Wirtschaftlicher Drohnenschutz für Deutsche Flughäfen
Berlin () – Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), Lars Redeligx, fordert Tempo beim Drohnenschutz der deutschen Flughäfen. Die Ereignisse in Leipzig hätten eindringlich gezeigt, dass die Bedrohungslage eine andere sei als vor ein paar Jahren, sagte Redeligx der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstagsausgabe). Es sei ein Sicherheitsthema und ein wirtschaftliches. 2025 sei durch Betriebsunterbrechungen wegen Drohnen ein Schaden von 60 Millionen Euro entstanden, mit Folgekosten seien es 160 Millionen Euro gewesen.
Die Innenminister aus Bund und Ländern hätten sehr schnell entschieden, acht Flughäfen der kritischen Infrastruktur mit Drohnenschutz auszustatten. Das Tempo der Entscheidungen müsse bei der Einführung und der Weiterentwicklung der Systeme beibehalten werden, sagte Redeligx, der seit 1. Juli BDL-Präsident ist und auch den Flughafen Düsseldorf führt. Er gehe davon aus, dass alle staatlichen Stellen schnellstmöglich Ausschreibungen abschließen und Systeme zum Einsatz bringen.
Mittelfristig dürfe sich Drohnenschutz nicht nur auf die ausgewählten Flughäfen in Frankfurt, München, Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Stuttgart, Leipzig und Köln beschränken. „Auf Dauer darf eine Risikobewertung nicht nur an Passagierzahlen oder Flugbewegungen hängen“, sagte er. Regionalflughäfen spielten auch eine wichtige Rolle, zum Beispiel als Ausweichplätze für die Bundeswehr.
Redeligx bekräftigte die Forderung nach einer Entlastung bei Steuern und Gebühren über die Senkung der Luftverkehrssteuer hinaus, die zum 1. Juli für Europaflüge um 2,50 Euro je Passagier verringert wurde. „Um am Wachstum der Luftfahrt teilzuhaben, brauchen wir eine Entlastung um 15 Euro je Passagier, zum Beispiel durch einen Wegfall der Luftverkehrsteuer“, sagte er. Erst damit kehre man zum europäischen Abgabendurchschnitt zurück.
Aktuell bestehe ein deutscher Kostennachteil von 2.000 Euro je Start, weshalb Gesellschaften im Punkt-zu-Punkt-Verkehr wie die Billigflieger Ryanair, Easyjet und Wizzair Flugzeuge in anderen Ländern stationierten. Seit 2019 hätten Punkt-zu-Punkt-Airlines rund 60 Flugzeuge abgezogen. Das entspreche mehr als 10.000 Arbeitsplätzen und vier Milliarden Euro Wertschöpfung.
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Start- und Landebahn an einem Flughafen (Archiv)
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Lars Redeligx
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), Lars Redeligx, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Innenminister, Bundeswehr, Flughafen Düsseldorf, Europaflüge, Senkung der Luftverkehrssteuer, Ryanair, Easyjet, Wizzair
Wann ist das Ereignis passiert?
Datum/Zeitraum: „Donnerstagsausgabe“ (keine konkrete Jahreszahl/kein konkretes Datum im Text genannt)
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Leipzig, Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Stuttgart, Köln, Frankfurt am Main, München
Worum geht es in einem Satz?
Der BDL-Präsident Lars Redeligx fordert Tempo beim Drohnenschutz der deutschen Flughäfen, weil die Ereignisse in Leipzig und die durch Drohnen verursachten Betriebsunterbrechungen (2025 rund 60 Mio. € Schaden, insgesamt inkl. Folgekosten 160 Mio. €) die veränderte Bedrohungslage zeigen, und plädiert zugleich für eine weitere Entlastung von Steuern und Gebühren sowie eine Risikobewertung, die auch regionale Flughäfen stärker einbezieht.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Ereignisse in Leipzig hätten eindringlich gezeigt, dass die Bedrohungslage eine andere sei als vor ein paar Jahren
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Bundes- und Landes-Innenminister hätten sehr schnell entschieden, acht Flughäfen der kritischen Infrastruktur mit Drohnenschutz auszustatten.
- Staatliche Stellen sollen laut BDL-Präsident Ausschreibungen schnellstmöglich abschließen und Systeme zum Einsatz bringen.
- Keine konkrete Reaktion von Politik Öffentlichkeit oder Medien im Detail beschrieben.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- 2025 entstand ein Schaden von 60 Millionen Euro durch Betriebsunterbrechungen
- Mit Folgekosten stiegen die Schäden auf insgesamt 160 Millionen Euro
- Innenminister von Bund und Ländern entschieden schnell zur Ausstattung von acht Flughäfen der kritischen Infrastruktur mit Drohnenschutz
- Die Systeme müssen zügig eingeführt und weiterentwickelt werden
- Der Drohnenschutz soll mittelfristig nicht nur auf ausgewählte Flughäfen beschränkt werden
- Regionalflughäfen sollen stärker berücksichtigt werden, auch als Ausweichplätze für die Bundeswehr
- Gesellschaften im Punkt-zu-Punkt-Verkehr könnten verstärkt Flugzeuge in anderen Ländern stationieren
- Seit 2019 wurden rund 60 Flugzeuge abgezogen
- Das entspricht mehr als 10.000 Arbeitsplätzen und vier Milliarden Euro Wertschöpfung, die betroffen wären
- Eine Entlastung bei Steuern und Gebühren wird als Voraussetzung für Wettbewerbsfähigkeit genannt
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja — es wird eine Stellungnahme von Lars Redeligx (Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, BDL) zitiert.
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