Gesundheitspolitik in Berlin: AOK kritisiert Gesetzesentwurf
Berlin () – Die AOK kritisiert den im Bundeskabinett beschlossenen Entwurf zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz scharf. Das Gesetz, das ursprünglich eine der wichtigsten Gesundheitsreformen der letzten Jahre darstellen sollte, entwickle sich nun zu einem „Haushaltssanierungsgesetz“, sagte die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Carola Reimann, am Mittwoch.
Die Steuerzuschüsse für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) würden um jährlich zwei Milliarden Euro gekürzt, während die Erhöhung der Bundesmittel zur Erstattung der Gesundheitskosten von Bürgergeldempfängern mit 250 Millionen Euro nur symbolisch sei. „Das ist keine konsistente Politik, sondern ein Taschenspielertrick“, sagte Reimann. Das Einsparvolumen auf der Ausgabenseite werde weiter geschmälert, anstatt die von der Finanzkommission Gesundheit aufgezeigten Einsparpotenziale auszuschöpfen.
Positiv bewertete die AOK jedoch das Versprechen einer Herstellerabgabe auf zuckerhaltige Getränke und die Abmilderung sozialer Härten beim Krankengeld sowie bei der Mitversicherung von Ehepartnern. Reimann kritisierte zudem, dass die Pharmaindustrie in Deutschland einen noch geringeren Beitrag zur Stabilisierung der GKV-Finanzen leisten solle.
Im parlamentarischen Verfahren müssten die bestehenden Schieflagen und neu entstandenen Unwuchten beseitigt werden, forderte Reimann. In der jetzigen Form könne das Gesetz seiner Zielstellung der Beitragssatzstabilisierung nicht gerecht werden. Sie warnte vor möglichen Beitragssatz-Anstiegen zum Jahreswechsel und forderte einen wirksamen Beitrag des Bundes zur kostendeckenden Finanzierung der Gesundheitskosten der Bürgergeldempfänger. Die Kürzung des Bundeszuschusses sei nicht akzeptabel und sollte zurückgenommen werden. Zudem sei ein wirksamer Sparbeitrag der Pharmaindustrie zum GKV-Sparpaket notwendig.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Carola Reimann
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Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Die AOK kritisiert das vom Bundeskabinett beschlossene GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz als unzureichend und warnte vor möglichen Beitragserhöhungen, da die geplanten Kürzungen bei Steuerzuschüssen und die ungenügenden Erlössteigerungen bei Gesundheitskosten als Haushaltsmanipulation angesehen werden.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Beschluss des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes im Bundeskabinett
- Kürzung der Steuerzuschüsse für die gesetzliche Krankenversicherung um jährlich zwei Milliarden Euro
- Symbolische Erhöhung der Bundesmittel für Bürgergeldempfänger um 250 Millionen Euro
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Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
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- Pharmaindustrie soll geringeren Beitrag zur Stabilisierung der GKV leisten
- Forderung, bestehende Schieflagen im parlamentarischen Verfahren zu beseitigen
- Gesetz kann Zielstellung der Beitragssatzstabilisierung nicht gerecht werden
- Warnung vor möglichen Beitragssatz-Anstiegen zum Jahreswechsel
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- Notwendigkeit eines wirksamen Sparbeitrags der Pharmaindustrie zum GKV-Sparpaket
Welche Konsequenzen werden genannt?
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- Gesetz könnte seiner Zielstellung der Beitragssatzstabilisierung in der jetzigen Form nicht gerecht werden
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, der Artikel zitiert eine Stellungnahme der AOK-Vorstandsvorsitzenden Carola Reimann, die das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz scharf kritisiert.
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