Gesellschaftliche Auswirkungen der Wehrdienstregelung in Berlin
Berlin () – Der politische Geschäftsführer der „Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen“ (DFG-VK), Yannick Kiesel, sieht in der jetzt bekannt gewordenen Regel des Wehrdienstmodernisierungsgesetzes, wonach Männer zwischen 17 und 45 Jahren für längere Auslandsaufenthalte eine Genehmigung der Bundeswehr brauchen, eine Vorbereitung zur Wiedereinführung der Wehrpflicht.
„Wir kritisieren den entsprechenden Paragraphen im Wehrdienstmodernisierungsgesetz auf das Schärfste“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Auch wenn offiziell noch keine Wehrpflicht besteht, zeigt diese Regelung nach Ansicht der DFG-VK deutlich, wohin die politische Entwicklung geht: hin zu mehr Zwang, Kontrolle und Militarisierung der Gesellschaft.“ Kiesel fügte hinzu: „Hier wird die Basis für eine vollständige Wehrpflicht geschaffen. Wer heute Ausreisen genehmigen lässt, zieht morgen Menschen zwangsweise ein.“
Die DFG-VK gehe jedenfalls fest davon aus, dass in den kommenden Jahren eine sogenannte Bedarfswehrpflicht eingeführt werde. In diesem Zusammenhang werde der nun diskutierte Paragraph nicht nur bestehen bleiben, sondern auch verstärkt zur Anwendung kommen. Man lasse ihn deshalb juristisch prüfen. Die DFG-VK versteht sich als Interessenvertretung der Kriegsdienstverweigerer und betreut diese.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Bundeswehr-Soldaten (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Yannick Kiesel
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), Bundeswehr, Redaktionsnetzwerk Deutschland
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Yannick Kiesel von der Deutschen Friedensgesellschaft kritisiert eine Regel im Wehrdienstmodernisierungsgesetz, die eine Genehmigung für längere Auslandsaufenthalte von Männern zwischen 17 und 45 Jahren erfordert, und sieht darin eine Vorbereitung zur Wiedereinführung der Wehrpflicht sowie eine Zunahme von Zwang und Militarisierung.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Einführung des Wehrdienstmodernisierungsgesetzes
- Regelung zur Genehmigung von längeren Auslandsaufenthalten
- Altersgruppe betroffen: Männer zwischen 17 und 45 Jahren
- Wahrnehmung einer politischen Tendenz zur Militarisierung
- Forderung nach Zwang und Kontrolle in der Gesellschaft
- Bedenken um mögliche spätere Wiedereinführung der Wehrpflicht
- Position der DFG-VK als Interessenvertretung der Kriegsdienstverweigerer
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Nein.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Vorbereitung zur Wiedereinführung der Wehrpflicht
- Zunahme von Zwang und Kontrolle
- Militarisierung der Gesellschaft
- Schaffung der Basis für eine vollständige Wehrpflicht
- Einführung einer Bedarfswehrpflicht in den kommenden Jahren
- Juristische Prüfung des diskutierten Paragraphen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Yannick Kiesel, der politische Geschäftsführer der DFG-VK, äußert sich kritisch zum Wehrdienstmodernisierungsgesetz und befürchtet eine Vorbereitung zur Wiedereinführung der Wehrpflicht.
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