Rufe aus SPD nach Klarheit von Regierung in Völkerrechtsfrage
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Außenpolitik Deutschlands und Völkerrecht im Fokus
Berlin () – Außenpolitiker der SPD-Bundestagsfraktion fordern die Bundesregierung auf, eine völkerrechtliche Bewertung der Angriffe auf den Iran und Venezuela vorzulegen. „In der einen wie in der anderen Sache fällt die rechtliche Bewertung eindeutig aus: Weder der US-Angriff auf Venezuela noch der Krieg gegen den Iran stehen im Einklang mit dem Völkerrecht“, sagte Adis Ahmetovic, außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, dem „Stern“.
Auch mehr als zwei Wochen nach Kriegsbeginn im Iran hat die Bundesregierung noch nicht abschließend geprüft, ob die Luftschläge der USA und Israels völkerrechtswidrig oder -konform sind. Auch bei der Entführung von Venezuelas einstigem Staatschef Nicolas Maduro durch die USA steht diese Bewertung noch aus. Zuständig für die völkerrechtliche Einordnung ist das Auswärtige Amt von CDU-Minister Johann Wadephul.
„Es ist mehr als bedauerlich, dass die Bundesregierung bisher keine öffentliche Einschätzung zur völkerrechtlichen Bewertung vorgestellt hat, sondern geradezu fahrlässig“, sagte der Außenpolitiker und frühere SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich dem „Stern“. Deutschland habe in den vergangenen Jahren nicht nur dazu beigetragen, das Völkerrecht insgesamt fortzuentwickeln, sondern sei auch als „Wächter dieses Instruments“ in der internationalen Politik aufgetreten.
Ahmetovic mahnt: „Wer offensichtliche Verstöße gegen das Völkerrecht nicht klar benennt, riskiert die schleichende Erosion der internationalen Ordnung.“ Um auf internationaler Bühne weiterhin Unterstützung für die Ukraine sichern zu können, brauche es eine „konsistente“ deutsche und europäische Außenpolitik. Der außenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion kritisierte: „Problematisch ist jedoch, dass innenpolitisches Taktieren und die Sorge vor einem offenen Konflikt mit dem US-Präsidenten allzu häufig zu stark ins Gewicht fallen – und damit den eigenen strategischen Handlungsspielraum verengen.“
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Adis Ahmetovic, Nicolas Maduro, Johann Wadephul, Rolf Mützenich
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
SPD-Bundestagsfraktion, Auswärtige Amt, CDU, USA, Israel, Nicolas Maduro, Rolf Mützenich, Ukraine
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Iran, Venezuela.
Worum geht es in einem Satz?
Außenpolitiker der SPD-Bundestagsfraktion fordern von der Bundesregierung eine völkerrechtliche Bewertung der Luftangriffe auf den Iran und Venezuela, da diese rechtlich eindeutig nicht konform seien und die bisherige Untätigkeit als fahrlässig kritisiert wird.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Angriffe der USA auf Venezuela
Krieg von Israel und den USA gegen den Iran
Fehlende völkerrechtliche Bewertung durch die Bundesregierung
Entführung von Nicolas Maduro
Bedenken bezüglich der Einhaltung des Völkerrechts
Innenpolitisches Taktieren der Bundesregierung
Risiko einer Erosion der internationalen Ordnung
Notwendigkeit einer konsistenten deutschen Außenpolitik
Forderung nach völkerrechtlicher Bewertung von Angriffen
Fehlende Prüfung der völkerrechtswidrigkeit durch Bundesregierung
Bedauern über ausbleibende öffentliche Einschätzung
Risiko der Erosion der internationalen Ordnung
Notwendigkeit einer konsistenten deutschen und europäischen Außenpolitik
Einschränkung des strategischen Handlungsspielraums durch innenpolitisches Taktieren
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Adis Ahmetovic, dem außenpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, zitiert, in der er die völkerrechtliche Bewertung der Angriffe auf den Iran und Venezuela als eindeutig negativ bewertet.