Krankenkassen: Neue Fallpauschalen erhöhen Kosten

Krankenkassen: Neue Fallpauschalen erhöhen Kosten

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Gesundheitssystem in Zahlen: Kostenanstieg 2025

() – Die Gesetzliche Krankenversicherung hatte im Jahr 2025 laut einer Studie Mehrausgaben von 360 Millionen durch eine Neuregelung von Vergütungs-Fallpauschalen, welche die Kosten eigentlich senken sollte.

Das zeigt eine Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO), die der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstagausgabe) vorab vorliegt. Neben der politisch angestrebten Verlagerung von Operationen aus dem in ambulante Praxen löste die Neuregelung ungewollt auch einen starken Anstieg der Operationszahlen aus, wie die Studie ausweist. Dies betrifft etwa Operationen von Leistenbrüchen oder Gallenblasensteinen.

Die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Carola Reimann, drängt deshalb auf eine Korrektur der gesetzlichen Vergütungsvorgaben für solche Operationen. Die von der Ampelkoalition 2024 in Kraft gesetzte Neuregelung sei „zwar gut gemeint, aber schlecht gemacht“, sagte Reimann der FAZ. Es sei daher „höchste Zeit, dass der Gesetzgeber die Regelungen nachbessert“, forderte sie.

Vertragsärzte und erhalten durch diese Fallpauschalen (Hybrid-DRGS) seit 2024 gleich hohe Vergütungen für bestimmte Eingriffe. Die Vergütungen für Krankenhäuser fielen damit niedriger aus als zuvor, jene für Vertragsärzte stiegen aber stark. Ziel war es, dass mehr Behandlungen ambulant statt stationär erfolgen, was im Grundsatz günstiger ist. Die Fallzahlen stiegen aber in der Folge insgesamt um 17 Prozent, so die Wido-Studie. Reimann fordert, dass diese Fallpauschalen um 30 Prozent sinken, um solche Mengeneffekte und damit Mehrkosten für die zu verhindern.

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Text-/Bildquelle:
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Krankenhaus (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Carola Reimann

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Wissenschaftliches Institut der AOK (WIdO), AOK-Bundesverband, Carola Reimann, Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Ampelkoalition, Gesetzliche Krankenversicherung, Vertragsärzte, Krankenhäuser, Gesetzgeber, Wissenschaftliche Instituts der AOK (WIdO)

Wann ist das Ereignis passiert?

Das Ereignis fand im Jahr 2025 statt (Mehrausgaben laut Studie).
Zusätzlich wird erwähnt, dass die Vergütungs-Neuregelung seit 2024 in Kraft ist.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Laut einer WIdO-Analyse verursachte die Vergütungs-Neuregelung der Krankenhaus-Fallpauschalen (Hybrid-DRGs) im Jahr 2025 Mehrkosten von 360 Millionen Euro und erhöhte zudem die Operationszahlen ungewollt um 17%, weshalb die AOK-Chefin Carola Reimann eine Korrektur fordert.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Neuregelung von Vergütungs-Fallpauschalen zur Abrechnung bestimmter Eingriffe (Hybrid-DRGS), die Kosten eigentlich senken sollte
  • Politisch angestrebte Verlagerung von Operationen aus dem Krankenhaus in ambulante Praxen
  • Ungewollter starker Anstieg der Operationszahlen infolge der Neuregelung, betroffen u a Operationen von Leistenbrüchen und Gallenblasensteinen

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Laut Artikel drängt die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Carola Reimann, auf eine Korrektur der gesetzlichen Vergütungsvorgaben
  • Reimann kritisiert, die Neuregelung sei „gut gemeint, aber schlecht gemacht“ und fordert ein Nachbessern durch den Gesetzgeber
  • Im Artikel werden keine konkreten Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien mit Zitaten oder Beschlüssen beschrieben

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Mehrausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung in Höhe von 360 Millionen Euro im Jahr 2025
  • Ungewollter Anstieg der Operationszahlen in bestimmten Bereichen wie Leistenbruch und Gallenblasensteinen
  • Insgesamt steigende Fallzahlen um 17 Prozent
  • Mengeneffekte führen zu Mehrkosten für die gesetzlichen Krankenkassen
  • Forderung nach einer Korrektur der gesetzlichen Vergütungsvorgaben für solche Operationen
  • Ziel der Vergütungsumstellung wird verfehlt, da die Verlagerung von stationären zu ambulanten Behandlungen nicht im gewünschten Umfang eintritt
  • Anpassung wird politisch gefordert, unter anderem durch eine Senkung der Fallpauschalen um 30 Prozent

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja. Es wird eine Stellungnahme der Vorstandsvorsitzenden des AOK-Bundesverbandes Carola Reimann zitiert (“zwar gut gemeint, aber schlecht gemacht” sowie die Forderung nach Nachbesserungen durch den Gesetzgeber).

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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