Gesellschaft: Bundespolitik in Berlin
Berlin () – Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch kritisiert die Sparpläne von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU). Beim Unterhaltsvorschuss brauche es Maßnahmen, um Zahlungen bei den Unterhaltssäumigen durchzusetzen, sagte er der „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe). Leistungseinschränkungen für alleinerziehende Elternteile und deren Kinder seien der falsche Weg. „Sie treffen Menschen, die ohnehin schwer belastet sind“, so Schuch.
Mit Blick auf Reformpläne bei der Kinder- und Jugendhilfe sagte Schuch zugleich: „Es besteht die Gefahr, dass aus handhabbaren Krisen hochkomplexe Hilfeverläufe entstehen – mit teuren Folgekosten für die gesamte Gesellschaft.“ Prävention und Kinderschutz müssten das oberste Ziel sein. Die Diakonie halte am Weg einer am Einzelfall orientierten, bedarfsgerechten und für die Betroffenen passgenauen Leistung fest. „Für uns steht der Mensch als Individuum im Mittelpunkt“, sagte er.
Prien will den Unterhaltsvorschuss kürzen und in der Kinder- und Jugendhilfe stärker auf Gruppenangebote als auf individuelle Hilfen setzen. Gerade mögliche Einschnitte bei der Schulbegleitung sorgen dabei für heftige Kritik.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Kinder in einer Schule (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Rüdiger Schuch, Karin Prien
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Diakonie, Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU), Rheinische Post, CDU.
Wann ist das Ereignis passiert?
Mittwochsausgabe (keinen konkreten Tag genannt).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch kritisiert die Sparpläne von Familienministerin Karin Prien (CDU) als falschen Ansatz, weil Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss und in der Kinder- und Jugendhilfe Betroffene zusätzlich belasten und statt bedarfsgerechter, individueller Hilfen „hochkomplexe Hilfeverläufe“ mit teuren Folgekosten erzeugen könnten.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Sparpläne von Bundesfamilienministerin Karin Prien beim Unterhaltsvorschuss und die geplanten Reformpläne bei der Kinder- und Jugendhilfe
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Rüdiger Schuch kritisierte die Sparpläne von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) und warnte vor Folgen für alleinerziehende Eltern und deren Kinder
- Er sagte, Leistungseinschränkungen seien der falsche Weg, weil sie Menschen träfen, die ohnehin schwer belastet seien
- Bei den Reformplänen zur Kinder- und Jugendhilfe befürchtete er, dass aus handhabbaren Krisen hochkomplexe Hilfeverläufe mit teuren Folgekosten entstünden
- Er kritisierte Prien zudem dafür, den Unterhaltsvorschuss kürzen zu wollen und in der Kinder- und Jugendhilfe stärker auf Gruppenangebote statt individuelle Hilfen zu setzen
- Mögliche Einschnitte bei der Schulbegleitung stießen laut Artikel auf heftige Kritik
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Maßnahmen zur Durchsetzung von Unterhaltszahlungen bei Unterhaltssäumigen
- Vermeidung von Leistungseinschränkungen für alleinerziehende Elternteile und deren Kinder
- Verringerung der Belastung von Personen, die ohnehin schon stark belastet sind
- Vermeidung komplexer Hilfeverläufe aus zunächst handhabbaren Krisen
- Reduzierung teurer Folgekosten für die gesamte Gesellschaft
- Sicherstellung, dass Prävention und Kinderschutz oberstes Ziel bleiben
- Fortführung einer am Einzelfall orientierten bedarfsgerechten, passgenauen Leistungsgewährung
- Sicherung einer individuellen Schulbegleitung, um Einschnitte zu verhindern
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja – Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch wird mit mehreren Zitaten zitiert, darunter seine Kritik an den Sparplänen von Bundesfamilienministerin Karin Prien.
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