Wirtschaft: Tankentlastungen unter Kritik in Berlin
Berlin () – Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, hat die Entscheidung der Bundesregierung für einen neuen Tankrabatt scharf kritisiert. „Der erneute Tankrabatt ist teuer, sozial ungerecht und ökonomisch kontraproduktiv“, sagte Fratzscher dem „Handelsblatt“. Er koste Geld, das die Bundesregierung nicht habe, und bedeute „letztlich eine Umverteilung von Arm zu Reich.“
Auch dürfte nach Einschätzung Fratzschers „die Hoffnung der Bundesregierung, durch den Tankrabatt an Anerkennung und Popularität zu gewinnen, kaum aufgehen, da die Entlastung bei den großen Preisschwankungen schnell unsichtbar wird“. Ähnlich skeptisch beurteilt der DIW-Chef den Spritpreisdeckel. „Die Erwartungen an den Spritpreisdeckel sind unrealistisch“, sagte er. Dieser dürfte „nicht zu systematisch geringeren Spritpreisen führen“, sondern lediglich manche Spitzenpreise reduzieren.
Fratzscher fordert stattdessen direkte Zahlungen an die Bürger. „Eine Transferzahlung wie die Energiepreispauschale von 300 Euro pro Erwachsenen von 2022 ist der einzig kluge und effektive Weg“, sagte er. Dafür scheine der Bundesregierung jedoch das Geld zu fehlen, da man sich nicht auf Steuererhöhungen oder den Abbau von Subventionen zur Gegenfinanzierung einigen könne.
Der Ökonom warf der Regierung zudem vor, erneut zu suggerieren, sie könne ein Problem lösen, das sie in Wahrheit nicht lösen kann. „Einen Wohlstandsverlust durch einen Krieg im Nahen Osten kann kein Staat wegsubventionieren“, sagte Fratzscher dem „Handelsblatt“. Die Gefahr sei groß, dass sie die Erwartungen der Menschen erneut enttäuschen werde.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Marcel Fratzscher
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Bundesregierung, Handelsblatt
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
DIW-Präsident Marcel Fratzscher kritisiert die Bundesregierung scharf: Ein neuer Tankrabatt sei teuer, sozial ungerecht und kontraproduktiv, der Spritpreisdeckel würde höchstens einzelne Spitzen senken, und stattdessen seien direkte Transferzahlungen an Bürger wie die Energiepreispauschale 2022 der sinnvollste Weg.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Die Entscheidung der Bundesregierung für einen neuen Tankrabatt
- Unzufriedenheit mit dem Tankrabatt als „teuer, sozial ungerecht und ökonomisch kontraproduktiv“
- Erwartete Entwertung/Unsichtbarkeit der Entlastung bei großen Preisschwankungen der Kraftstoffpreise
- Skepsis gegenüber dem Spritpreisdeckel wegen unrealistischer Erwartungen
- Kritik, die Regierung suggeriere erneut, ein Problem lösen zu können, das sie in Wahrheit nicht lösen könne
- Befürchtung, die Bundesregierung werde die Erwartungen der Menschen erneut enttäuschen
- Wohlstandsverlust durch den Krieg im Nahen Osten könne nicht wegsubventioniert werden
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Bundesregierung und Regierung werden in dem Artikel kritisiert, weil der Tankrabatt und der Spritpreisdeckel als unrealistisch bzw. wenig wirksam dargestellt werden
- Medienrezeption findet statt, indem die Aussagen von Marcel Fratzscher im „Handelsblatt“ wiedergegeben werden
- Es gibt Skepsis gegenüber der Hoffnung der Bundesregierung, durch den Tankrabatt Anerkennung und Popularität zu gewinnen
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Der Tankrabatt kostet Geld, das der Bundesregierung nicht zur Verfügung steht
- Es kommt zu einer Umverteilung von Arm zu Reich
- Die erhoffte Popularitäts- und Anerkennungswirkung bleibt aus
- Die Entlastung bei starken Preisschwankungen wird schnell wieder unsichtbar
- Der Spritpreisdeckel führt nicht zu systematisch niedrigeren Spritpreisen
- Er reduziert lediglich einzelne Spitzenpreise
- Die Regierung kann Wohlstandsverluste durch den Krieg im Nahen Osten nicht wegsubventionieren
- Die Erwartungen der Menschen könnten erneut enttäuscht werden
- Stattdessen werden direkte Zahlungen an Bürger als klüger und effektiver bewertet
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja: Der Artikel zitiert eine Stellungnahme von Marcel Fratzscher (DIW), der die Entscheidung der Bundesregierung für einen neuen Tankrabatt scharf kritisiert.
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