären Pflege lösen würde
- Einrichtung einer Kommission, um die Pflegeversicherung strukturell für die 30er-Jahre fit zu machen
- Fortsetzung der Auszahlung von Leistungen an Pflegebedürftige und Stabilisierung der Beiträge
- Fokus auf die Rückzahlung der Corona-Hilfen und Schaffung zusätzlicher Spielräume im Finanzierungskonzept
- Weiterarbeit an einem Paket zur Beitragsstabilisierung der Krankenkassenbeiträge durch zusätzliche Einsparungen
- Keine grundsätzliche Unterstützung von Reformen, die Leistungskürzungen für Patienten vorsehen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja – Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann wird mit Stellungnahmen zur SPD-Idee eines Pflegedeckels sowie zu Kürzungen und dem geplanten Sparpaket zitiert.
- Linnemann lehnt SPD-Vorschlag für Pflegedeckel ab - 27. September 2026
- Terrorverdacht: Fünf Festnahmen an Luftwaffenstützpunkt in England - 27. September 2026
- Polizei ermittelt nach homophobem Angriff in Berlin-Schöneberg - 27. September 2026

