Außenpolitik: Deutsche Haltung gegenüber den USA
Berlin () – 71 Prozent der Bundesbürger sind laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest aktuell der Auffassung, dass die Bundesregierung im Umgang mit den USA bei außenpolitischen Streitfragen auf eigene Positionen bestehen sollte, selbst wenn das US-Präsident Donald Trump verärgern könnte. Das hat eine entsprechende Erhebung unter 1.303 Wahlberechtigten für den „Deutschlandtrend“ der ARD von Montag bis Mittwoch dieser Woche ergeben. Nur zwei von zehn (22 Prozent) fänden es demnach besser, wenn sich die Bundesregierung eher zurückhalte, um Trump nicht zu provozieren.
Zuletzt hatte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) den US-Präsidenten während eines Besuchs in einer sauerländischen Schule kritisiert. Merz sagte, die USA hätten „offensichtlich keine Strategie“. Trump kritisierte anschließend Merz auf seiner persönlichen Plattform und kündigte an, er wolle Truppen aus Deutschland abziehen.
Der Krieg der USA gegen den Iran hat weitreichende ökonomische Folgen, auch für Deutschland. Die Bundesregierung hat angeboten, im Falle eines Endes der Kampfhandlungen zwischen den USA und Iran, sich an einer internationalen Militärmission zur Sicherung der zivilen Schifffahrt in der Straße von Hormus mit Minensuch-Schiffen zu beteiligen. Einen solchen möglichen Einsatz hält laut Infratest aktuell eine leichte Mehrheit von 53 Prozent für richtig, 36 Prozent halten ihn für falsch.
Unter den Parteianhängern sprechen sich vor allem Anhänger der Union (71 Prozent), der SPD (70 Prozent) und der Grünen (69 Prozent) mehrheitlich für einen Einsatz aus, unter Anhängern der AfD (39 Prozent) und der Linken (41 Prozent) wäre nur eine Minderheit dafür.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
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Laut einer Umfrage sind 71 Prozent der Deutschen dafür, dass die Bundesregierung in außenpolitischen Streitfragen gegenüber den USA eigene Positionen vertritt, auch wenn dies US-Präsident Trump verärgern könnte, während eine Mehrheit von 53 Prozent einen möglichen deutschen Militäreinsatz zur Sicherung der zivilen Schifffahrt im Iran-Konflikt befürwortet.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Umfrage zu deutscher Außenpolitik
- Hoher Anteil der Bürger für eigene Positionen der Bundesregierung
- Kritik von Bundeskanzler Friedrich Merz an US-Präsident Donald Trump
- Trump kündigt Truppenabzug aus Deutschland an
- Krieg der USA gegen den Iran mit ökonomischen Auswirkungen auf Deutschland
- Angebot der Bundesregierung für internationale Militärmission in der Straße von Hormus
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- 71 Prozent der Bundesbürger wollen, dass die Bundesregierung eigene Positionen vertritt
- 22 Prozent befürworten Zurückhaltung gegenüber Trump
- Bundeskanzler Merz kritisiert Trump während eines Schulbesuchs
- Trump kündigt an, Truppen aus Deutschland abzuziehen
- 53 Prozent der Befragten unterstützen mögliche militärische Mission im Iran
- Unterstützung für Mission unter Union, SPD und Grünen (über 69 Prozent)
- Geringere Unterstützung unter AfD (39 Prozent) und Linken (41 Prozent)
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Mehrheit der Bundesbürger unterstützt eigene Positionen der Bundesregierung gegenüber den USA
- Rückhalt für eine zurückhaltende Position zur Vermeidung von Provokation ist gering
- Kritik von Merz an Trump könnte zu Spannungen führen
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- Angebot der Bundesregierung zur Beteiligung an internationaler Militärmission
- Mehrheit befürwortet mögliche Militärmission zur Sicherung der zivilen Schifffahrt
- Unterstützung für die Militärmission variiert stark je nach Parteianhängerschaft
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Bundeskanzler Friedrich Merz kritisierte die USA während eines Schulbesuchs und sagte, die USA hätten "offensichtlich keine Strategie".
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