Politik: Bundesfinanzen in Berlin
Berlin () – Die Union hat Pläne von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) kritisiert, die steuerliche Begünstigung für wirtschaftlich tätige Vereine deutlich einzuschränken.
„Ich frage mich, ob wir uns für jährliche Mehreinnahmen von 45 Millionen Euro den erwartbaren Ärger mit den Vereinen wirklich einhandeln wollen“, sagte der finanzpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Fritz Güntzler, der „Welt am Sonntag“. Das wäre ein „fatales Signal“, habe sich diese Regierung doch eigentlich vorgenommen, das Ehrenamt zu stärken.
Grundsätzlich zeigte sich der CDU-Politiker irritiert, dass in dem Referentenentwurf aus dem Bundesfinanzministerium geplante Änderungen und Streichungen stehen, die nicht Teil der Steuereinigung des Koalitionsausschusses Anfang Juli waren. Wesentliche Inhalte des Referentenentwurfs seien nicht durch den Koalitionsausschuss gedeckt, sagte Güntzler. Dazu zählte er auch die Streichung des Freibetrags für Belegschaftsrabatte und für Gewinne aus der Veräußerung von Anteilen an Kapitalgesellschaften.
Hintergrund ist ein Referentenentwurf aus dem Bundesfinanzministerium mit dem Arbeitstitel „Einkommensteuerreformgesetz 2027“. Demnach soll der bisherige Freibetrag für steuerpflichtige Körperschaften, Personenvereinigungen und Vermögensmassen von 5.000 Euro entfallen und durch eine Freigrenze von 1.000 Euro ersetzt werden. Nach Angaben des Ministeriums würden dadurch Bund, Ländern und Kommunen zusammen zusätzliche Steuereinnahmen von rund 45 Millionen Euro pro Jahr zufließen.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Lars Klingbeil, Fritz Güntzler
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, CDU/CSU, Union, SPD, Bundesfinanzministerium, Lars Klingbeil, Fritz Güntzler, Koalitionsausschuss, Bundesrat, Bund, Ländern, Kommunen, Kapitalgesellschaften
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Die CDU/CSU kritisiert die Pläne von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil, die steuerlichen Begünstigungen für wirtschaftlich tätige Vereine stark einzuschränken, weil dies ihrer Ansicht nach nicht mit der zuvor beschlossenen Steuereinigung gedeckt sei und dem Ehrenamt schaden könne.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Ein Referentenentwurf aus dem Bundesfinanzministerium mit dem Arbeitstitel Einkommensteuerreformgesetz 2027, der steuerliche Begünstigungen für wirtschaftlich tätige Vereine deutlich einschränken soll
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Union kritisiert die Pläne von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil zur Einschränkung der steuerlichen Begünstigung für wirtschaftlich tätige Vereine.
- Fritz Güntzler (CDU/CSU) nennt jährliche Mehreinnahmen von 45 Millionen Euro und erwartet dafür Ärger mit den Vereinen.
- Die Union sieht die Maßnahmen als fatales Signal und einen Widerspruch zur geplanten Stärkung des Ehrenamts.
- Güntzler zeigt sich irritiert, dass wesentliche Punkte im Referentenentwurf enthalten sind, die nicht Teil der Steuereinigung des Koalitionsausschusses Anfang Juli gewesen seien.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Einschränkung der steuerlichen Begünstigung für wirtschaftlich tätige Vereine
- Weniger Vorteil für steuerpflichtige Körperschaften, Personenvereinigungen und Vermögensmassen bis zur neuen Freigrenze
- Wegfall des bisherigen Freibetrags von 5.000 Euro und Ersatz durch eine Freigrenze von 1.000 Euro
- Mögliche Mehrbelastung der betroffenen Einrichtungen durch höhere Steuernachzahlungen
- Geringere Förderung des wirtschaftlichen Engagements von Vereinen über Steuervergünstigungen
- Politische Kritik und Vertrauens- bzw. Legitimitätsprobleme wegen als nicht abgestimmt dargestellten Änderungen im Gesetzgebungsprozess
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja: Fritz Güntzler (CDU/CSU-Bundestagsfraktion) äußert in dem Artikel eine Reaktion zur Kritik an den Plänen von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil.
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