Politik in Berlin: Parteien und Umfragewerte
Berlin () – Zehn Tage vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin liegt die Linkspartei in der vom Institut Infratest gemessenen Wählergunst wieder vorn.
Demnach käme die CDU aktuell auf 20 Prozent (-1 im Vgl. zur Vorwoche, Ergebnis 2023: 28,2), die SPD auf 12 Prozent (+1, Ergebnis 2023: 18,4). Die Grünen könnten mit 16 Prozent rechnen (-2, Ergebnis 2023: 18,4), die Linke mit 21 Prozent (+2, Ergebnis 2023: 12,2) und die AfD unverändert zur Vorwoche mit 18 Prozent (Ergebnis 2023: 9,1).
Das BSW, das erstmals bei einer Abgeordnetenhauswahl in Berlin antritt, käme aktuell wie in der vergangenen Woche auf 4 Prozent und läge damit knapp unterhalb der Mandatsschwelle. Alle übrigen Parteien kämen zusammen auf 9 Prozent, darunter die FDP (Ergebnis 2023: 4,6).
Weitere Ergebnisse: Jeder sechste Wahlberechtigte in Berlin (16 Prozent) gibt an, dass sich seine Parteipräferenz bis zum Wahltag noch ändern könnte. Für zwei Drittel (68 Prozent) der Wahlberechtigten steht die Wahlentscheidung nach eigener Aussage fest. Ein weiteres Sechstel (16 Prozent) tendiert zur Nichtwahl bzw. lässt bislang keine Neigung zu einer Partei erkennen.
Angenommen, die Befragten könnten sich zwischen einem CDU-geführten, einem Grünen-geführten und einem Linken-geführten Senat entscheiden, so würde sich eine relative Mehrheit von 34 Prozent für einen weiterhin CDU-geführten Senat entscheiden, 28 Prozent würden sich für einen Linken-geführten Senat entscheiden und jeder Fünfte (19 Prozent) für einen Grünen-geführten Senat.
Müssten sie sich nur zwischen einem CDU- und einem Linken-geführten Senat entscheiden, so liegen beide Varianten gleichauf: Jeweils 42 Prozent würden sich für einen CDU-geführten bzw. einen Linken-geführten Senat entscheiden.
Für eine CDU-Führung sprechen sich in dieser Frage neben den eigenen Anhängern jeweils mit leichter Mehrheit die Anhänger der AfD und der SPD aus. Für einen Linken-geführten Senat ist neben den eigenen Anhängern auch eine Mehrheit der Grünen-Anhänger.
Keiner der Spitzenkandidaten überzeugt derzeit eine Mehrheit der Befragten. Mit der Arbeit von Elif Eralp (Linke) ist jeder Fünfte (20 Prozent) sehr zufrieden bzw. zufrieden; 26 Prozent sind mit ihr weniger bzw. gar nicht zufrieden. Mit der Arbeit von CDU-Spitzenkandidat, Finanz- und Kultursenator Stefan Evers sind 18 Prozent eher zufrieden und 28 Prozent eher unzufrieden. SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach kommt auf 16 Prozent Zufriedenheit und 28 Prozent Unzufriedenheit. Mit Werner Graf (Grüne) sind 10 Prozent zufrieden und 20 Prozent unzufrieden, mit Kristin Brinker (AfD) sind 9 Prozent zufrieden und 26 Prozent unzufrieden.
Für alle Spitzenkandidaten gilt: Jeweils eine Mehrheit der Befragten kennt sie nicht bzw. traut sich kein Urteil zu. 23 Prozent der Wahlberechtigten glauben, Elif Eralp (Linke) wäre eine gute Bürgermeisterin; jeder Dritte (33 Prozent) sieht das anders. 22 Prozent trauen Stefan Evers von der CDU zu, ein guter Bürgermeister für Berlin zu sein; 30 Prozent glauben, er wäre kein guter Bürgermeister. Von Werner Graf (Grüne) sagen 11 Prozent, er wäre ein guter Bürgermeister für Berlin; 30 Prozent sind der Meinung, er wäre kein guter Bürgermeister.
Infratest hatte von Montag bis Mittwoch dieser Woche 1.527 Wahlberechtigte in Berlin für die ARD befragt.
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Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Elif Eralp (Archiv)
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Elif Eralp, Stefan Evers, Steffen Krach, Werner Graf, Kristin Brinker
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
CDU, SPD, Grüne, Linke, AfD, BSW, FDP, Institut Infratest, ARD, Senat, Berlin
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Zeitraum / Datum des Ereignisses: Nicht erwähnt
(Hinweis: Im Text steht nur „Zehn Tage vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin“ und „von Montag bis Mittwoch dieser Woche“, aber kein konkretes Datum der Wahl bzw. der Befragung.)
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin (Abgeordnetenhauswahl in Berlin)
Worum geht es in einem Satz?
Zehn Tage vor der Berliner Abgeordnetenhauswahl liegt laut Infratest die Linke mit 21 % wieder vorn, während CDU (20 %), Grüne (16 %), AfD (18 %) und SPD (12 %) dahinter liegen, das BSW mit 4 % knapp unter der Mandatsschwelle bleibt und gleichzeitig keiner der Spitzenkandidaten eine Mehrheit überzeugt.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Infratest erhebt zehn Tage vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin die Wählergunst und weitere Umfragewerte für die Parteien und Spitzenkandidaten
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Die CDU verbessert sich in der Wählergunst nicht nachhaltig und liegt bei 20 Prozent mit Rückgang im Vergleich zur Vorwoche
- Die SPD stabilisiert sich leicht bei 12 Prozent
- Die Grünen verlieren weitere Unterstützung und liegen bei 16 Prozent
- Die Linke gewinnt Unterstützung und liegt bei 21 Prozent
- Die AfD bleibt bei 18 Prozent stabil
- Das BSW erreicht 4 Prozent und bleibt knapp unter der Mandatsschwelle
- Insgesamt landen die übrigen Parteien zusammen bei 9 Prozent
- Ein erheblicher Teil der Wahlberechtigten erwartet bis zum Wahltag noch eine mögliche Veränderung der Parteipräferenz
- Eine klare Mehrheit hat ihre Wahlentscheidung nach eigener Aussage bereits getroffen
- Ein Teil der Wahlberechtigten tendiert zur Nichtwahl oder zeigt bislang keine Neigung zu einer Partei
- In Szenarien für die Zusammensetzung von Senaten zeigt sich für einen weiterhin CDU-geführten Senat die höchste relative Zustimmung
- Wird nur zwischen CDU und Linke entschieden liegen beide Varianten gleichauf bei jeweils 42 Prozent
- Zufriedenheit und Unzufriedenheit mit den Spitzenkandidaten fallen unterschiedlich aus und keiner erreicht eine Mehrheit der Befragten
- Viele Befragte äußern bei der Bewertung der Spitzenkandidaten Unsicherheit oder kennen diese nicht ausreichend
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Nein.
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