Organspende-Debatte in der Politik Berlin
Berlin () – Die CDU-Politikerin Gitta Connemann kritisiert die Kirchen für ihre ablehnende Haltung zur Widerspruchslösung bei der Organspende.
Das könne sie nicht verstehen, sie akzeptiere es auch nicht, sagte Connemann dem „Stern“. Es müsse bei der Freiwilligkeit bleiben, aber man dürfe von allen Menschen eine Entscheidung darüber verlangen. „Jetzt ist Schluss mit Abwarten und Verdrängen.“
Die CDU-Wirtschaftspolitikerin gehört wie die frühere Grünen-Vorsitzende Ricarda Lang zu einer fraktionsübergreifenden Gruppe, die im Bundestag für die Einführung der sogenannten Widerspruchslösung wirbt. „Dann soll jeder, der 18 Jahre alt wird, ein Schreiben erhalten: Du hast die Entscheidung, aber solltest du dich nicht melden, verstehen wir dein Verhalten als Ja, und du wirst Organspender“, so Connemann.
Nach der bisher geltenden Entscheidungslösung gilt nur ein ausdrückliches Ja als Einverständnis für eine Organspende im Falle eines Hirntodes. „Der bisherige Weg hat aber nicht dazu geführt, dass es spürbar mehr Organspenden gibt“, sagte Ricarda Lang dem „Stern“. „Wir müssen heute ehrlich sagen: Es hat nicht gefruchtet.“ Und weiter: „Es ist niemandem zuzumuten, gegen seinen Willen Spender zu werden. Nie und nimmer. Aber es ist zumutbar, dass wir uns zumindest einmal im Leben mit der Organspende beschäftigen und eine aktive Entscheidung treffen.“
Connemann wies zudem darauf hin, dass in den meisten EU-Staaten bereits die Widerspruchslösung gelte und auch deutsche Urlauber ungefragt zum Spender werden könnten. „Sollten Sie in Spanien, in Kroatien, in den Niederlanden schwer verunglücken, sind Sie automatisch Organspender, sofern Sie keinen anderen Willen hinterlegt haben.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Gitta Connemann (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Gitta Connemann, Ricarda Lang
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin, Spanien, Kroatien, Niederlande
Worum geht es in einem Satz?
CDU-Politikerin Gitta Connemann kritisiert die Kirchen für ihre Ablehnung der Widerspruchslösung zur Organspende und fordert, dass jeder Mensch eine Entscheidung treffen sollte, während sie die aktuelle Regelung als ineffektiv bezeichnet.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Kritik von Gitta Connemann an der ablehnenden Haltung der Kirchen
- Forderung nach einer Widerspruchslösung bei der Organspende
- Zielgruppe sind alle Menschen ab 18 Jahren
- Vergleich zu bestehenden Regelungen in anderen EU-Staaten
- Aktuelle Entscheidungslösung führt nicht zu mehr Organspenden
- Notwendigkeit, sich aktiv mit Organspende auseinanderzusetzen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Gitta Connemann kritisiert Kirchen für abgelehnte Widerspruchslösung zur Organspende
- Sie fordert eine Entscheidung von allen Menschen zur Organspende
- Connemann gehört zu fraktionsübergreifender Gruppe im Bundestag für Widerspruchslösung
- Alle 18-Jährigen sollen ein Schreiben zur Organspende erhalten
- Aktuelle Entscheidungslösung führt nicht zu mehr Organspenden
- Ricarda Lang betont, dass es notwendig ist, sich mit Organspende zu beschäftigen
- In den meisten EU-Staaten gilt bereits die Widerspruchslösung
- Deutsche Urlauber können im Ausland ohne Willen automatisch Spender werden
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Kritik an der ablehnenden Haltung der Kirchen
- Forderung nach einer aktiven Entscheidung zur Organspende
- Dringlichkeit, das Thema anzugehen und nicht zu verdrängen
- Einführung der Widerspruchslösung angestrebt
- Bedarf an einer Informierung für alle ab 18 Jahren über Organspende
- Unzufriedenheit mit der bisherigen Entscheidungslösung
- Hinweis auf die Regelungen in anderen EU-Staaten
- Möglichkeit, im Ausland automatisch Organspender zu sein
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Gitta Connemann zitiert. Sie kritisiert die ablehnende Haltung der Kirchen zur Widerspruchslösung bei der Organspende und betont, dass man von allen Menschen eine Entscheidung verlangen müsse.
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