Gesundheitssystem in Berlin: Kritik an Kürzungen
Berlin () – Die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) hat die geplanten Kürzungen im Gesundheitssystem scharf kritisiert. Die vorgesehenen Kürzungen gefährden die ambulante Versorgung von Menschen mit chronischen Schmerzen auf lange Sicht, teilten die Fachleute mit.
„Die Sparmaßnahmen treffen die Patientengruppe, die stabile Versorgungsstrukturen am dringendsten benötigt“, sagte DGS-Präsident Richard Ibrahim über den Referentenentwurf zum Gesetz zur Stabilisierung der Beitragssätze in der Gesetzlichen Krankenversicherung.
„Chronische Schmerzen erfordern kontinuierliche Betreuung.“ Man brauche deshalb eine nachhaltige Finanzierung der ambulanten Versorgung, multiprofessionelle Teams, weniger Bürokratie und eine klare Priorisierung der Versorgung chronisch kranker Menschen, so Ibrahim. „Wir appellieren an die politischen Entscheidungsträger, die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit chronischen Schmerzen in den Reformüberlegungen zu berücksichtigen. Eine stabile ambulante Schmerzmedizin ist Voraussetzung für Lebensqualität, gesellschaftliche Teilhabe und die Vermeidung stationärer Behandlungen.“
Schmerzpatienten seien auf eine kontinuierliche, zeitintensive und multiprofessionelle Behandlung angewiesen, kritisierte die Fachgesellschaft. Sie würden die Folgen einer finanziellen Deckelung im ambulanten Bereich sofort spüren, denn eine begrenzte Vergütung wird unweigerlich zu begrenzten Leistungen führen, erklärten die Mediziner.
Besonders kritisch sieht die Fachgesellschaft die geplante Abschaffung der Honoraranreize aus dem Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG). Nach Angaben des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung haben diese Anreize zu einer verbesserten Terminvergabe beigetragen. Eine Reduktion verfügbarer Termine erhöhe für Schmerzpatienten das Risiko einer Chronifizierung durch verzögerte Diagnostik und Therapie.
Es besteht zudem die Gefahr, dass Praxen auf die finanziellen Einschnitte mit Personalabbau oder Leistungseinschränkungen reagieren müssten. Das könne zu längeren Wartezeiten führen. Für Menschen mit chronischen Schmerzen bedeute dies eine zusätzliche Belastung, da bereits heute viele von ihnen lange auf Termine und Behandlung warteten.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Die vollständigen Namen der im Artikel vorkommenden Personen sind: Richard Ibrahim.
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS), Richard Ibrahim, Gesetz zur Stabilisierung der Beitragssätze in der Gesetzlichen Krankenversicherung, Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG), Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung.
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin kritisiert die geplanten Kürzungen im Gesundheitssystem, da sie die ambulante Versorgung von Menschen mit chronischen Schmerzen gefährden und damit deren Lebensqualität und notwendige Betreuung beeinträchtigen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Geplante Kürzungen im Gesundheitssystem
- Referentenentwurf zum Gesetz zur Stabilisierung der Beitragssätze in der Gesetzlichen Krankenversicherung
- Dringender Bedarf an stabilen Versorgungsstrukturen für chronische Schmerzpatienten
- Notwendigkeit kontinuierlicher Betreuung für Patienten mit chronischen Schmerzen
- Geplante Abschaffung der Honoraranreize aus dem Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG)
- Negative Auswirkungen von finanziellen Deckelungen auf die ambulante Versorgung
- Risiko der Chronifizierung durch verzögerte Diagnostik und Therapie
- Möglicher Personalabbau oder Leistungseinschränkungen in Praxen
- Vorhandene lange Wartezeiten für Schmerzpatienten
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin kritisiert geplante Kürzungen im Gesundheitssystem
- Kürzungen gefährden ambulante Versorgung von Menschen mit chronischen Schmerzen
- DGS-Präsident Richard Ibrahim betont Notwendigkeit stabiler Versorgungsstrukturen
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- Forderung nach nachhaltiger Finanzierung und multiprofessionellen Teams
- Appell an politische Entscheidungsträger, Bedürfnisse von Schmerzpatienten zu berücksichtigen
- Abschaffung der Honoraranreize aus dem TSVG wird kritisch gesehen
- Risiko von längeren Wartezeiten und zusätzlicher Belastung für Schmerzpatienten
- Gefahr von Personalabbau und Leistungseinschränkungen in Praxen
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Gefährdung der ambulanten Versorgung von Menschen mit chronischen Schmerzen
- Verlust stabiler Versorgungsstrukturen
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- Verschlechterung der Lebensqualität
- Eingeschränkte gesellschaftliche Teilhabe
- Erhöhtes Risiko der Chronifizierung durch verzögerte Diagnostik und Therapie
- Möglicher Personalabbau in Praxen
- Leistungseinschränkungen in der Versorgung
- Längere Wartezeiten auf Termine und Behandlungen
- Zusätzliche Belastung für Schmerzpatienten
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert, und zwar von DGS-Präsident Richard Ibrahim, der die Sparmaßnahmen als besorgniserregend für die Versorgung von Menschen mit chronischen Schmerzen beschreibt.
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