Klimaschutz in Berlin (Grüne)
Berlin () – Die Parteispitze der Grünen verschärft ihre Klimastrategie. Bei ihrer Klausur Ende der Woche in Berlin wollen die Grünen Pläne für zusätzliche Hitze-Anpassungsmaßnahmen beschließen, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“.
Besonders stark vorantreiben will die Partei die Begrünung von Städten. „Wir wollen die Neupflanzung von mindestens einer Million zusätzlicher Straßenbäume in unseren Städten und Gemeinden bis 2030 aus Bundesmitteln finanzieren“, heißt es in der Beschlussvorlage, aus der die Zeitung zitiert. Grün statt Grau müsse zur Leitlinie deutscher Stadt- und Gemeindeentwicklung werden, fordert Parteichef Felix Banaszak. Jeder zusätzliche Baum spende Schatten, speichere Wasser, verbessere die Luft und senke die Temperatur.
Helfen soll auch ein neues Baumgesetz. Ob neue Wasserleitung, Straßendecke oder Straßenbahngleis – bei jeder Baustelle solle geprüft werden, ob dort neue Bäume sofort mit eingesetzt werden können, heißt es in dem Papier weiter. In Berlin, wo die Grünen nach der Landtagswahl Ende September mitregieren wollen, werde man die Zahl der verpflichtenden Ersatzpflanzungen verdoppeln. Zudem soll künftig in Kommunen ein bundesweites 3-30-300-Prinzip gelten. Diese Formel solle sicherstellen, dass von jedem Wohnhaus mindestens drei große Bäume sichtbar sind, jeder Stadtteil und jedes Dorf eine Baumkronenabdeckung von mindestens 30 Prozent erreicht und jedes Haus maximal 300 Meter von einer öffentlichen Grünfläche oder Park entfernt ist.
Auch Kurzfrist-Maßnahmen gegen künftige Hitzewellen sieht das Papier vor. In einem ersten Schritt sollen Museen, klimatisierte Bibliotheken, Freibäder und andere kühle öffentliche Orte an besonders heißen Tagen ab 35 Grad Celsius kostenfrei öffnen. Mit einem Bundesprogramm wollen die Grünen auch die Modernisierung von belasteten öffentlichen Einrichtungen mit klimafreundlichen Kühlsystemen fördern. Gemeint sind damit etwa Altenheime oder auch Krankenhäuser.
Hart attackiert die Partei in dem Papier Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und die schwarz-rote Koalition. Die Reaktion des Kanzlers und seiner Regierung auf die klimabedingten Hitzeextreme seien „schlichtweg ein Totalausfall“, heißt es darin. „Vor unseren Augen treten die schlimmsten Prognosen ein, um uns herum antworten Regierungen in ganz Europa mit Sofortmaßnahmen, und in Deutschland regieren Bräsigkeit, Realitätsverweigerung und Ignoranz.“
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Felix Banaszak, Friedrich Merz
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Grünen, Felix Banaszak, „Süddeutsche Zeitung“, CDU, Friedrich Merz, schwarz-rote Koalition, Berlin, Landtagswahl, CDU, Bundeskanzler
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Ereignis fand Ende der Woche in Berlin statt (Bericht zur Klausur der Grünen). Darüber hinaus kein konkretes Datum genannt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Die Grünen wollen auf ihrer Klausur in Berlin ihre Klimastrategie deutlich verschärfen und unter anderem bis 2030 mit Bundesmitteln eine Million zusätzliche Straßenbäume finanzieren, ein neues Baumgesetz mit dem 3-30-300-Prinzip einführen sowie kurzfristig bei Hitze ab 35°C kostenfreie „kühle Orte“ wie klimatisierte Bibliotheken und Museen öffnen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Parteispitze der Grünen verschärft die Klimastrategie
- Klausur Ende der Woche in Berlin zur Beschlussfassung zusätzlicher Hitze-Anpassungsmaßnahmen
- Vorantreiben von Begrünung und einem neuen Baumgesetz
- Einführung von Baumverpflichtungen und 3-30-300-Prinzip zur besseren Hitzebelastungsanpassung
- Planung kurzfristiger Maßnahmen wie kostenfreie Öffnungen kühler öffentlicher Orte ab 35 Grad Celsius und Förderprogrammen für klimafreundliche Kühlsysteme
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Parteispitze der Grünen verschärft ihre Klimastrategie und will zusätzliche Hitze-Anpassungsmaßnahmen beschließen
- Es werden insbesondere Begrünungsmaßnahmen wie Neupflanzung von Straßenbäumen sowie ein neues Baumgesetz gefordert
- Kritisiert wird Bundeskanzler Friedrich Merz sowie die schwarz-rote Koalition mit Vorwürfen einer unzureichenden Reaktion auf klimabedingte Hitzeextreme
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Zusätzliche Hitze-Anpassungsmaßnahmen für Städte und Gemeinden
- Finanzierung der Neupflanzung von mindestens einer Million zusätzlicher Straßenbäume bis 2030 aus Bundesmitteln
- Verbesserung von Schatten- und Kühlwirkung durch mehr Bäume
- Bessere Wasserspeicherung durch Begrünung
- Verbesserung der Luftqualität durch mehr Baumstandorte
- Senkung der Temperaturentwicklung in urbanen Bereichen
- Verbindliche Prüfung bei Baustellen, ob sofort neue Bäume integriert werden können
- Verdopplung der Zahl verpflichtender Ersatzpflanzungen in Berlin
- Einführung eines bundesweiten 3-30-300-Prinzips für Kommunen
- Zielvorgabe, dass von jedem Wohnhaus mindestens drei große Bäume sichtbar sind
- Zielvorgabe, dass jeder Stadtteil und jedes Dorf eine Baumkronenabdeckung von mindestens 30 Prozent erreicht
- Zielvorgabe, dass jedes Haus maximal 300 Meter von einer öffentlichen Grünfläche oder einem Park entfernt ist
- Kostenfreie Öffnung kühler öffentlicher Orte an besonders heißen Tagen ab 35 Grad Celsius
- Förderung der Modernisierung belasteter öffentlicher Einrichtungen mit klimafreundlichen Kühlsystemen
- Maßnahmen zur Kühlung etwa in Altenheimen und Krankenhäusern
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja – die Parteispitze der Grünen wird mit einer Beschlussvorlage zitiert, außerdem Parteichef Felix Banaszak („Wir wollen…“) sowie die Formulierung zur Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz („…ein Totalausfall“) und der Bundesregierung.
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