Kommunikation und Reformen in Berlin
Berlin () – CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann mahnt eine bessere Kommunikation für die anstehenden Reformprojekte der Bundesregierung an. „Wenn die Menschen nicht sehen, warum wir das machen, sondern nur die höhere Zuzahlung für Medikamente, dann gewinnen wir die Herzen nicht“, sagte Linnemann der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS).
Als Vorbild nannte er den früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD): „Er hat den Menschen eine Geschichte erzählt, warum er das macht. Nicht nur den Gürtel enger schnallen. Sondern auch, dass die Wirtschaft wieder wächst, wenn mehr Menschen in Arbeit sind. Fördern und Fordern. Das hat er mit einem klugen Narrativ verbunden.“ Auch der jetzige Kanzler Friedrich Merz (CDU) halte viele solcher Reden, sagte Linnemann auf Nachfrage. Es dauere aber, „bis sich das in den Köpfen festsetzt“.
Der Generalsekretär rechtfertigte zugleich den Kursschwenk seiner Partei, jetzt doch die Sozialpartner in den Reformprozess einbinden zu wollen. „Wir müssen aufpassen, dass sich die Fronten in Deutschland nicht betonieren“, sagte er. „Wir werden und wollen diese Debatten führen, auch mit den Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden.“ Die Koalition wolle „heraus aus diesem Schwarz-Weiß – und alles tun, um den Laden zusammenzuhalten“.
Als schwierigstes Vorhaben bezeichnete Linnemann die geplante Einkommensteuerreform, da die Gegenfinanzierung umstritten sei. Er zeigte sich aber offen für eine höhere Reichensteuer, wenn sichergestellt sei, dass Handwerker und Mittelständler davon nicht betroffen seien. „Deshalb müssen wir ein besseres System finden, wie sie zum Beispiel wie eine Kapitalgesellschaft besteuert werden können“, fügte er hinzu.
In Bezug auf die bevorstehende Rentenreform zeigte sich Linnemann hingegen zuversichtlich, dass Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) das Ergebnis der einschlägigen Expertenkommission umsetzen werde. Hier gehe es nicht um Rentenkürzungen, und das Gesamtversorgungsniveau werde durch Betriebsrenten und private Vorsorge sogar steigen.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Carsten Linnemann (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Carsten Linnemann, Gerhard Schröder, Friedrich Merz, Bärbel Bas
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
CDU, SPD, Gerhard Schröder, Friedrich Merz, Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände, Bärbel Bas, Expertenkommission
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin.
Worum geht es in einem Satz?
CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann fordert eine bessere Kommunikation der Regierung zu Reformprojekten, um das Verständnis der Bürger zu gewinnen, und betont die Notwendigkeit, Sozialpartner in den Reformprozess einzubinden, während er sowohl die Herausforderungen der Einkommensteuerreform als auch die positive Aussicht auf die Rentenreform thematisiert.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Forderung nach besserer Kommunikation für Reformprojekte
- Unzufriedenheit mit Wahrnehmung von höheren Zuzahlungen für Medikamente
- Bezugnahme auf frühere politische Erzählstrategien von Gerhard Schröder
- Notwendigkeit der Einbindung von Sozialpartnern in den Reformprozess
- Warnung vor verhärteten Fronten in der Gesellschaft
- Komplexität der geplanten Einkommensteuerreform und Gegenfinanzierung
- Offenheit für höhere Reichensteuer, unter bestimmten Bedingungen
- Zuversicht bezüglich der Rentenreform und deren Auswirkungen auf das Versorgungsniveau
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Carsten Linnemann fordert bessere Kommunikation zu Reformprojekten.
- Kritik an unzureichender Darstellung der Motivationen hinter höheren Zuzahlungen.
- Er hebt die Bedeutung einer erzählerischen Ansatzweise hervor, wie sie Gerhard Schröder praktizierte.
- Merz halte ähnliche Reden, aber Veränderung in der öffentlichen Wahrnehmung erfordere Zeit.
- Rechtfertigung der Einbindung von Sozialpartnern in den Reformprozess.
- Betonung der Notwendigkeit, Konflikte in der Gesellschaft zu vermeiden.
- Einkommensteuerreform als schwieriges Vorhaben wegen umstrittener Gegenfinanzierung.
- Offenheit für höhere Reichensteuer, sofern Handwerker und Mittelständler nicht betroffen sind.
- Zuversicht hinsichtlich der Rentenreform und deren positive Auswirkungen auf das Versorgungsniveau.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Notwendigkeit besserer Kommunikation zu Reformprojekten
- Gewinnung der Zustimmung der Bevölkerung
- Einbindung der Sozialpartner in den Reformprozess
- Vermeidung von verhärteten Fronten in der gesellschaftlichen Debatte
- Bedarf an einem besseren Steuersystem für Handwerker und Mittelständler
- Zuversicht über Umsetzung der Rentenreform durch die Arbeitsministerin
- Anstieg des Gesamtversorgungsniveaus durch Betriebsrenten und private Vorsorge
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Carsten Linnemann zitiert, in der er bessere Kommunikation für die Reformprojekte der Bundesregierung mahnt und die Notwendigkeit betont, den Menschen die Gründe für die Reformen zu erklären.
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