Wirtschaftliche Perspektiven in Berlin: Spritpreise und Klimageld
Berlin () – Vor den Beratungen der Bundesregierung über mögliche Entlastungen angesichts hoher Spritpreise warnt die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer vor Preiseingriffen und fordert stattdessen die Einführung eines Klimageldes.
„Es wäre verkehrt, jetzt mit der Gießkanne alle zu entlasten“, sagte die Vorsitzende des Sachverständigenrats für die wirtschaftliche Gesamtentwicklung der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstagausgabe). „Das ist eine Krise, wie sie immer wieder mal vorkommt. Die meisten Menschen können diese höheren Spritpreise verkraften.“
Für die wenigsten Menschen seien die Mehrkosten existenzbedrohend. „Wir müssen wegkommen von dem Gedanken, dass der Staat immer für alle alles auffängt. Helfen sollte man nur denen, die es wirklich brauchen“, sagte Schnitzer.
Die aktuellen Vorschläge für Entlastungen würden nicht überzeugen. „Was insbesondere verkehrt ist, ist in den Preis einzugreifen, denn die Leute sollen ja jetzt weniger fahren oder zumindest langsamer fahren. Öl ist knapp, wir müssen den Verbrauch senken“, erklärte die Ökonomin.
Schnitzer hält nun allerdings den Zeitpunkt für gekommen, das von der Politik seit Langem diskutierte Klimageld einzuführen. „Was man machen könnte und was schon bei der Einführung der CO2-Abgabe gefordert wurde: Jetzt ein Klimageld einführen und die CO2-Abgabe an die Bürger zurückgeben“, sagte sie. Die technischen Voraussetzungen dafür seien inzwischen vorhanden. „Damit könnte man eine pauschale Summe an alle auszahlen, jeder würde gleich viel erhalten. Das würde gerade den Ärmeren helfen“, so Schnitzer.
Für sinnvoll hält sie außerdem, jetzt die Stromsteuer für alle zu senken. Dafür könnte die Regierung Maßnahmen streichen, „die wenig wachstumswirksam sind“.
Schnitzer forderte außerdem, die Ölkrise zu nutzen, um von den fossilen Energieträgern unabhängiger zu werden. „Wir erleben seit Jahrzehnten immer wieder Krisen im Nahen Osten, die jedes Mal die Energieversorgung treffen. Wenn wir beim Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Elektromobilität weiter wären, wären wir jetzt nicht so verletzbar“, sagte sie. „Wer jetzt ein E-Auto fährt, ist klar im Vorteil.“
Insgesamt rechnet die Wirtschaftsweise trotz der vereinbarten Feuerpause zwischen Iran und den USA mit negativen Folgen für die deutsche Wirtschaft. „Selbst wenn die Kriegshandlungen zeitnah enden, wird es dauern, bis wir wieder normale Verhältnisse und Lieferketten haben. Die Straße von Hormus muss geräumt und gesichert werden. Es gibt Schäden an den Produktionsanlagen. Aktuelle Schätzungen sagen, es wird vier Monate dauern, bis sich der Schiffsverkehr wieder normalisiert hat“, so Schnitzer. „Wir werden deshalb deutliche Einbußen im Wachstum haben.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Monika Schnitzer (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Monika Schnitzer
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Hier sind die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen:
1. Bundesregierung
2. Sachverständigenrat für die wirtschaftliche Gesamtentwicklung
3. Neue Osnabrücker Zeitung
4. Politik
5. Bundesregierung
6. Erneuerbare Energien
7. Elektromobilität
8. Iran
9. USA
10. Straße von Hormus
Bitte beachten, dass nicht alle spezifischen Organisationen oder Institutionen im Text eindeutig benannt werden, einige Begriffe beziehen sich auch auf allgemeine Konzepte oder Gruppen.
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die beschriebenen Ereignisse finden hauptsächlich in Berlin statt. Erwähnt werden auch geografische Bezugnahmen auf den Nahen Osten (insbesondere Bezug auf den Iran und die Straße von Hormus), aber der Hauptfokus liegt auf Berlin.
Worum geht es in einem Satz?
Wirtschaftsweise Monika Schnitzer warnt vor staatlichen Eingriffen in die Spritpreise und fordert stattdessen die Einführung eines Klimageldes, um gezielt den Bedürftigsten zu helfen und den Verbrauch fossiler Brennstoffe zu senken.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Hohe Spritpreise
- Oilkrise im Nahen Osten
- Unterbrechungen der Energieversorgung
- Krisenanfälligkeit durch Abhängigkeit von fossilen Energieträgern
- Fehlende Fortschritte beim Ausbau erneuerbarer Energien und Elektromobilität
- Politische Diskussion über effektive Entlastungsmaßnahmen
- Forderung nach einem Klimageld zur finanziellen Unterstützung
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Monika Schnitzer warnt vor Preiseingriffen der Bundesregierung
- fordert Einführung eines Klimageldes
- kritisiert pauschale Entlastungsmaßnahmen
- betont, dass die meisten Menschen die Spritpreise verkraften können
- empfiehlt gezielte Hilfe für Bedürftige
- sieht Vorschläge für Entlastungen als wenig überzeugend an
- plädiert für Senkung der Stromsteuer
- ruft dazu auf, fossile Energieträger unabhängig zu machen
- erwartet negative wirtschaftliche Folgen durch aktuelle Ölkrise
- prognostiziert Verzögerungen bei Lieferketten und Wachstumseinbußen
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Warnung vor Preiseingriffen
- Forderung nach Einführung eines Klimageldes
- Menschen können hohe Spritpreise verkraften
- Hilfe nur für Bedürftige
- Vorschläge für Entlastungen überzeugen nicht
- Reduktion des Ölverbrauchs notwendig
- Einführung eines Klimageldes als Rückgabe der CO2-Abgabe an Bürger
- Senkung der Stromsteuer für alle
- Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern fördern
- Negative Folgen für die deutsche Wirtschaft
- Verzögerungen bei der Normalisierung der Lieferketten
- Schäden an Produktionsanlagen
- Einbußen im Wachstum erwartet
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Monika Schnitzer zitiert, in der sie vor Preiseingriffen warnt und die Einführung eines Klimageldes fordert.
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