Politik in Berlin: Koalitions- und Sicherheitsthemen
Berlin () – Der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Dirk Wiese, hat nach eigenen Angaben „Bauchschmerzen“ in Bezug auf die Ansichten der Berliner Linken zu Antisemitismus, Vergesellschaftung und Verfassungsschutz.
Dass die Hauptstadt-SPD mit der Linkspartei zusammen regieren wird, hält Wiese für keinen Automatismus, wie er dem Nachrichtensender „Welt“ sagte. „Ich sage das ganz offen: Ich habe da auch Bauchschmerzen.“ Und darum würden die Kollegen sich das jetzt ansehen, wenn die entsprechenden Parteien zu Konsultationen letztendlich auch einladen.
Die von der Linken anvisierte Enteignung großer Wohnungsunternehmen hält Wiese für einen völlig falschen Weg. Er wolle das für sich ganz klar sagen: Er halte von dieser Vergesellschaftungsdebatte persönlich nichts. Die SPD wolle den Neubau nicht abwürgen, so Wiese. Man brauche mehr Wohnungen, auch in Berlin. Aber das werde jetzt eine Diskussion sein. Er glaube, die werde nicht von heute auf morgen beendet sein. Jedenfalls werde es etwas dauern, bis hier eine Regierung sich findet in Berlin.
Wiese warnt auch vor einem von der Linken geplanten weitgehenden Abbau des Verfassungsschutzes. Er habe lange Sicherheitspolitik gemacht in der SPD-Bundestagsfraktion. Und die Abschaffung des Verfassungsschutzes sei definitiv etwas, wovon er nur warnen könne, was er für völlig den falschen Weg halte.
Wiese sieht keine Vorfestlegung auf die Linke als Koalitionspartner. Rechnerisch ist auch eine SPD-Koalition mit der CDU und den Grünen möglich. Der Regierungsauftrag liege bei Linken oder CDU, so Wiese. Er sei sich auch nicht sicher, ob die Linke überhaupt regieren wolle. Er glaube, die Linkspartei müsse intern auch ein paar Dinge erst einmal klären. Und es gebe ja auch Teile der Berliner Linken, die gesagt hätten, sie wollten nicht regieren; sie wollten nur regieren, wenn sie alleine 50 Prozent hätten. Also glaube er, auch die Linkspartei habe hier noch einige Diskussionen vor sich.
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Linken-Wahlparty am 20.09.2026
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Dirk Wiese
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
SPD-Bundestagsfraktion, SPD, Berliner Linken, Linken/Linkspartei (Linken), Linkspartei, Nachrichtensender „Welt“, CDU, die Grünen, Verfassungsschutz, SPD-Bundestagsfraktion
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Ereignis (das Interview/der Auftritt von Dirk Wiese; Bezug auf die Linken-Wahlparty am 20.09.2026) fand im Zeitraum um den 20.09.2026 statt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
SPD-Parlamentarierchef Dirk Wiese sagte, er habe „Bauchschmerzen“ wegen der Ansichten der Berliner Linken zu Antisemitismus, Vergesellschaftung und Verfassungsschutz und warne vor einem Abbau des Verfassungsschutzes, ohne eine Links-Koalition in Berlin als Automatismus zu sehen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Bauchschmerzen wegen der Ansichten der Berliner Linken zu Antisemitismus, Vergesellschaftung und Verfassungsschutz
Ablehnung des von der Linken anvisierten Wegs der Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen
Warnung vor einem von der Linken geplanten weitgehenden Abbau des Verfassungsschutzes
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- SPD-Politik zeigt sich skeptisch gegenüber möglichen Ansichten der Berliner Linken zu Antisemitismus, Vergesellschaftung und Verfassungsschutz
- SPD-Parteiführung kündigt an, dass sich die Kollegen das ansehen und Konsultationen abwarten würden
- Wiese widerspricht der von der Linken anvisierten Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen als „völlig falscher Weg“
- SPD warnt vor einem weitgehenden Abbau bzw. der Abschaffung des Verfassungsschutzes
- SPD sieht keine Vorfestlegung auf eine Zusammenarbeit mit der Linken als Koalitionspartner
- Wiese hält eine Regierungsbildung mit der Linken für nicht automatisch und erwartet laufende Diskussionen bzw. Klärungen sowohl bei SPD als auch bei der Linken
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Prüfung und Überprüfung möglicher Zusammenarbeit mit der Linkspartei
- Verzögerung und längerer Diskussionsprozess bei der Regierungsbildung in Berlin
- Ablehnung einer Vergesellschaftungsdebatte, insbesondere im Hinblick auf eine Enteignung großer Wohnungsunternehmen
- Befürwortung von mehr Wohnungsneubau statt Abwürgen des Neubaus
- Warnung vor einem weitgehenden Abbau des Verfassungsschutzes
- Erfordernis interner Klärungen innerhalb der Linkspartei als Voraussetzung für eine mögliche Regierungsbeteiligung
- Offenheit für alternative Koalitionsoptionen statt vorab festgelegter Partnerwahl
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, es wird eine Stellungnahme von Dirk Wiese (SPD-Bundestagsfraktion) zitiert, u. a. mit Aussagen wie „Bauchschmerzen“ zu den Ansichten der Berliner Linken.
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