Mehrheit der Deutschen für Pflegedeckel von 1.500 Euro

h3 Gesellschaft: Pflegedeckel in

Berlin () – Eine Mehrheit der Deutschen ist für einen sogenannten Pflegedeckel. 58 Prozent halten den Vorschlag der SPD für sinnvoll, den Eigenanteil, den Pflegebedürftige für ihre Versorgung selbst zahlen müssen, auf 1.500 Euro pro Monat zu begrenzen. Das berichtet das Magazin „Stern“ unter Berufung auf eine Forsa-Umfrage. 36 Prozent lehnen einen solchen Pflegedeckel ab, sechs Prozent antworten mit „weiß nicht“.

In allen Bevölkerungs- und Wählergruppen findet sich eine Mehrheit für eine Begrenzung des Eigenanteils bei der Pflege. Besonders groß fällt die Zustimmung in Ostdeutschland aus: Hier sprechen sich 71 Prozent für einen Pflegedeckel aus. Auch von den Anhängern der Linkspartei ist eine klare Mehrheit von 82 Prozent für den Vorschlag.

Die Kosten für einen Platz im Pflegeheim setzen sich aus verschiedenen Posten zusammen, die anteilig selbst bezahlt werden müssen: Unterkunft, Verpflegung, Pflege und Betreuung, außerdem Investitions- und Instandhaltungskosten sowie Kosten für die . Der Eigenanteil, den Pflegebedürftige selbst zahlen, liegt dabei im Durchschnitt bei über 3.300 Euro im Monat. Der größte Teil entfällt auf den sogenannten einrichtungseinheitlichen Eigenanteil. Laut Verband der Ersatzkassen sind das Kosten in Höhe von 1.775 Euro pro Monat im ersten Jahr. Die Pflegeversicherung übernimmt 15 Prozent dieser Kosten. Der Anteil steigt, je länger eine Person im Pflegeheim lebt, sodass der zu bezahlende Eigenanteil im Lauf der Zeit sinkt. Er soll laut Vorschlag der SPD gedeckelt werden.

Bundesgesundheitsminister Carsten (CDU) lehnt einen solchen Kostendeckel ab und setzt stattdessen auf sozialverträgliche Zuschüsse. Eine Kommission soll bis zum kommenden Vorschläge für eine zweite, größere Strukturreform in der Pflege erarbeiten.

Die genaue Frage lautete: „Finden Sie den Vorschlag sinnvoll, den Eigenanteil der Pflegekosten auf 1.500 Euro pro Monat zu begrenzen und die Mehrkosten durch höhere Pflegebeiträge auszugleichen?“ Das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte 1.001 für die Erhebung im Auftrag von „Stern“ und RTL am 1. und 2. Oktober 2026.

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Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Rollatoren im Pflegeheim (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Mehrheit der Deutschen für Pflegedeckel von 1.500 Euro

News - Politik - aktuelle Entwicklungen und Hintergründe

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Carsten Linnemann

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

SPD, CDU, Carsten Linnemann, Stern, Forsa, RTL, Verband der Ersatzkassen, Kommission, Linkspartei

Wann ist das Ereignis passiert?

Das Ereignis (die Forsa-Umfrage zur Frage nach dem „Pflegedeckel“) fand am 1. und 2. Oktober 2026 statt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Laut einer Forsa-Umfrage befürwortet in Deutschland eine Mehrheit von 58 Prozent den von der SPD vorgeschlagenen „Pflegedeckel“, der den Eigenanteil für Pflegekosten auf 1.500 Euro pro Monat begrenzen soll.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Vorschlag der SPD, den Eigenanteil der Pflegekosten auf 1.500 Euro pro Monat zu begrenzen
  • Ablehnung eines Kostendeckels durch Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) und stattdessen sozialverträgliche Zuschüsse
  • Forsa-Umfrage im Auftrag von „Stern“ und RTL am 1. und 2. Oktober 2026

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Carsten Linnemann (CDU) lehnt den Pflegedeckel ab und setzt stattdessen auf sozialverträgliche Zuschüsse
  • Laut Artikel gibt es bei einer Forsa-Umfrage eine Mehrheit in der Bevölkerung für den Pflegedeckel
  • Große Zustimmung besonders in Ostdeutschland (71 Prozent)
  • Auch Anhänger der Linkspartei zeigen klare Mehrheit für den Pflegedeckel (82 Prozent)

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Begrenzung des Eigenanteils bei Pflegekosten auf 1.500 Euro pro Monat
  • Entlastung von Pflegebedürftigen durch geringere monatliche Selbstzahlungen
  • höhere Pflegebeiträge als Ausgleich für die Mehrkosten
  • Zustimmung ist in allen Bevölkerungs- und Wählergruppen mehrheitlich vorhanden
  • besonders große Unterstützung in Ostdeutschland
  • zusätzliche Zustimmung bei Anhängern der Linkspartei
  • stärkere Orientierung an sozial verträglicheren Finanzierungsmodellen in der Pflege

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja: Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) äußert eine ablehnende Stellungnahme zum Pflegedeckel (stattdessen sozialverträgliche Zuschüsse).

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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