Wirtschaftliche Reformen in Deutschland und ihre Auswirkungen
Berlin () – Monika Schnitzer, Vorsitzende des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, spricht sich für eine Rücknahme der Mehrwertsteuersenkung für die Gastronomie aus.
„Die kostet rund 3,4 Milliarden Euro pro Jahr und rettet, soweit wir wissen, nicht wie versprochen die Landgasthäuser“, sagte Schnitzer dem „Spiegel“. Stattdessen profitierten Ketten wie McDonald`s und Burger King besonders stark. „Das ist eine der überflüssigsten Subventionen seit Langem.“ Die Bundesregierung hatte die sogenannte Gastrosteuer zu Jahresbeginn gesenkt.
Als Teil umfassender Reformen hat die Koalition auch den Abbau von Subventionen angekündigt. Schnitzer sagte, auf die Streichliste gehörten sämtliche Hilfen, die eine falsche Lenkungswirkung haben. „Dazu gehört auch die Steuervergünstigung beim Diesel. Die hätte die damalige Bundesregierung 2023 gleich komplett abschaffen sollen, nicht nur die Subvention für Agrardiesel. Dann wäre der Aufschrei der Landwirte vielleicht nicht so groß gewesen, und die Ampelregierung wäre bei der geplanten Abschaffung nicht zurückgerudert.“
Schnitzer warb für ambitionierte Reformen. „Wir benötigen klare Ansagen, wie schwierig unsere Lage ist und was passiert, wenn wir nichts ändern“, sagte sie. „Vielen ist nicht bewusst, dass wir eigentlich von der Substanz leben.“ Gerade bei der Infrastruktur sei Deutschland zu lange auf Verschleiß gefahren, statt vorzusorgen. „Aber wir lassen diese Erkenntnis nicht an uns heran. Stattdessen federn wir steigende Preise und Kosten immer wieder ab und leben ganz viel auf Pump.“
Ihr fehle eine Debatte über Zukunftstechnologien, so Schnitzer weiter. „Beim Thema künstliche Intelligenz passieren in den USA zurzeit Dinge in einer Geschwindigkeit, die ich so noch nicht erlebt habe. Deutschland braucht die nötige Infrastruktur, um wenigstens ansatzweise mitspielen zu können. Das macht mir momentan die größten Sorgen.“
Skeptisch zeigte sich die Professorin an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität bei der Frage, ob angesichts der angekündigten Friedensvereinbarung zwischen den USA und Iran die deutsche Konjunktur wieder anziehen könnte. „Es wäre natürlich gut, wenn es zu einer Unterzeichnung kommt, aber ich bin skeptisch, ob die Vereinbarung auch wirklich hält“, so Schnitzer. „Euphorie ist deshalb nicht angesagt, man kann nur froh sein, wenn die Wirtschaft nicht einen noch größeren Schaden nimmt als bisher schon.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Monika Schnitzer (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Monika Schnitzer
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Hier sind die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen:
Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, McDonald's, Burger King, Bundesregierung, Ampelregierung, Ludwig-Maximilians-Universität.
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, München.
Worum geht es in einem Satz?
Monika Schnitzer, Vorsitzende des Sachverständigenrates zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, fordert die Rücknahme der Mehrwertsteuersenkung für die Gastronomie, da sie lagert 3,4 Milliarden Euro jährlich und begünstigt vor allem große Ketten, während sie den kleinen Betrieben nicht hilft, und betont die Notwendigkeit mutiger Reformen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage Deutschlands.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Rücknahme der Mehrwertsteuersenkung für die Gastronomie
- Kosten von rund 3,4 Milliarden Euro pro Jahr
- Unzureichende Unterstützung für Landgasthäuser
- Begünstigung von großen Ketten wie McDonald's und Burger King
- Ankündigung des Abbaus von Subventionen durch die Bundesregierung
- Fehlende klare Ansagen zur wirtschaftlichen Lage
- Notwendigkeit ambitionierter Reformen
- Mangelnde Debatte über Zukunftstechnologien
- Skepsis bezüglich der deutschen Konjunktur nach möglicher Friedensvereinbarung zwischen USA und Iran
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Nein.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Rücknahme der Mehrwertsteuersenkung für die Gastronomie
- Kosten von rund 3,4 Milliarden Euro pro Jahr
- Profite der großen Ketten wie McDonald’s und Burger King
- Abbau von Subventionen angekündigt
- Streichung von Hilfen mit falscher Lenkungswirkung
- Fehlende Debatte über Zukunftstechnologien
- Fehlende Infrastruktur für Wettbewerb
- Besorgnis über wirtschaftliche Zukunft
- Skepsis bezüglich der Friedensvereinbarung zwischen den USA und Iran
- Risiko eines größeren Schadens für die Wirtschaft
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Monika Schnitzer zitiert. Sie spricht sich gegen die Mehrwertsteuersenkung für die Gastronomie aus und bezeichnet sie als "eine der überflüssigsten Subventionen seit Langem."
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