Außenpolitik: Deutschland und der Nahost-Konflikt
Berlin () – Die SPD hat die Kritik von US-Präsident Donald Trump an Kanzler Friedrich Merz (CDU) und der deutschen Haltung im Nahost-Krieg zurückgewiesen.
„Es bleibt weiter richtig, sich in diesen Krieg nicht hineinziehen zu lassen. Es gab vor Beginn des Angriffs auf den Iran keine Konsultation der Partner durch die USA“, sagte der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Adis Ahmetovic, dem „Tagesspiegel“ (Sonntagsausgabe). „Nun erleben wir einen Krieg, der nicht nur illegal ist, sondern weiterhin keine klar formulierten Kriegsziele hat, keinen Plan für einen Exit, geschweige eine Strategie für das Danach.“
Zuvor hatte Trump Kanzler Merz für die ausbleibende Hilfe bei der Sicherung der Straße von Hormus kritisiert. Der Republikaner attackierte bei einem Kongress in Miami im US-Bundesstaat Florida erneut zunächst die Nato-Verbündeten Frankreich und Großbritannien – und kam dann auf Deutschland zu sprechen: „Der deutsche Bundeskanzler – das sind alles meine Freunde – Friedrich. Der deutsche Bundeskanzler, er sagte: „Das ist nicht unser Krieg“.“ Trump schob nach, dass dann der Ukraine-Krieg auch nicht der der USA sei.
Die SPD-Bundestagsfraktion sei „nicht bereit, unsere deutschen Soldaten in ein derartiges Himmelfahrtskommando zu schicken“, sagte Ahmetovic. Die europäischen Nato-Partner hätten aber unmissverständlich formuliert, unter welchen Bedingungen eine Unterstützung vorstellbar wäre: „Nach Ende der Kampfhandlungen zur Sicherung der Straße von Hormus, verbunden mit einem Mandat unter internationalem Dach. Gleichzeitig könnten die USA, wenn sie wollen würden, den entscheidenden Beitrag zur schnellen Beendigung des russischen Angriffskriegs in der Ukraine leisten, wenn sie ihren Druck auf Putin entsprechend diplomatisch erhöhen würden.“
Die sogenannte westliche Allianz könne stark sein, sagte der SPD-Außenpolitiker, „wenn sie den politischen Willen zur Geschlossenheit hat, und in der Partnerschaft nicht Unterwerfung heißt“. Und wenn dabei zugleich die Glaubwürdigkeit der regelbasierten Ordnung gewahrt bleibe.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Friedrich Merz am 27.03.2026 |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Friedrich Merz, Donald Trump, Adis Ahmetovic
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Wann ist das Ereignis passiert?
Das beschriebene Ereignis fand am 27.03.2026 statt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die beschriebenen Ereignisse finden an folgenden Orten statt:
Berlin, Miami (Florida).
Worum geht es in einem Satz?
Die SPD hat die Kritik von Donald Trump an Kanzler Friedrich Merz und der deutschen Haltung im Nahost-Konflikt zurückgewiesen und betont, dass Deutschland sich nicht in den Konflikt einmischen sollte, solange es an klaren Kriegszielen und einem Exit-Plan mangelt.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Kritik von Donald Trump an der deutschen Haltung im Nahost-Krieg
- Merz' Aussage, dass Deutschland sich nicht in den Konflikt einbringen will
- Fehlende Konsultation der Partner durch die USA vor dem Angriff auf den Iran
- Illegaler Krieg ohne klar formulierte Kriegsziele oder Exit-Strategie
- Trumps Vergleich der Situation mit dem Ukraine-Krieg
- Forderung nach klaren Bedingungen für deutsche Unterstützung im Konflikt
- Forderung nach diplomatischem Druck auf Putin in Bezug auf die Ukraine
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- SPD weist Trumps Kritik an Merz und deutscher Haltung im Nahost-Krieg zurück
- Ahmetovic betont Wichtigkeit, sich nicht in den Krieg hineinziehen zu lassen
- Keine Konsultation der Partner durch die USA vor dem Angriff auf den Iran
- Kritik an illegalem Krieg ohne klare Kriegsziele oder Exit-Plan
- Trump kritisiert Merz für ausbleibende Hilfe bei Sicherung der Straße von Hormus
- SPD-Bundestagsfraktion lehnt militärische Einsätze in der aktuellen Situation ab
- Voraussetzungen für Unterstützung durch europäische Nato-Partner umrissen
- Ahmetovic fordert diplomatischen Druck der USA auf Putin zur Beendigung des Ukraine-Kriegs
- Betonung der Stärke einer einheitlichen westlichen Allianz ohne Unterwerfung
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Ablehnung der Kritik von Trump
- Festhalten an der Neutralität im Nahost-Konflikt
- Klares Nein zu militärischen Einsätzen
- Wunsch nach klaren Kriegszielen und Exit-Strategie
- Forderung nach internationalem Mandat für Unterstützung
- Möglichkeit zur Beendigung des Ukraine-Kriegs durch diplomatischen Druck auf Russland
- Stärkung der westlichen Allianz durch Geschlossenheit
- Wahrung der Glaubwürdigkeit der regelbasierten Ordnung
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Adis Ahmetovic, der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, äußert sich kritisch zur US-amerikanischen Außenpolitik und betont die Notwendigkeit, deutsche Soldaten nicht in einen Krieg zu schicken.
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